Universität Erfurt

Kartographische Quellen und Territoriale Transformationen Äthiopiens seit dem späten 18. Jahrhundert - ETHIOMAP: Kartografiegeschichte

Laufzeit

01/2016–01/2019

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft: ca. 106.000 Euro

Projektleitung

Dr. Wolbert Smidt, Assoc.-Prof. Forschungszentrum Gotha

Team

  • Assoc.-Prof. Dr. Wolbert Smidt, akademisches Mitglied des FZ Gotha / Mekelle University
  • Prof. Dr. Iris Schröder, Stellv. Direktorin des FZ Gotha, Universität Erfurt
  • Alexander Meckelburg, Hiob-Ludolf-Zentrum für Äthiopistik, Universität Hamburg
  • Fesseha Berhe, Department of History and Heritage Management, Mekelle University, Äthiopien / Herzog-Ernst-Stipendiat am FZ Gotha 2016
  • Dr. Markus Höhne, Max-Planck-Institut für Ethnologie, Halle/S. / IMAF
  • Dr. Eloi Ficquet, EHESS, Paris, Leiter des französischen Partnerprojektes

Kooperationspartner

  • École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), Paris - Hauptpartner durch ANR-Finanzierung des französischen Partnerprojektes
  • Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt
  • Mekelle University, Tigray, Äthiopien
  • Max-Planck-Institut für Ethnologie, Halle/Saale
  • Centre français des études éthiopiennes (CFEE), Addis Abeba, Äthiopien
  • Hiob-Ludolf-Zentrum für Äthiopistik, Universität Hamburg

Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt besteht aus zwei Partnerprojekten, die parallel in Frankreich (gefördert von der ANR) und in Deutschland (gefördert von der DFG) durchgeführt werden. Ziel des Forschungsprojekts ist die systematische Erfassung, Klassifikation und Analyse von in der Äthiopien-Forschung vielfach unbekannten historischen Karten aus und zu Äthiopien. Funde von auch den beteiligten Forschern noch völlig unbekanntem Kartenmaterial, das wichtige kulturhistorische und historische Einsichten bieten wird, sind dabei zu erwarten. Damit wird nicht nur eine Lücke in der globalen Kartografiegeschichte geschlossen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt von indigenem territorialem Wissen geleistet, das vor allem in der Phase vor der Kolonialisierung in die aufgrund von lokaler Mitarbeit entstandenen Karten eingeflossen ist, und damit von originalem afrikanischem Kulturerbe. Dies ist auch ein Beitrag zum „Nation-Building“ in Äthiopien, da dort verlässliches Material zur soziopolitischen Territorialgeschichte kaum existiert. Das Projekt verbindet digitale Methoden mit historisch gewachsener Nordostafrika- bzw. Äthiopienforschung und einem Fundus historischer Kartenarchivschätze, die weitgehend unbearbeitet sind. Ziel ist die Publikation eines Buches, das die wichtigsten Karten dokumentiert, analysiert und indexiert, und eine von den französischen Partnern verantwortete, in Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern zu erstellende digitale Datenbank zur Dokumentation und Indexierung von für die Forschung wichtigem Kartenmaterial.

Weitere Informationen

Schwerpunktfeld

Thematische Einordnung (Schlagworte)

  • Kartografiegeschichte
  • Forschungsgeschichte
  • Ethnohistorie
  • afrikanisches Kulturerbe
  • afrikanische Geschichte
  • Geographiegeschichte
  • Kolonialgeschichte
  • Äthiopistik

Wolbert Smidt, letzte Änderung: 29.01.2019

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