University of Erfurt

Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik

Dipl.-Inf. René Smolarski, M.A.: Projekt: Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989

Kontakt

Nordhäuser Straße 63, 99089 Erfurt
Lehrgebäude IV / Raum 140

Zur Person

  • seit 10/2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik der Universität Erfurt (Projekt: Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989)
  • 08-10/2016 Wissenschaftliche Hilfskraft, Universität Erfurt, Professur für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit
  • 2014-2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Gotha im Projekt „Globalisierung und lokales Wissen: Sammlungsbezogene Forschungen zum Verlag Justus Perthes“. Konzeption und Entwicklung eines Virtuellen Kartenlabors (GlobMapLab) für die Präsentation und Arbeit mit den digitalisierten Beständen der Sammlung Perthes
  • 2013-2015 Master Geschichte, Schwerpunkt: Europäische Geschichte an der Universität Erfurt
  • 2010-2013 Bachelor Geschichte und Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 2008 Diplom Technische Universität Ilmenau in Informatik

Profil René Smolarski

Forschungsschwerpunkte

    • Protestantismus und Sozialstaat
    • Digital Humanities
    • Christliche Mission
    • Philatelie als Hilfswissenschaft

    Aktuelle Forschungsprojekte

    Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949-1989

    wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Webseite

    Promotionsprojekt: "Sozialer Protestantismus und der Wandel der Arbeitsgesellschaft"

    Als im Zuge gesellschaftlicher und wirtschaftspolitischer Veränderungen in den späten 1960er Jahren der weithin als Wirtschaftswunder angepriesene Nachkriegsboom (Anselm Doering-Manteuffel / Lutz Raphael) langsam abebbte, war dies auch mit massiven Wandlungen des Arbeitsmarktes verbunden, der wechselseitig wiederum Veränderungen der Gesellschaft bedingte. Neben der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen, der steigenden Teilzeitarbeit und dem bereits seit den 1950er Jahren anhaltenden Trend der Arbeitsverlagerung vom primären (Urproduktion) und sekundären (industrielle Produktion) in den tertiären Wirtschaftssektor (Dienstleitungen), führte dies vor allem zu einer stetig steigenden Arbeitslosenquote. Das in den zwei Jahrzehnten zuvor als besiegt geglaubtes und an die Weltwirtschafskrise der frühen 1930er Jahre erinnernde Phänomen der Massenarbeitslosigkeit, setzte besonders nach der ersten Ölpreiskrise von 1973/74 ein und wurde in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten durch eine Reihe zusätzlicher Faktoren (Globalisierung, Automatisierung etc.) noch verstärkt.

    Auch Vertreter des sozialen Protestantismus sahen schon früh einen dringenden Handlungsbedarf, da man aufgrund der weiterhin anhaltenden hohen Arbeitslosenquote über das persönliche Schicksal des jeweils Betroffenen und den damit verbundenen finanziellen und psychologischen Leidensdruck hinaus auch eine tiefgreifende Gesellschaftskrise konstatierte, die zu einer Spaltung der Gesellschaft in Arbeitslose und Arbeitende führe. Spätestens seit ihrer Synode 1977 in Saarbrücken hatte sich auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dem Problem angenommen und mit der 1982 erschienen Denkschrift "Solidargemeinschaft von Arbeitenden und Arbeitslosen" eine umfassende Diagnose der Ursachen und möglichen Gegenmaßnahmen vorgelegt. Nicht nur diese Studie konstatierte einen umfassenden Wandel der Arbeitsgesellschaft, der sich nicht allein in der Arbeitsverlagerung, sondern auch in der prinzipiellen Veränderung der Arbeit selbst offenbarte. Neben der Entstandardisierung der Lebensläufe, der Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und der damit verbundenen Erosion des "Normalarbeitsverhältnisses", betraf dies auch einen grundlegenden Wandel normativer und tradierter Geschlechterrollen.

    Das hier vorgestellte Forschungsprojekt widmet sich nun der Frage, in wie weit sich die Akteure des sozialen Protestantismus in die zeitgenössischen Debatten um den Wandel der Arbeitsgesellschaft einbrachten, wie sie diese beeinflussten und vor allem welche Kanäle sie nutzten, um an den politischen Umsetzung der in den Debatten diskutierten Maßnahmen partizipieren zu können.

    Aktuelles

    Tagung "Gezähnte Geschichte - Die Briefmarke als historische Quelle"

    Erfurt - Hörsaal 3 12.-14.10.2017
    Deadline CfP: 15.4.2017
    Twitter: #gezaehnteGeschichte
    Projektwebseite: https://projekte.uni-erfurt.de/gezaehnte_geschichte/

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