University of Erfurt

Gotha Research Centre of the University of Erfurt

Projekt von Mareike Dippel M.A.

Männlichkeit und Biografie um 1800: Das Beispiel Emil August Leopolds von Sachsen-Gotha und Altenburg (1772-1822)

Mit über 5000 Büchern aus seiner privaten Hofbibliothek sowie zahlreicher überlieferter Briefkorrespondenzen bietet der Nachlass von Herzog Emil August Leopold von Sachsen-Gotha und Altenburg (1772-1822) ein umfangreiches Textkorpus. Herzog August wies für seine Zeitgenossen untypisch effeminierte Charakterzüge auf, die ihn in der Wahrnehmung seiner Zeitgenossinnen und Zeitgenossen als originellen Sonderling erscheinen ließen. Das geplante Dissertationsvorhaben widmet sich diesem Textkorpus aus einer primär geschlechtergeschichtlichen Perspektive. Der Briefaustausch, den der Herzog u.a. mit führenden philosophischen und literarischen Persönlichkeiten führte, diente u.a. dem intensiven Austausch über kulturelle, politische sowie persönliche Themen. Kernpunkt der geplanten Dissertation soll eine mikrohistorische Textauswertung der zu transkribierenden Korrespondenz Augusts und seiner Briefpartner sein.

Die Studie soll damit wenigstens dreierlei leisten: zum einen ein Beitrag zur potentiellen Bandbreite der Geschlechter- und vor allem Männlichkeitsentwürfe um 1800, zur Geschichte des Adels am Umbruch zur bürgerlichen Gesellschaft. Und zum anderen eine Biografie, um  aus mikrogeschichtlicher Perspektive die wenig bekannte Persönlichkeit des Herzogs August von Sachsen-Gotha zu beleuchten, der als Ahnherr des britischen Königshauses Windsor bisher in der Historiographie wenig Beachtung gefunden hat.

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