University of Erfurt

Unübersetzbarkeit

Unübersetzbarkeit: Zwei Forschungsateliers (Lille - Erfurt)

Zeiten und Orte

Teil I (Lille, 7.-9. Oktober 2010):

Literarische Unübersetzbarkeit

 

Teil II (Erfurt, 13.-15. Januar 2011):

Grenzen und Störungen sprachlicher, medialer und kultureller Übertragungsprozesse

Tagungskonzept

Im Zuge der Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten das Problem der „Übersetzung“ neue Prominenz erlangt. Sogar von einem „Translational Turn“ geht die Rede. Gesucht werden hier Verfahren zur Analyse (manchmal auch zur Steuerung) interkultureller Kommunikation. Die Rezeption des „Translational Turn“ in den Literaturwissenschaften liefert ein facettenreiches und uneinheitliches Bild, sowohl zwischen den nationalen Fachkulturen als auch jeweils in ihnen. Einerseits ist mit der Sprache das genuine Medium der Literaturwissenschaft betroffen und mit der Übersetzung eines ihrer traditionellen Themen. Andererseits übersetzt seinerseits der „Translational Turn“ Sprachlichkeit in kulturelle Codierung und verlangt nach einer kulturwissenschaftlichen Erweiterung, die oft quer zu den poetischen und ästhetischen Problemstellungen der Literaturwissenschaft steht.


Angesichts dieser Konstellation diskutiert die literaturwissenschaftliche Behandlung von Übersetzbarkeit auch den derzeitigen Ort der Literaturwissenschaft. Die beiden Forschungsateliers bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit den fachkulturellen Austausch auf unterschiedlichen Ebenen zu praktizieren:

a) thematisch bezüglich verschiedener Modelle literarischer, medialer und kultureller Übersetzung,

b) in Reflexion auf die Grundlegungen der eigenen Fachkulturen

c) in der praktizierten interkulturellen Kommunikation über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden nationalen Fachkulturen.


Inhaltlich begründet sich die Zweiteilung aus der Gliederung in Binnen- und Außenperspektive: in einem ersten Atelier soll die Spezifik der innerliterarischen Übersetzung in den Blick genommen werden, in einem zweiten Atelier sollen die literaturwissenschaftlichen Modelle mit solchen der Medien- und Kulturwissenschaften konfrontiert werden. Mit der Thematisierung der Unübersetzbarkeit bzw. der Übertragungsstörung rückt dabei eine von den Ateliers zu überprüfende Leithypothese in den Fokus: Dass dem Unübersetzbaren bzw. Unübertragbaren eventuell eine konstitutive Rolle in den Prozessen der Übersetzung bzw. Übertragung zukommen könnte, die in den Kommunikationsmodellen der „Translational Studies“ ausgeblendet bleibt.

Organisation

Für die Universität Erfurt:

Jörg Dünne & Martin Jörg Schäfer
Literaturwissenschaft der Universität Erfurt
Forum Texte - Zeichen - Medien

Für die Universität Lille:

Myriam Suchet & Jessica Wilker
Littérature comparée, Université Lille III
ALITHILA

Mit Unterstützung von:

 DFH/UFA
Région Nord - Pas de Calais
Stadt Erfurt

 

 

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