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Interview mit Theresa Piss zum Auslandspraktikum in Den Haag

Welches Land hast du besucht und für welchen Zeitraum warst du dort?

Ich war für etwa 4 Monate in den Niederlanden, in Den Haag. 

Warum hast du dich für dein Gastland und die jeweilige Praktikumsschule entschieden?

Ich wollte gern in ein nord- oder westeuropäisches Land und habe mich da breit beworben, von Den Haag kam schließlich die Zusage. 

Hast du dein Praktikum an einer einheimischen Schule oder einer Auslandsschule absolviert?

Ich war an der Deutschen Internationalen Schule Den Haag, an einer deutschen Auslandsschule also. 

Wie unterschied sich deine Schule im Ausland von denen in Deutschland? Wie haben die Schülerinnen und Schüler in deinem Gastland gelernt?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Hauptunterschied nicht der Standort, sondern die Differenz zwischen staatlicher und privater Schule war. Hinzu kam das internationale Umfeld, was auf jeden Fall durch die Stadt, die Lage und die Schüler*innen- bzw. Elternschaft zu begründen ist. 

Größere Unterschiede beim Lernen konnte ich ehrlich gesagt nicht feststellen. 

Hast du ein besonderes Projekt begleitet oder geleitet?

Besonders, ob es besonders war oder nicht kann ich nicht einschätzen. Ich habe mich zum Beispiel bei 2 wundervollen Projekten mit eingebracht. Einerseits eine Charity-Aktion vor Weihnachten, bei der wir Lebensmittelspenden für etwas wie die niederländische "Tafel" gesammelt haben und außerdem beim Weihnachtskonzert.  Bei dem ich, auf Grund von fehlendem musikalischen Talent, bei der Betreuung der Kinder mitgewirkt habe. 

War es einfach, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen?

Eindeutig JEIN! Alle waren offen und herzlich, aber richtig guten Kontakt im Sinne von gemeinsamen Unternehmungen abendliche Barbesuche und so weiter hatte ich hauptsächlich mit Kolleg*innen. 

Wie hoch waren die Lebenshaltungskosten an deinem Praktikumsort?

Hoch! Durch ein Stipendium aber finanzierbar. Das größte Problem ist in Den Haag, und das nicht nur für Praktikant*innen, bezahlbarer Wohnraum. 

Was war die größte Herausforderung im Zusammenhang mit deinem Auslandsaufenthalt?

Wie eben schon gesagt: bezahlbarer Wohnraum. Da kann man dann auch leider nicht zu wählerisch sein. 

Was aus Deutschland hast du am meisten vermisst?

Ich weiß, an dieser Stelle sollte auf jeden Fall so etwas wie "meine Freunde und meine Familie" stehen, aber ich habe die Zeit so genießen können und alles verging so schnell, dass gar keine Zeit zu vermissen geblieben ist. 

Was vermisst du aus deinem Gastland?

Die Offenheit der Menschen, das internationale Umfeld, meine Klasse, mein Kollegium und das Meer bzw. die Möglichkeit nach Schulschluss einfach am Meer spazieren gehen zu können. 

Was würdest du anderen empfehlen, die über einen Auslandsaufenthalt nachdenken? Welche drei Gründe sprechen dafür, sein Praktikum im Ausland zu absolvieren?

Geh! Wirf alle Zweifel über Board, nimm deinen Mut zusammen nutze die Chance! 

Nur 3 Gründe zu nennen fällt mir schwer:

  1. Die neuen Menschen die du kennenlernen wirst und alte Freundschaften die du erst richtig zu schätzen lernen wirst.
     
  2. Ich weiß ich wiederhole mich aber: Das internationale Umfeld.
     
  3. Man lernt viel über sich selbst über die eigenen Grenzen und wie leicht es sein kann diese Grenzen zu überschreiten und Neues zu entdecken. 

Was hast du aus deinem Land mitgenommen oder gewonnen? Erfahrungen, Gegenstände, Freunde oder Inspirationen?

Jede Menge Erfahrungen, wundervolle Menschen, denen ich begegnet bin, Grundkenntnisse in einer neuen Sprache, jede Menge Käse (ein bisschen Klischee muss sein), neue Methoden und Unterrichtsideen...