Dr. cand. Jacob Schilling

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Erschließung der Korrespondenz und der Lebenszeugnisse Veit Ludwig von Seckendorffs (1626-1692)" (Forschungsbibliothek Gotha (FBG))

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Dr. cand. Jacob Schilling

Forschung

Ich beschäftige mich hauptsächlich mit den Praktiken der Gelehrsamkeit, vor allem der Historiographie, im 17. und 18. Jahrhundert. Mein Hauptinteresse liegt dabei auf Untersuchungen zur Ökonomie des Wissens und Rechnungen als Quellen für die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit. Daneben beschäftige ich mich mit der Standeskultur von Gelehrten, besonders mit dem Verhältnis von Adel und Gelehrtenstand sowie allgemeinhistorisch mit der Diplomatie und Politik der Vorgeschichte und Frühphase des Dreißigjährigen Krieges.

Forschungsprojekte

Erschließung der Korrespondenz und Lebenszeugnisse Veit Ludwig von Seckendorffs (1626-1692)

In dem Projekt werden die in mehr als 30 Archiven und Bibliotheken aufbewahrten etwa 7900 erhaltenen Dokumente Seckendorffs erschlossen und in der Verbunddatenbank Kalliope der Staatsbibliothek Berlin zu einem virtuellen Nachlass zusammengeführt. Damit wird die Grundlage geschaffen für eine quellengestützte Auseinandersetzung nicht nur mit Leben und Werk Seckendorffs, sondern darüber hinaus der mitteldeutschen res publica litteraria insgesamt.

Curriculum Vitae

Biographie

Berufliche und akademische Tätigkeiten

seit 01/2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter „Erschließung der Korrespondenz und Lebenszeugnisse Veit Ludwig von Seckendorffs“

2017-2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leopoldina (Halle/Saale) im Projekt „Prosopographie der frühneuzeitlichen Leopoldinamitglieder (1652-1800)“

2014-2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg im DFG-Projekt „Historisches Wissen aus Archiven“ (Leitung: Prof. Dr. Markus Friedrich)

Akademischer Werdegang

Dissertation (Neuere Geschichte), Universität Hamburg, „Gelehrte Praktiken in der Erforschung der Vergangenheit am Beispiel von Caspar Sagittarius (1643-1694)“

2012 Magister Artium (Neuere Geschichte), Humboldt-Universität zu Berlin, Magisterarbeit: „Die Politik der Anhaltiner zur Sicherung von Dynastie und Herrschaft in der Frühphase des Dreißigjährigen Krieges“

Bibliographie

Herausgeberschaften

Praktiken frühneuzeitlicher Historiographie (Cultures and Practices of Knowledge in History 2). Berlin, Boston 2019 (zusammen mit Markus Friedrich, Hamburg).

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

Christian von Anhalt-Bernburg – »Kleiner Reichsfürst« oder »Agitator des europäischen Umsturzes«?, in: Andreas Erb und Andreas Pečar (Hg.): Der Dreißigjährige Krieg und die mitteldeutschen Reichsfürsten. Politische Handlungsstrategien und Überlebensmuster, Halle (Saale) 2020, S. 18-37.
zur Verlagshomepage

Caspar Sagittarius und die Numismatik seiner Schüler, in: Neues Archiv für sächsische Geschichte 89 (2018), 143-157.

Vom Adel des Professors. Nobilitierungen an mitteldeutschen Universitäten im 18. Jahrhundert, in: Paul Beckus, Thomas Grunewald, Matthias Roscher (Hg.): Niederadel im Mitteldeutschen Raum (um 1700-1806), Halle (Saale) 2019, 47-70.

Der "Blick über die Schulter" in die "Werkstatt" des Historikers. Einleitende Bemerkungen zu Thema, Ansatz und Interesse einer Wissensgeschichte von Historiographie (zus. mit Markus Friedrich), in: Markus Friedrich und Jacob Schilling (Hg): Praktiken frühneuzeitlicher Historiographie (Cultures and practices of knowledge in history 2). Berlin; Boston 2019, S. 1-18.