| Erfurt Laboratory for Empirical Research, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Katholisch-Theologische Fakultät, Philosophische Fakultät, Staatswissenschaftliche Fakultät, Forschung, Hochschule, Veranstaltungen

ErfurtLab lädt zum Kolloquium "Repräsentative Stichprobenziehung" ein

Das Erfurt Laboratory for Empirical Research (ErfurtLab) der Universität Erfurt lädt am Donnerstag, 4. November, zu einem Kolloquium ein, in dessen Mittelpunkt die "Repräsentative Stichprobenziehung" steht. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an empirische/quantitativ forschenden Kolleg*innen und deren Studierende, steht aber auch Teilnehmer*innen aus anderen Fachbereichen oder von außerhalb der Universität Erfurt offen. Beginn ist um 12 Uhr im Hörsaal 5, Lehrgebäude 2.

Das Kolloquium findet statt vor dem Hintergrund eines stärker werdenden Trends zur Nutzung von repräsentativen Stichproben auch in Fachbereichen, in denen dies bisher nicht der Fall war (z.B. Psychologie, Bildungsforschung, Verhaltensökonomie). Im Zuge dieser Entwicklung, die durch den pandemiebedingt verstärkten Einsatz von Online-Befragungen beschleunigt wurde, haben sich in den vergangenen Jahren eine Reihe außeruniversitärer Anbieter dem Aufbau von Plattformen zur Rekrutierung von Teilnehmer*innen gewidmet. Mit dem Einsatz repräsentativer Stichproben wird dabei häufig die Erwartung einer höheren externen Validität der Forschungsergebnisse verbunden, d.h. einer stärkeren Aussagekraft der Erkenntnisse für Phänomene und Entwicklungen in der Welt „da draußen“.

"Vor diesem Hintergrund möchte das Kolloquium durch eine Reihe von Impulsvorträgen und der daraus entstehenden Diskussion einen kritischen Blick auf tatsächliche Qualität von repräsentativen Stichproben werfen und der Frage nachgehen wie weit diese Erwartungen tatsächlich erfüllt werden können", erklärt Dr. Thomas Lauer, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ErfurtLab. Dazu sollen repräsentative Stichprobenziehungen nicht nur aus wissenschaftlicher und methodischer Sicht, sondern auch in der praktischen Umsetzung beleuchtet werden. Diese praktische Sichtweise wird vor allem im Vortrag von Michael Kunert, dem Geschäftsführer des Meinungs- und Wahlforschungsinstituts Infratest dimap, eine Rolle spielen. 

Das Kolloquium fungiert zugleich als Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen, die sich mit methodischen Fragen der empirischen Verhaltensforschung auseinandersetzen werden.

Um Anmeldung bis zum 1.11. per E-Mail bei Cindy Engel (cindy.engel@uni-erfurt.de) wird gebeten.

Programm:

12 bis 13 Uhr
Johannes Bauer (Professor für Bildungsforschung und Methodenlehre // Universität Erfurt)
Reality Check - Repräsentative Stichproben in der Empirischen Bildungsforschung

13 bis 14 Uhr
Frank Renkewitz (Professur  Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie // Universität Erfurt)
Repräsentativität und Heterogenität

14 bis 15 Uhr
Michael Kunert (Geschäftsführer Infratest dimap)
Herausforderung Demoskopie

Weitere Informationen / Kontakt:

Wissenschaftlicher Geschäftsführer
(ErfurtLab)
Lehrgebäude 2 / Raum 130d
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
zur Profilseite