University of Erfurt

Der Hügel wandert - Kunst im öffentlichen Raum : Pressemitteilung Nr.: 18/2011 - 21.01.2011

„Der Hügel wandert“ ist der Titel einer Ausstellung des Fachbereichs Kunst der Universität Erfurt, die am kommenden Freitag, 28. Januar, eröffnet wird. Studierende präsentieren dabei von 10 bis 15 Uhr im Lehrgebäude 3, Am Hügel 1 in Erfurt, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit und den Projektpartnern des Ferienparks „Feuerkuppe“, einem Kinder- und Jugenderholungszentrum (KiEZ) in Straußberg bei Sondershausen.

Die Universität Erfurt bietet das Fach Kunst als Haupt- oder Nebenstudienrichtung an.  Projekte ganz unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung fördern dabei selbstständiges Denken und Arbeiten, Experimentierfreude und das Bewusstsein für künstlerische Fragestellungen der Gegenwart. Soweit nichts Ungewöhnliches. Wenn aber der Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Thema nicht das Atelier, sondern 60 Kilometer nördlich, auf der „Feuerkuppe“ ist, dann ist das für die Studierenden schon etwas Besonderes. Der Ferienpark, ein 19 Hektar großes Gelände mit 50 Bungalows, ist seit 60 Jahren Erholungsort für Kinder und Jugendliche. Im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeiter des Ferienparks beschlossen, sein etwas in die Jahre gekommenes Erscheinungsbild zu verändern. Marketing-Chef Michèl Kalensee kam auf die Idee, der Universität Erfurt das Angebot zu machen, dem Ort ein neues Gesicht zu geben. Im Wintersemester 2010/11 nahmen die Dozentinnen Lelah Ferguson, Charlotte Boesen und Professorin Dagmar Demming das Großprojekt „Umgestaltung Feuerkuppe“ dann kurzerhand in ihr Lehrangebot auf. Gemeinsam mit 40 Studierenden ging es noch vor Semesterbeginn für ein langes Arbeitswochenende in den Ferienpark, wo die Teilnehmervor Ort die ersten Ideen und Konzepte entwickelten. Ein Ideen-Buch sammelte die ersten Arbeitsergebnisse, an denen  im Lauf des Semesters weiter gearbeitet wurde. Die mutige und kreative Herangehensweise ließ ungewöhnliche Arbeiten entstehen: Türen, die in einen Wald führen, Bungalows, die völlig mit Rasen bewachsen sind und auf dessen Dachfirst ein Rasenmäher arbeitet oder ein riesiger weißer Hase sitzt. Klang- und Windobjekte, die mit den Elementen spielen und die Sinne sensibilisieren, aber auch Ideen, um den Speisesaal, mit seiner derzeit schlechten Akustik, zu einem angenehmen Ort zu machen, wurden gefunden.

Eine künstlerische Arbeit für einen öffentlichen Raum mit realen Projektpartnern zu entwickeln, das war für die Studierenden schon eine neue Herausforderung. Sie mussten sich nicht nur mit den Zielgruppen auseinandersetzen, sondern auch Einfühlungsvermögen mitbringen. Nach der Präsentation am kommenden Freitag werden die Studenten nun erfahren, welche ihrer künstlerischen Arbeiten für eine Realisierung geeignet sind und die Projektpartner für eine Umsetzung überzeugen konnten.

Weitere Informationen / Kontakt:

Prof. Dagmar Demming

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