Universität Erfurt

Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Erfurt

Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte: Geschichte

Laufzeit

2015–2016

Finanzierung

Landeshauptstadt München: 98.600 Euro 

Projektleitung

Prof. Dr. Christiane Kuller

Prof. Dr. Christiane Kuller

 

 

 

Projektbeschreibung

Die Münchner Beschlagnahme, die eine der größten staatlichen Kunstraubaktionen im Altreichsgebiet während der NS-Zeit einleitete, wurde von der Geheimen Staatspolizei durchgeführt. Beteiligt waren aber auch Kunstsachverständige, Kunsthändler und Leiter von Museen (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Bayerisches Nationalmuseum, Städtische Galerie, Historisches Stadtmuseum) sowie staatliche, städtische und NSDAP-Behörden. Die über 2000 konfiszierten Kunstgegenstände befanden sich später an den unterschiedlichsten Orten; das Spektrum reichte von Galerien und Museen über das Münchner Oberfinanzpräsidium und die Gauleitung München-Oberbayern bis zur NSDAP-Parteikanzlei in München. Wie es zu der Aktion kam, welche Motive und Interessen dahinter standen, wer davon profitierte und wie Beteiligte und Betroffene nach Kriegsende darüber sprachen - und schwiegen -, wird Gegenstand des Forschungsprojektes sein. Sein Hauptziel besteht darin, die Beschlagnahmeaktion umfassend zu erforschen und sie in ihrem historischen Umfeld einzuordnen.

Weitere Informationen

Thematische Einordnung (Schlagworte)

  • Geschichte
  • Politik

Dr. Peter Schröder, letzte Änderung: 30.01.2019

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