SPF Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung. Philosophische Fakultät

Handbuch und Untersuchung antiker Zauberzeichen von ihren Ursprüngen bis in das 7. Jahrhundert

Kirsten Dzwiza: Zauberzeichen bilden eine formenreiche, bisher nicht gedeutete Gruppe antiker Zeichen, die ausschließlich in Kontexten der Interaktion mit höheren Mächten auftreten und als nicht lesbar oder kryptisch klassifiziert werden. Das Ziel des Projekts ist es, die seit gut 100 Jahren formulierten Forschungslücken mit der Erstellung eines Inventars der Zauberzeichen, eines Handbuchs der Quellen und der Beantwortung der dringlichsten Fragestellungen zu schließen.

Laufzeit
01/2017 - 12/2019

Finanzierung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) :
277000 Euro

Zauberzeichen bilden eine formenreiche, bisher nicht gedeutete Gruppe antiker Zeichen, die ausschließlich in Kontexten der Interaktion mit höheren Mächten auftreten und als nicht lesbar oder kryptisch klassifiziert werden. Die frühesten Belege aus dem 1. Jh. n. Chr. sind in griechischer, kurz darauf in hebräischer und lateinischer Sprache aus Griechenland, Großbritannien und Frankreich überliefert, etwa gleichzeitig mit einer griechischen Ritualanleitung aus Ägypten, in der erstmals der antike Fachbegriff Charaktêres in Erscheinung tritt. Bereits im 2. Jh. ist die Verwendung von Zauberzeichen im gesamten Römischen Reich und in Verbindung mit griechischen, ägyptischen, römischen und jüdischen Elementen verbreitet. Seit dem 3. Jh. finden sich die Zeichen in demotischen und koptischen Texten und seit dem 4. Jh. in aramäischen.

Das Ziel des Projekts ist es, die seit gut 100 Jahren formulierten Forschungslücken mit der Erstellung eines Inventars der Zauberzeichen, eines Handbuchs der Quellen und der Beantwortung der dringlichsten Fragestellungen zu schließen.

Religionsforschung Ritualforschung Kryptographie und Steganographie in religiösen Kontexten Imaginationsräume Antike Magieforschung Magie im Römischen Reich

Schwerpunktfeld

Religion. Gesellschaft. Weltbeziehung.