Wissen. Räume. Medien.

Personen schauen auf Karten in der Forschungsbibliothek Gotha

Das Schwerpunktfeld "Wissen. Räume. Medien" hat sich 2017 neu konstituiert, um der (vor allem mit dem Forschungszentrum Gotha verbundenen) Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, der historisch-kulturwissenschaftlichen Raumforschung sowie der medienbezogenen Forschung eine gemeinsame Basis zu schaffen. Die Vielfalt der Projekte sowie übergreifende Kooperationen zeigen seit Längerem, dass es sich hier um ein attraktives, ausbaufähiges Forschungsfeld handelt. Untersucht werden im Verbund der Standorte Gotha und Erfurt die wechselseitigen Konstitutionsprozesse von Wissen, Räumen und Medien. Verbindende Fragestellungen ergeben sich aus jeder dieser drei Perspektiven, etwa: Wie wird Wissen in Praktiken, Medien und Objekten konstituiert, geordnet und historisiert? Wie wird Wissen verräumlicht (in Archiven, Sammlungen, Ausstellungen), und wie werden Räume durch Praktiken, Wissen und Medien hergestellt? Wie tragen Medien zur Erzeugung, Speicherung, Vermittlung und Transformation von Wissen bei? Und inwiefern konstituieren Medien Räume? Das Schwerpunktfeld bildet damit im Kern eine spezifisch Erfurter Kulturwissenschaft, die auch sozialwissenschaftliche Herangehensweisen integriert und – etwa in der Kolleg-Forschergruppe "Religion und Urbanität: Wechselseitige Formierungen" – Religionsforschung integriert.

Forschungsprojekte des Schwerpunktfelds

News

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt angesiedelte Projekt "Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: Ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts" für weitere zwölf Monate mit insgesamt…

Sind Erfurter Baustellen ein Fluch oder Segen? Was sind rosa Momente im Rieth oder wie viele Fynn Kliemänner gibt es in Erfurt? Diese und andere Fragen stellten sich Studierende der Universität Erfurt im Rahmen des fotojournalistischen Praxisseminars…

Im Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" lässt ein innovatives Projekt die Zeit des Aufbruchs vor 150 Jahren lebendig werden: die virtuelle Rekonstruktion der Großen Synagoge. Beteiligt ist auch die Universität Erfurt.

Bei wbg in Darmstadt ist unter dem Titel "Theon von Smyrna: Mathematik für die Platonlektüre" ein neues Buch von Kai Brodersen, Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, erschienen.

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