University of Erfurt

Welcome to the Gotha Research Library

Die Inkunabeln der Kirchenbibliothek Pößneck

Zur Bibliotheksgeschichte

Im Zuge der friedlichen Einführung der Reformation in Pößneck/Thüringen wurde 1525 eine Kirchenbibliothek gegründet, die Bücher des säkularisierten Karmeliterklosters und aus der Stadtkirche als Grundstock erhielt. Darunter befand sich eine Anzahl von Inkunabeln mit Werken der Patristik, der Scholastik und zum Kirchenrecht. Dieser Bestand wurde vor allem um Nachschlagewerke, Protokoll- und Kirchenbücher ergänzt und diente vornehmlich den in Pößneck tätigen Geistlichen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schlief die Sammeltätigkeit, die nie besonders intensiv gewesen war, völlig ein. Auf diese Weise bewahrte der Bestand fast idealtypisch das Bild einer alten evangelischen Kirchenbibliothek. 1996 entschloss sich die Pößnecker Kirchengemeinde zur Veräußerung der Inkunabeln, um die dringende Sanierung ihrer Gotteshäuser finanzieren zu können. Aufgrund ihrer Bedeutung als Kern der Kirchenbibliothek wurden die Inkunabeln 1997 als Ganzes vom Freistaat Thüringen erworben und der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha übergeben. Hier wurden die Bände restauriert und sind heute geschlossen aufgestellt.

Zum Digitalisierungsprojekt

Die insgesamt 32 Werke in 29 Bänden werden im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten "Katalogisierung der Druckschriften des 15., 16. und 17. Jahrhunderts" digitalisiert und in Zusammenarbeit mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena in der "Digitalen historischen Bibliothek Erfurt/Gotha" präsentiert. Alle digitalisierten Titel sind dort, aber auch über den Online-Katalog der Bibliothek erreichbar.

Weiterführende Literatur:

Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland, hrsg. von Bernhard Fabian; Bd. 20: Thüringen H-R, bearb. von Felicitas Marwinski, S. 286-289. (Online-Version)

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