University of Erfurt

Philipp Meyer, M.A.

Kurzbiographie

  • Seit Januar 2018: Mitarbeit im Projekt „Unser Feld ist die Welt“: Geographische Gesellschaften 1821–1914 im internationalen Vergleich (Teilprojekt des SFB 1199 „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“)
  • Januar 2015 bis Januar 2018: Stipendiat des Evangelischen Studienwerks Villigst
  • seit Juli 2014: Doktorand an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt
  • Mai 2013 bis Dezember 2014: Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl „Geschichte und Kultur der Räume der Neuzeit“ an der Universität Erfurt.
  • 2009 bis 2011: Studentische Hilfskraft am Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig.
  • 2006 bis 2012: Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, der Komparatistik sowie der Journalistik an den Universitäten Leipzig und Avignon. Abschluss: Magister Artium. Titel der Abschlussarbeit: „Heiliges und Profanes in der Raumwahrnehmung des Spätmittelalters. Das Beispiel Burgund“

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: Von neuen Zeiten und neuen Räumen: Der Verlag Justus Perthes und der „kartographische Standpunkt“ im Zeitalter politischer Entgrenzung (1890-1945)

Ko-Betreuerin: Prof. Dr. Ute Wardenga (IfL Leipzig)


Der Verlag Justus Perthes, der 1785 in Gotha gegründet wurde, spezialisierte sich um 1815 zunehmend auf die Herstellung von Karten und Atlanten. Ab den 1850er Jahren erlangte er durch seine Funktionsweise als transnationaler Knotenpunkt geographischer Wissensverarbeitung und -verteilung insbesondere bei der Erforschung unbekannter Regionen weltweite Bekanntheit. Auch die hohe Qualität seiner Produkte setzte neue Maßstäbe.
In meiner Dissertation geht es um den sukzessiven Wandel, der den Verlag gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfasste. Die weite Verbreitung neuer Kartendruckverfahren hatte die Verlagslandschaft verändert und neue visuelle Gestaltungsformen ermöglicht. Der sich verstärkende Nationalismus prägte zunehmend die Raumkonzepte von Geographie und Kartographie. Nicht minder taten dies der Untergang tradierter Staats- und Gesellschaftsordnungen im Gefolge des Ersten Weltkriegs und das aufkommende ‚Zeitalter der Extreme’.
Den Untersuchungsgegenstand bilden die kartographischen Abbilder dieser politischen Verwerfungen. Sie sollen anhand von Fallbeispielen aus der Produktion des Perthes-Verlags in ihrer Entwicklung und ihren Brüchen nachgezeichnet werden. Die beiden prägendsten Kartographen des Verlags in dieser Zeit – Hermann Haack und Paul Langhans – dienen dabei als ‚biographische Sonden’ um die kartographische Wissensproduktion im Spannungsfeld von Politik und Ökonomie sichtbar zu machen.

Publikationen

  • Tagungsbericht Leerer Raum: Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung. 13.02.2014–15.02.2014, Hamburg, in: H-Soz-u-Kult, 04.04.2014, URL: <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5294>.
  • Tagungsbericht Lefebvre lesen. Plurale Zugänge zu einem vernachlässigten Raumdenker des 20. Jahrhunderts. 18.07.2014, Erfurt, in: H-Soz-u-Kult, 17.10.2014, URL: <.>http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5611>.
  • Paul Langhans, in: Michael Fahlbusch / Ingo Haar / Alexander Pinwinkler (Hg.): Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme, 2. vollst. überarb. u. erw. Aufl. Berlin und Boston 2017, S. 404-408.
  • „Das Gesamtbild des Vaterlandes stets vor Augen“: Hermann Haack und die Gothaer Schulkartographie vom Wilhelminischen Kaiserreich bis zum Endes des Nationalsozialismus, in: Zeitschrift für Geographiedidaktik 44 (2016), H. 4, S. 37-60. (gemeinsam mit Norman Henniges)

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