University of Erfurt

Fromme Fürsten

Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar: Trostspruchsammlung. 1554. FBG, Chart. B 1764, Bl. 10r.
Herzog Johann Friedrich II. von Sachsen: Gedicht über die Menschwerdung Christi in Reimversen. Wiener Neustadt, 8. März 1575. FBG, Chart. A 77, Bl. 84r.

 

Je länger sich die reformatorische Bewegung im mitteldeutschen Raum entfalten konnte, desto stärker zeigte sich die neue Frömmigkeit auf allen Ebenen der Gesellschaft. Der neue Glaube führte zu einer Änderung der privaten Andachtsübungen, die auch in adligen Kreisen gepflegt wurden. Dabei rückte Jesus Christus in den Mittelpunkt der religiösen Praxis. Davon zeugen sowohl das Andachtsbuch des Kurfürsten Johann von Sachsen (1468–1532), das eine Sammlung deutscher Luther-Texte wie dem gezeigten „Sermon von der Betrachtung des heiligen Leidens Christi“ enthält, als auch das Gedicht von Herzog Johann Friedrich II. von Sachsen (1529–1595) über die wundersame Menschwerdung Christi, das er in kaiserlicher Gefangenschaft niederschrieb. Als zweiter Fixpunkt dieser Andachtsübungen dienten die Psalmen, die insbesondere in Trostspruchsammlungen, wie jene des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar (1530–1573), Verwendung fanden.

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