University of Erfurt

Gotha Research Centre of the University of Erfurt

Projekt von Anna-Maria Hünnes

Naturwissenschaftliche Netzwerke in Gotha um 1900

Naturwissenschaftliche Forschung hat in Gotha eine lange Tradition und einige Aspekte der Entwicklung und Bedeutung der Forschung in Gotha wurden bereits wissenschaftshistorisch beleuchtet. In diesem Projekt soll die bisher weniger beachtete Zeit zwischen 1875 und 1937 im Fokus stehen. Verschiedene Gruppen und Vereine waren in diesem Zeitraum in Gotha tätig und standen im Austausch miteinander. Der Naturwissenschaftliche Verein zu Gotha, das Herzogliche Museum, das Herzog-Ernst-Seminar und die Vereinigung Gothaer Amateurphotographen sind nur eine Auswahl der lokalen Gruppen mit naturwissenschaftlichem Interesse. In dem Projekt sollen die Verbindungen und Überschneidungen zwischen den einzelnen Personenkreisen untersucht und die Orte des naturwissenschaftlichen Arbeitens sichtbar gemacht werden. Zu diesen Orten zählen neben dem Herzoglichen Museum und den Vereinslokalen auch Räume in der Natur, wie der Thüringer Wald. Es soll zudem untersucht werden, welche Personen sich im naturforschenden Raum in Gotha aufhielten und ob eine Trennung zwischen bürgerlichen und fachwissenschaftlichen Kreisen erkennbar ist. Wichtige Quellen für die Arbeit stellen die Akten des Naturwissenschaftlichen Vereins im Stadtarchiv Gotha dar. Sie enthalten eine umfangreiche Dokumentation der Vereinsarbeit und Hinweise auf Verbindungen zu anderen Vereinigungen. Neben den Akten sollen auch Meldungen in Tageszeitungen, Publikationen in Fachzeitschriften und historische Bildquellen ausgewertet werden, um die naturwissenschaftlichen Netzwerke in Gotha um 1900 zu rekonstruieren.

Kurzbiographie

Anna-Maria Hünnes studierte Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Im Anschluss daran wechselte sie für das Master-Programm Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte an die Universität Erfurt. In der 2018 eingereichten Masterarbeit ging es um die Geschichte einer um 1900 entstandenen Sammlung von Ursaurierspuren im Herzoglichen Museum Gotha (heute Stiftung Schloss Friedenstein Gotha).

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