University of Erfurt

Teilprojekt 2: Vormoderner Fernhandel und Fernhandelsreisen

Zur Räumlichkeit des Fernhandels im first global age 

Im Kern geht das Projekt der Frage nach der Konstruktion, Visualisierung und Veränderung von Räumen im Zuge von Globalisierungsprozessen nach. Exemplarisch soll dies an der Herausbildung des Weltwirtschaftssystems der Frühen Neuzeit untersucht werden - allerdings weniger in einer systemtheoretischen Perspektive als aus der Perspektive der Akteure. Im Zentrum stehen einerseits reisende Händler, andererseits Handelskompanien, die Handelsnetzwerke aufbauten und an Handelsstützpunkten Niederlassungen gründeten.

Um Konstruktions- und Aneignungsprozesse wirtschaftlicher Räume besser analysieren zu können, werden folgende Untersuchenkategorien angewandt: Orts- bzw. Raumtypen (Loggias, Fondaci, Faktoreien, Herbergen, Marktplätze, Verkehrswege etc.), Raumpraktiken (Reisen, Korrespondieren, Transportieren von Waren etc.), Raumvorstellungen (geographisches Wissen der Händler, Kenntnisse über die Diffusion von Produkten und über die räumliche Konstellation der Märkte) sowie Raumproduktionen (Schaffung spezifischer Märkte durch governance und wirtschaftliches Handeln). Auf Grundlage dieser Kategorien werden die räumlichen Dimensionen der frühneuzeitlichen Fernhandelsmärkte - zu denen Konzepte, Vorstellungen und Medien (Erzählungen, Karten, Globen, Tabellen) ebenso gehören wie Praktiken, Gestaltungen und Nutzungen - strukturiert und analysiert. 

 

 

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