Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Forschung

Forschungsprojekte zur Kultur- und Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit

Reaching for Atlantis. The cultural biographies of objects under the Swedish Empire and beyond.

Ansprechpartner: Dr. Bernhard Schirg

‘Reaching for Atlantis’ focusses on telling the history of objects that were subject to the massive reinterpretation of material culture under the Swedish Empire (ca. 1650–1720). Establishing a digital repository will allow to bring together contemporary as well as previous and later contextualisations of selected objects. Mehr

Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: Ein numismatisches Corpus des 16. Jahrhunderts

Ansprechpartner: Dr. Volker Heenes und Dr. Dirk Jacob Jansen

Jacopo Strada (etwa 1515–1588), Antiquar, Architekt und Antikenhändler, schuf Mitte des 16. Jahr-hunderts für seinen Patron Johann Jakob Fugger ein 30 Bände umfassendes Corpus, das Magnum ac Novum Opus (MaNO). Das Projekt führt das numismatische Corpus Jacopo Stradas zusammen, analysiert es in seinem historischen und künstlerischen Kontext, erforscht die Quellen und arbeitet dessen Bedeutung für die Wissenschaftsgeschichte der Numismatik und der antiquarischen Forschung im 16. Jahr-hundert heraus. Mehr

[NUMiD] Geschichte prägen/Werte bewahren

Ansprechpartner: PD Dr. Pascal Weitmann

Im Verbundprojekt "[NUMiD] Geschichte prägen / Werte bewahren" setzen die Universitäten in Düsseldorf, Erfurt und Frankfurt/M., unterstützt vom Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin sowie in enger Kooperation mit 25 universitären Münzsammlungen aus ganz Deutschland, ein gemeinsames Forschungs-, Lehr- und Verwertungskonzept im Bereich der sammlungsbasierten Numismatik um. Der Verbund bildet einen Cluster weltweit einmaliger, innovativer Grundlagen- und Spitzenforschung. Mehr

Geld-Macht-Herrschaft. Landesherrliche Finanzen und Rechnungswesen im Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg 1672-1804 in vergleichender Perspektive

Ansprechpartner: Dr. Holger Kürbis 

Gegenstand des Projektes ist die quellennahe Analyse der landesherrlichen Finanzen des Herzogtums Sachsen-Gotha und Altenburg im späten 17. und im 18. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die langfristige Entwicklung der herzoglichen Einnahmen und Ausgaben im institutionellen Rahmen der Gothaer Finanzverwaltung verbunden mit der Tiefenanalyse ausgewählter Bereiche der Einnahmen und Ausgaben. Mehr

Natural Law 1625–1850

Ansprechpartner: Dr. Mikkel Munthe Jensen

The project aims at developing and implementing a prosopographical data model concerning early modern natural law scholars with the specific aim of creating a database that can benefit all researchers and students with interest in early modern natural law and its institutional, social and political setting.  Mehr

Edition des Briefwechsels von Garlieb Merkel

Ansprechpartner: Dr. Dirk Sangmeister

Leben und Werk des baltisch-deutschen Schriftstellers und Publizisten Garlieb Merkel (1769-1850) sind aus zwei Perspektiven international bedeutsam: Aus Sicht der Germanistik gilt Merkel aufgrund seines Wirkens in Deutschland 1796-1806 als interessante, dabei aber ambivalente Figur, weil er einerseits ein befreundeter Mitstreiter von namhaften Schriftstellern, andererseits aber zugleich einer der hartnäckigsten Widersacher der vor allem in Jena beheimateten (Früh-) Romantiker wie auch Goethes gewesen ist. Unbestritten sind seine Verdienste als »Erfinder des deutschen Feuilletons« während seiner Jahre als Publizist in Berlin (1799-1806). Mehr

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Forschungsprojekte zur Kultur- und Wissensgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Karten – Meere. Für eine Geschichte der Globalisierung vom Wasser aus

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Iris Schröder

Das Projekt will eine Geschichte der globalen Umbrüche von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts vom Wasser aus und an Karten erzählen. Dabei folgt es der These, dass in See- und Meereskarten ein tiefgreifender materieller und technischer Wandel greifbar und nachvollziehbar wird – und mithin die visuelle Genese der globalen Welt mit all den dazugehörigen Voraussetzungen und Verwerfungen. Mehr

Äthiopien, Ausschnitt aus: Hermann Berghaus, Chart of the World, 6. Auflage, Gotha: Justus Perthes 1871, © Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt

Kartographische Quellen und Territoriale Transformationen Äthiopiens seit dem späten 18. Jahrhundert - ETHIOMAP

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Iris Schröder

Ziel des Forschungsprojekts ist die systematische Erfassung, Klassifikation und Analyse von in der Äthiopien-Forschung vielfach unbekannten historischen Karten aus und zu Äthiopien. Funde von auch den beteiligten Forschern noch völlig unbekanntem Kartenmaterial, das wichtige kulturhistorische und historische Einsichten bieten wird, sind dabei zu erwarten. Mehr

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Forschungs-/Arbeitsstellen

Arbeitsstelle Illuminatenforschung

Ansprechpartner: Dr. Markus Meumann

Die 2018 am Forschungszentrum Gotha eingerichtete Arbeitsstelle hat sich die historische Erforschung des von 1776/78 bis 1787/88 existierenden Illuminatenordens zur Aufgabe gemacht. Wichtigstes Ziel ist es dabei, die schriftlichen Nachlässe des Ordens und seiner Mitglieder so zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen, dass sie auch anderen Forscher*innen sowie allen an der Geschichte des Ordens Interessierten für ihre eigenen Forschungsinteressen und –projekte zur Verfügung stehen. Mehr

Forschungsstelle für Frühneuzeitliches Naturrecht

Ansprechpartner: Dr. Mikkel Munthe Jensen

Die Forschungsstelle für Frühneuzeitliches Naturrecht wurde 2016 gegründet und ist seit 2019 eine gemeinsame Einrichtung des Max-Weber-Kollegs und des Forschungszentrums Gotha. Ihre Aufgabe ist die bereits laufenden Forschungen zum Naturrecht der Frühen Neuzeit zu koordinieren und neue Vorhaben anzuregen. Der dabei in den Blick genommene zeitliche Rahmen erstreckt sich von der Reformation bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, wobei das Hauptaugenmerk auf die Blütezeit des Naturrechts in der Ära nach Hugo Grotius und insbesondere auf der  akademischen Institutionalisierung des Naturrechts in ganz Europa liegt. Mehr

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Abteilungsübergreifende Forschungsprojekte

FactGrid - a database for historians

Ansprechpartner: Dr. Olaf Simons

Das FactGrid ist eine Instanz der Digital Humanities, die für die geschichtswissenschaftliche Forschung entworfen wird und gleichzeitig ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Projekt. Beim FactGrid handelt es sich um eine Wikibase-Datenbank. In gewisser Hinsicht ermöglicht sie alles, was Wikipedia kann: Mit ihr können beliebige Informationen auf Seiten zusammengestellt und die Informationen verlinkt werden. Anders als in Wikipedia werden hier jedoch keine Artikel geschrieben, sondern Aussagen gesammelt. Mehr

Gotha um 1800. Natur - Wissenschaft - Geschichte

Ansprechpartner: Dr. Olaf Simons

Um 1800 entstanden in Gotha Forschungen und Sammlungen zur Astronomie und Geodäsie, zu Mineralogie und Paläontologie, zur Konchyliologie und Ornithologie. Das Projekt fragt danach, welche Erkenntnisse dabei gefunden wurden, welche Akteur*innen daran beteiligt waren und welche Geltung die Gothaer Forschung innerhalb gelehrter Netzwerke beanspruchen konnte. Mehr

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Netzwerke

Netzwerk Alchemie

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Mulsow

Das Netzwerk Alchemie, gegründet im Dezember 2016, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Austausch über die Rekonstruktion alchemistischer Prozesse in der Frühen Neuzeit zwischen Historikern und Naturwissenschaftlern zu fördern, Veranstaltungen zum Thema zu organisieren und gemeinsame Projekte zu initiieren. Mehr

Netzwerk Frühneuzeit-Orientalistik

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Mulsow

Unter der Beteiligung von Arabisten, Theologen, Philologen und Philosophen hat sich im November 2010 am Forschungszentrum Gotha ein international besetzter Arbeitskreis gegründet, der sich mit der Erforschung der Frühgeschichte der Orientalistik - also der Wissenschaft von den Kulturen des Nahen Ostens - beschäftigt. Mehr

Sozinianismus-Forschung in Deutschland

Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Mulsow

Das Netzwerk vereinigt in lockerer Form eine Reihe von Forschungsprojekten im Bereich des Antitrinitarismus und Sozinianismus, die, unabhängig voneinander, in den letzten Jahren in Deutschland entstanden sind. Es fördert regelmäßige Treffen und den Austausch zwischen den Projekten. Mehr

Internationaler Arbeitskreis für Auslegungs- und Mediengeschichte der Bibel (IAAM)

Arbeitskreis: Prof. Dr. Ralf Bogner (Universität des Saarlandes), Prof. Dr. Friedhelm Hartenstein (Universität München), Prof. Dr. Ulrich Heinen (Universität Wuppertal), Prof. Dr. Wilhelm Kühlmann (Universität Heidelberg), Prof. h. c. Walter Schulz (Emden), Prof. Dr. Anselm Steiger (Universität Hamburg).

Der "Internationale Arbeitskreis für Auslegungs- und Mediengeschichte der Bibel" (IAAM) setzt sich zum Ziel, unterschiedliche historisch arbeitende Fachrichtungen ins interdisziplinäre Gespräch über die Auslegungs-, Darstellungs- und Wirkungsgeschichte biblischer Texte zu bringen. Der Arbeitskreis wurde im Jahr 2007 begründet und hat seinen Sitz seit 2010 am Forschungszentrum Gotha. Mehr

Netzwerk für historische Geheimschriften

Leitung: Prof. Dr. Karl de Leeuw (Amsterdam), Dr. Beáta Megyesi (Uppsala) und Dr. Anne-Simone Rous (Dresden/Gotha)

Ansprechpartnerin: Anne-Simone Rous (Dresden/Gotha)

Derzeit wird die Institutionalisierung dieses Netzwerkes vorbereitet. Die Datenbank der Forscher kann als Excel-Tabelle per E-Mail angefordert werden. Mehr

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Abgeschlossene Projekte

Die Mission der englischen Philadelphier in Deutschland, der Aufbau ihrer Netzwerke und die sprachliche Transmission ihres Gedankenguts

Ansprechpartnerin:Dr. Lucinda Martin

Um 1700 avancierte ,Philadelphia’, die Vorstellung eines konfessionsübergreifenden Bundes der ,Kinder Gottes’, zu einem verbreiteten Ideal des deutschen Pietismus. In der Forschungsbibliothek Gotha liegt – von der Forschung nahezu unberührt – ein geographisch angeordneter ,Catalogus amicorum in Germania’, der den Philadelphiern als Ausgangspunkt für ihre deutsche Mission diente, zusammen mit einem Briefkonvolut dieser Gruppe. Ausgehend von diesen und weiteren Quellen wird das Projekt das frühe Netzwerk der Philadelphier zwischen England und Deutschland sowie die soziale und kulturelle Vermittlungsrolle ihres Gedankenguts rekonstruieren. Mehr

Johann Ernst Gerhard und die ‚Harmonie‘ der orientalischen Sprachen

Ansprechpartner: Dr. Asaph Ben-Tov

Johann Gerhard, orientalistisch gebildeter Theologe und einer der führenden Lutheraner in Deutschland, hielt das Hebräische für die „matrix omnium aliarum linguarum“; auf den neueren Idiomen laste die Erbsünde von Babel, nur auf denen der Semiten nicht, denn sie hatten am Turmbau nicht mitgewirkt. Gerhards Sohn, Johann Ernst Gerhard d.Ä. (1621–1668), lenkte denn auch schon früh sein Interesse auf diese „semitischen“ Sprachen. Mehr

Erste ungekürzte Ausgabe von Seumes Autobiographie "Mein Leben"

Ansprechpartner:  Dr. Dirk Sangmeister

Johann Gottfried Seumes freimütige Autobiographie "Mein Leben" gehört zu den bedeutendsten Memoiren aus der sogenannten »Goethezeit«, ist bis heute aber nur in der aus Furcht vor der Zensur und Kritik gekürzten und geglätteten Fassung bekannt, die der Verleger Georg Joachim Göschen drei Jahre nach dem Tod seines Freundes 1813 herausgegeben hat. Die erstmals ungekürzte Ausgabe ist im Januar 2018 im Wallstein Verlag (Göttingen) erschienen. Mehr

Bildungslandschaft und Wissenskultur: Sammlungsbezogene Forschung zur frühneuzeitlichen Bildungsgeschichte des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg

Ansprechpartner/in: Dr. Kathrin Paasch, Prof. Dr. Alexander Schunka

Ziel des Vorhabens ist es, die bislang nahezu unbekannten Sammlungsbestände in ihrer Genese und ihrem Zusammenhang für Forschung und Öffentlichkeit sichtbar zu machen und ihre Potentiale für die europäische historische Bildungsforschung exemplarisch aufzuzeigen. Erkenntnisleitend ist die Frage nach der Genese und dem Wandel vormoderner Schul- und Bildungsstrukturen als Grundlage von bzw. in Wechselwirkung zu frühneuzeitlichen Kulturen gelehrten Wissens. Mehr

Illuminatenaufsätze im Kontext der Spätaufklärung. Ein unbekanntes Quellenkorpus

Ansprechpartner: Dr. Markus Meumann und Dr. Olaf Simons

Die bisherige Forschung zu den Illuminaten hat sich überwiegend auf die Organisationsstruktur sowie auf das sogenannte ‚Höhere Wissen‘ des Ordens als sein eigentliches Arkanum konzentriert. Demgegenüber steht bei dem seit Herbst 2013 am Forschungszentrum Gotha verfolgten Projekt ein ganz neues, bisher von der Forschung noch kaum beachtetes Quellenkorpus im Mittelpunkt. Mehr

Titelkupfer zum Index librorum prohibitorum von 1711, via Wikimedia Commons

Verbotene Bücher in Sachsen 1750-1850

Ansprechpartner: Dr. Dirk Sangmeister

Ziel des Forschungsprojekts ist es, anhand von enorm umfangreichen, zum Teil noch nicht fein erschlossenen und von der Forschung mehrheitlich bislang nicht berücksichtigten Aktenbeständen in Leipzig und Dresden eine bibliographie raisonnée zu erarbeiten, die nicht nur das Corpus der in Sachsen zwischen 1750 und 1850 verbotenen Bücher erfasst, sondern nach Möglichkeit auch die Verfasser der meist an- oder pseudonym erschienenen Werke benennt. Mehr

Edition des Briefwechsels von Johann Friedrich Blumenbach

Bearbeitet von: Dr. Norbert Klatt †

Johann Friedrich Blumenbach (1752–1840) ist in der heutigen Zeit vor allem als Begründer der physischen Anthropologie bekannt. Sein Tätigkeitsfeld umspannte jedoch das, was im 18. Jahrhundert "Naturgeschichte" benannt wurde. Neben seiner eigentlichen Profession als Mediziner wäre er nach heutigem Sprachgebrauch daher als Anthropologe, Physiologe, Zoologe, Mineraloge und Geologe zu bezeichnen. Mehr

Erschließung, Auswertung und Analyse eines europäischen Netzwerkes des protestantischen Nonkonformismus um 1700 ausgehend von Friedrich Brecklings „catalogus testium veritatis“

Ansprechpartner: Dr. Guido Naschert

Im Zuge des Wandels um 1700 hatte sich in Europa ein facettenreiches, bisher nur fragmentarisch erfasstes nonkonformes Milieu herausgebildet. Einer der besten Kenner dieses Milieus in den protestantischen Ländern war der lutherische Geistliche und Dissident Friedrich Breckling (1629−1711), dessen handschriftlicher Nachlass von der Forschungsbibliothek Gotha verwahrt wird. Seit 1660 im niederländischen Exil, wirkte er von dort aus als Anlaufstelle, Kommunikator und Info-Broker. Mehr

Globalisierung und lokales Wissen: Sammlungsbezogene Forschungen zum Verlag Justus Perthes

Ansprechpartner/in: Norman Henniges M.A., Prof. Dr. Susanne Rau

Das Vorhaben versteht sich als Pilotprojekt, das die Forschungspotenziale der 2003 vom Freistaat Thüringen erworbenen kartografisch-geografischen „Sammlung Perthes Gotha“ erstmals umfassend aufzeigen soll. Darüber hinaus soll es dazu beitragen, Bestände der Sammlung weiter zu erschließen und ein virtuelles Kartenlabor zu etbalieren. Mehr.

Edition des Briefwechsels (1751-1752) zwischen Luise Dorothea von Sachsen-Gotha und Friederike von Montmartin

Ansprechpartnerin: Dr. Bärbel Raschke

Die Originale des Briefwechsels zwischen der Gothaer Fürstin Luise Dorothea und ihrer Hofdame Friedrike von Montmartin befinden sich im Thüringischen Staatsarchiv Gotha (Signatur Geheimes Archiv E XIII a 9). Es handelt sich um 404 Manuskriptseiten in französischer Sprache. Das Konvolut enthält 36 Briefe Luise Dorotheas, 35 Briefe der Friederike von Montmartin sowie 2 Briefe von Friedrich Samuel von Montmartin. Mehr

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