Antidiskriminierungsstelle

Das Thema Antidiskriminierung geht uns alle an. Die Freiheit seine Persönlichkeit auszuleben, ist seit einigen Jahren aufgrund des enormen Rechtsrucks innerhalb der Gesellschaft bedroht. Einige Parteien greifen unsere demokratischen Grundprinzipien in ihren Wurzeln an, was auch bedeutet, sie greifen unsere Mitbürger*innen und damit auch jede*n von uns selbst an. Leider kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Anfeindungen, Über- und Angriffen oder Ähnlichem.

Der StuRa hat bisher an diversen Stellen die Berichte von Menschen angenommen. Das Referat Antidiskriminierungsstelle kann dies bündeln und als Resourceperson für Betroffene agieren und sie an offizielle Beschwerdestellen usw. weiterleiten.

Das Referat soll in erster Linie Anlaufstelle für Menschen sein, die Diskriminierungserfahrungen machen mussten und sich dagegen wehren wollen oder einfach nur mitteilen. Das Referat kann die Antidiskriminierungsarbeit des StuRas bündeln und sich vor allem auf Diskriminierungen in Bezug auf Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Behinderung, Religion und Sexualität konzentrieren.

Neben den hier angegebenen Referatsleitern, steht euch ein Team aus Ansprechpartner*innen zur Verfügung, die euch gerne weiterhelfen können.

Richtlinie zum Schutz vor Diskriminierung, Belästigung und Gewalt (Ri-AGG-UE) der Universität Erfurt

Elisabeth Menne
Antidiskriminierungsstelle
(Studierendenrat)
Mitarbeitergebäude 1 (Anbau)

Veranstalltungen

Real men are feminists!? - Toxic masulinity

Auf den ‚eigenständigen Männerstandpunkt‘ ist kein Verlaß“, resümierte ein Aktivist der autonomen, pro-feministischen Männerbewegung 1995 seine sechsjährige Erfahrung in organisierten Versuchen von cis Männern, sich mit Feminismus in ein Verhältnis zu setzen und aktiv Patriarchatskritik zu betreiben. Trotz aller Widersprüche und Zweifel schließen seine Ausführungen mit der Abschlussthese: „Profeministisch orientierte Männerorganisierung von Gruppen und Einzelnen ist kein Patentrezept, bleibt aber eine unverzichtbare Etappe auf dem Weg zur herrschaftsfreien Gesellschaft!“Heute erinnert sich fast niemand mehr an diese Bewegung, ihre Auseinandersetzungen und ihr Scheitern. Über Männlichkeit und
Feminismus wird trotzdem wieder verstärkt diskutiert: „Wie wird Mann Feminist?“Dieser Frage widmen sich in den letzten Jahren nicht nur einige Veröffentlichungen, sondern vermehrt auch wieder (cis) Männer selbst z.B. in Workshops zu „Kritischer Männlichkeit“. Doch ist diese Frage überhaupt richtig gestellt? Oder bedient sie nicht vielmehr ein Bedürfnis nach einer positiven, männlichen Identität, das der Entwicklung einer antipatriarchalen Solidarität und Praxis von (cis) Männern eher im Wege steht? Der Vortrag versucht diesen Fragen nachzugehen und in der (eigenen) Geschichte (pro-) feministischer Bewegung, aktuellen Diskussionen und feministischen Analysen Antworten zu finden.

Ein Vortrag von Kim Posster mit anschließdendem Austausch, am 18.5.2022 ab 18:15 Uhr im Hörsall 5 schau vorbei!