Unser Forschungsprofil

Die Inklusion bzw. Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit sprachlich-kommunikativen Unterstützungsbedarf gilt als übergeordnete Aufgabe der Sprachbehindertenpädagogik und kennzeichnet unser Forschungsprofil in expliziter Weise.

Methodisch kommen in unseren bisherigen Forschungsprojekten neben konzeptuell-theoretischen Ansätzen (kooperative Pädagogik & Didaktik, kommunikative Teilhabe), Methoden der Fragebogenentwicklung bzw. -adaption, deren formative und psychometrische Evaluation, systematische Reviews, Einsatz von bildgebenden Verfahren (MRT/fMRT), sowie Erhebung quantitativ(-qualitativer) Daten zu Grundlagenforschung und Therapieeffektivität zum Tragen.

Forschungsschwerpunkt 1: Kommunikative Partizipation [Teilhabe] in schulischen und außerschulischen Kontexten und Lebensqualität bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit sprachlich-kommunikativem Unterstützungsbedarf
Dieser Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab, Gelingensfaktoren für eine adäquate Inklusion von Menschen mit sprachlich-kommunikativem Unterstützungsbedarf herauszuarbeiten. Er umfasst die Grundlagenforschung zu der Einstellung zu dem eigenen Sprechen und das Wohlbefinden damit, sowie zu Barrieren und Förderfaktoren in Bezug auf die Sprachhandlungskompetenz von Kindern und Jugendlichen mit sprachlichem Förderbedarf. Ziel ist die Erforschung der gesellschaftlichen, institutionellen und individuellen Voraussetzungen zur Verbesserung der (kommunikativen) Teilhabe in inklusiven schulischen, wie außerschulischen Settings (ICF-CY, WHO 2007; UN-Konvention, 2006; KMK, 2011).

Forschungsschwerpunkt 2: Verständlichkeit im Kontext bei Kindern mit Aussprachestörung
Dieser Schwerpunkt zielt auch auf die Inklusion von Kindern mit Sprach- bzw. Sprechstörungen, hierbei aber explizit auf den Einfluss einer Aussprachestörung auf die Verständlichkeit im sozialen Kontext. Hieraus sollen Prädiktoren für eine eingeschränkte Verständlichkeit herausgestellt werden, um darauf aufbauend ideale diagnostische und bestenfalls präventive sprachpädagogische Maßnahmen zu entwickeln.

Forschungsschwerpunkt 3: Therapieeffektivität bei Kindern  mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildungen (LKGSF)