Küste mit Wasser

Interview mit Lisa Kriebel zum Auslandspraktikum auf Teneriffa

Welches Land hast du besucht und für welchen Zeitraum warst du dort?

Ich war auf der kanarischen Insel Teneriffa, Spanien von September 2020 bis Februar 2021, um dem deutschen Winter zu entfliehen.

Warum hast du dich für dein Gastland und die jeweilige Praktikumsschule entschieden?

Ich wollte schon immer ein Auslandssemester in Spanien absolvieren, da ich mich sehr für die spanische Kulter, die Sprache und das Leben interessiere. Natürlich ist auch das gute Wetter ein wichtiger Faktor. Die Deutsche Schule auf Teneriffa hat einen sehr guten Ruf und hat mir sehr zügig eine Zusage erteilt, da habe ich meine Chance genutzt.

Hast du dein Praktikum an einer einheimischen Schule oder einer Auslandsschule absolviert?

Ich habe mein Praktikum an einer Deutschen Schule im Ausland absolviert.

Wie unterschied sich deine Schule im Ausland von denen in Deutschland? Wie haben die Schülerinnen und Schüler in deinem Gastland gelernt?

Die Schule ist eine Gesamtschule, welche bereits ab dem Kindergarten bis zum Abitur ausbildet. Andere Unterschiede zu einer deutschen Schule  gibt es nicht, bis auf zwei zusätzliche Fächer.
Die SchülerInnen lernen bereits im Kindergarten durch deutsche Erzieher die Sprache..Weiterhin werden alle weiteren Fächer der Grundschule auf Deutsch unterrichtet, dazu gehören Deutsch, Sachunterricht, Mathe, Kunst, Musik, Ethik, Sport,...  Viele von ihnen sind Spanier, daher wird ab der Grundschule sowohl Spanisch als Sprache in Wort und Schrift unterrichtet, als auch Sachunterricht auf spanisch zusätzlich unterricht

Hast du ein besonderes Projekt begleitet oder geleitet?

Nein, da wir leider in der Corona-Zeit sehr eingeschränkt im Unterrichten waren und nur Fronatlunterricht durchgeführt werden durfte bzw. kontaktloses Arbeiten im Unterricht. ZUdem durften die Klassen sich nicht vermischen.

War es einfach, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen?

Wir haben sehr in unserer deutschen Blase mit Praktikanten und Lehrern der Schule gelebt. Da während Corona keine Veranstaltungen stattfinden durften, war es daher auch schwer EInheimische kennenzulernen. In einigen Bars und Restaurants kam es zu Bekanntschaften anderer Erasmus-Studenten und auch mit dem Mann aus dem Supermarkt konnte man immer ein kleines Gespräch führen.

Wie hoch waren die Lebenshaltungskosten an deinem Praktikumsort?

Das Wohnen auf Teneriffa, sowie Busfahrten und Eintritte sind teuer. Hier lohnt es sich die Residencia zu beantragen, welche Vergünstigen für Bewohner ermöglichen Allerdings kann man sehr gut günstig essen gehen aber auch günstig essen einkaufen.

Was war die größte Herausforderung im Zusammenhang mit deinem Auslandsaufenthalt?

Die ständige Ungewissheit ob ich das Praktikum antreten kann und ob ich es bis zum Ende durchziehen kann. 
Und die Unregelmäßigkeit der Busse, Deutsche sind solch eine Unpünktlichkeit nicht gewöhnt.

Was aus Deutschland hast du am meisten vermisst?

Halloumi und Wiesen.

Was vermisst du aus deinem Gastland?

Die leckeren Tapas, den frischen Fisch, das Meer, die Sonne und die Natur.

Was würdest du anderen empfehlen, die über einen Auslandsaufenthalt nachdenken? Welche drei Gründe sprechen dafür, sein Praktikum im Ausland zu absolvieren?

DU wächst sehr über dich hinaus in dem du allein in ein anderes Land gehst und auf dich allein gestellt bist. 
DU wirst sozial offen und nimmst eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse mit nachhause.
DU lernst eine neue Sprache und tauchst in ein anderes Land ein.

Was hast du aus deinem Land mitgenommen oder gewonnen? Erfahrungen, Gegenstände, Freunde oder Inspirationen?

Die Personen, die du auf solchen Reisen triffst haben meistens eine ähnliche Motivation wie du in diesem Land zu sein, wodurch eine Freundschaft bzw. eine nette Bekanntschaft vorprogrammiert ist. Auch ich habe dort sehr gute Freundschaften geschlossen. 
Ich habe eine so beeindruckende Natur gesehen, welche durch viele unterschiedliche Klimazonen geformt wurde und so viele Möglichkeiten bietet, sodass einige Erlebnisse für immer in meinem Herzen bleiben werden.
Die Möglichkeiten dort haben mir geholfen über mich hinaus zuwachsen und 3 700 m einen Vulkan zu besteigen, sowie einen Tauchschein zu machen, was ich mir nie erträumt hätte.