Universität Erfurt

Die katastrophische Feerie. Diskontinuität, Spektakularität und die französische Moderne: Grundlagenforschung

Laufzeit

04/2012–03/2015

Finanzierung

DFG (Sachbeihilfe): ca. 189.000 Euro (ohne Programmpauschale)

Im Rahmen des Projekts wurden, ebenfalls bei der DFG, für eine  Abschlusstagung zum Thema "Spektakuläre Katastrophen, katastrophische Spektakel", die im März 2015 stattfand, zusätzlich 5.400 Euro an Mitteln im Förderformat "Internationale wissenschaftliche Veranstaltungen" beantragt und genehmigt (Antragsteller: Jörg Dünne, Mitantragstellerinnen: Gesine Hindemith und Judith Kasper).

Projektleitung

Prof. Dr. Jörg Dünne, Romanistische Literaturwissenschaft

Team

Dr. Gesine Hindemith

Kooperationspartner

PD Dr. Judith Kasper (LUM München) u.a.

Projektbeschreibung

Das Projekt widmet sich der Rehabilitierung der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen, vor allem im Frankreich des 19. Jahrhunderts populären Gattung der Feerie. Über die bisher in der Forschung vorherrschende Einordnung als reine Unterhaltungsgattung hinaus soll es darum gehen, die Feerie als paradigmatisch für eine spezifische Erfahrung moderner Zeitlichkeit zu erfassen, die sich durch die ästhetische Form einer spektakulären Diskontinuität auszeichnet. Die Feerie wird vor allem als Brückengattung zwischen Theater und Film um 1900 zunächst auf die ästhetischen Effekte ihrer Tableaustruktur hin in den Blick genommen. Weiterhin soll anhand von narrativen Anverwandlungen katastrophischer Feerien in der französischen Erzählliteratur von Flaubert bis Céline untersucht werden, wie im Erzähltext Strukturen des Spektakulären entstehen, die herkömmliche Formen narrativer Zeitorganisation kontaminieren. Und schließlich wird es um die Frage gehen, inwiefern die spektakuläre Diskontinuität der Feerie paradigmatisch für eine spezifische Vorstellung von der ästhetischen sowie wissensgeschichtlichen Moderne als ganzer sein könnte, die zwischen Katastrophismus und magischer Sichtbarmachung von Unsichtbarem oszilliert.

Schwerpunktfeld

Thematische Einordnung (Schlagworte)

  • Literaturwissenschaft
  • Frankoromanistik

Prof. Dr. Jörg Dünne, letzte Änderung: 30.01.2019

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