Arbeitsstelle Illuminatenforschung

Die 2018 am Forschungszentrum Gotha eingerichtete Arbeitsstelle hat sich die historische Erforschung des von 1776/78 bis 1787/88 existierenden Illuminatenordens zur Aufgabe gemacht. Wichtigstes Ziel ist es dabei, die schriftlichen Nachlässe des Ordens und seiner Mitglieder so zu erschließen und öffentlich zugänglich zu machen, dass sie auch anderen Forscher*innen sowie allen an der Geschichte des Ordens Interessierten für ihre eigenen Forschungsinteressen und –projekte zur Verfügung stehen. Neben wissenschaftlichen Publikationen und Veranstaltungen setzen die in der Arbeitsstelle zusammengeschlossenen Forscherinnen und Forscher daher vor allem auf die Vermittlung ihrer eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse sowie die Zugänglichmachung der wichtigsten historischen Quellen mittels einer Online-Plattform, die zugleich als Informationsportal wie auch als virtuelle Forschungsumgebung funktioniert: der "Gotha Illuminati Research Base" .

Zugleich soll damit die historische Erforschung des Ordens, die seit dessen „Wiederentdeckung“ durch Richard van Dülmen in den 1970er Jahren vielfaches Interesse in den Geschichtswissenschaften gefunden hat, bislang aber ganz überwiegend nur von Einzelforscher*innen betrieben wurde, in eine langfristige und nachhaltige Forschungsstruktur überführt werden. Das Forschungszentrum erscheint dafür als besonders geeigneter Ort: nirgends wurde in den vergangenen Jahren so intensiv über den Illuminatenorden geforscht wie in Gotha.

Ansprechpartner

Dr. Markus Meumann 

Dr. Olaf Simons

Prof. Dr. Martin Mulsow

Isabel Heide, B. A.

Der Illuminatenorden

Der 1776 von dem jungen Professor für Kirchenrecht Adam Weishaupt (1748-1830) an der Universität Ingolstadt gegründete Illuminatenorden – zunächst eine Art studentisches Konventikel, dessen Mitglieder sich bis 1778 den Namen „Perfectibilisten“ gaben – darf wohl ohne Übertreibung als der berühmt-berüchtigtste Geheimbund aller Zeiten bezeichnet werden. Obwohl der Orden nur ein gutes Jahrzehnt bestand (nach aktuellem Wissenstand bis 1787) und seine geographische Ausdehnung kaum die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation überschritt, gilt er doch in der populären Kultur als die einflussreichste Geheimgesellschaft der Weltgeschichte, die in den Jahren vor der Französischen Revolution Staat und Gesellschaft unterwandert und auf den Umsturz der bestehenden Ordnung hingearbeitet habe. Grundlage dieser weitverbreiteten Annahme sind allerdings weniger historisch belegbare Fakten und Erkenntnisse als vielmehr Legenden und Verschwörungstheorien, die zwar in den letzten Jahrzehnten durch Literatur, Film und insbesondere das Internet erheblich an Virulenz bzw. „Viralität“ gewonnen haben, im Kern aber bereits im zeitlichen Kontext der Französischen Revolution selbst entstanden sind.

Dabei spielt das Verbot des Ordens in Bayern 1785, in dessen Folge bei Haussuchungen geheime Papiere und Pläne des Ordens beschlagnahmt und anschließend in gedruckter Form veröffentlicht wurden, ebenso eine Rolle wie eine Reise Johann Joachim Christoph Bodes (1731-1793), des Cheforganisators des Ordens in Thüringen, im Jahre 1787 nach Paris. Auch wenn Bode bei diesem Aufenthalt nur einige wenige französische Freimaurer für den Orden gewinnen konnte, ist darin wohl doch der Ausgangspunkt für die von Renegaten des Ordens wie von „konservativen“ Gegenspielern vorgebrachte Behauptung zu sehen, die Illuminaten hätten die französischen Freimaurer angestiftet, zwei Jahre später die Revolution in Frankreich anzuzetteln.


Bild: Gradtext 1 Classe der Minervalen, aus SK08.

Zur Illuminatenforschung

Die moderne wissenschaftliche Erforschung des Illuminatenordens setzte 1975 mit Richard van Dülmens Studie Der Geheimbund der Illuminaten. Darstellung, Analyse, Dokumentation ein. In der Nachfolge van Dülmens, der sich bei seiner Darstellung ausschließlich auf die publizierten, teilweise zuvor bei führenden Illuminaten sichergestellten Schriften des Ordens gestützt hatte, richtete die historische Forschung in den folgenden anderthalb Jahrzehnten ihr Interesse vermehrt auf die Ziele des nun als „radikalaufklärerisch“ oder sogar frühdemokratisch verstandenen Ordens und seine Ausbreitung in Süd- und Westdeutschland. Dabei zogen auch führende Ordensmitglieder wie Johann Friedrich Mieg (1744-1819), Franz Dietrich Frh. von Ditfurth (1738-1813) und vor allem Adolph Frh. (von) Knigge (1752-1796), der für die Ausbreitung des Ordens seit 1780 eine entscheidende Rolle spielte, das Interesse der Forschung auf sich. Dreh- und Angelpunkt der Historiographie des Ordens blieb aber das Verbot durch die kurpfalzbayerische Regierung 1785, in dessen Folge der Ordensgründer Weishaupt aus Ingolstadt fliehen musste und zunächst in Regensburg, ab 1787 dann in Gotha Zuflucht fand.

Erst mit der Wiederentdeckung der sogenannten Schwedenkiste Ende der 1980er Jahre, die neben Korrespondenzen und freimaurerischen Materialien Johann Joachim Christoph Bodes illuminatisches Ordensarchiv der Jahre 1783 bis 1787 enthält, rückte die Tatsache in den Blick der Forschung, dass der Orden eines seiner Zentren in Thüringen hatte, wo Bode seit 1783/84 unter der Protektion des Gothaer Herzogs Ernst II. (1745-1804) eine neue Ordensprovinz namens „Ionien“ aufgebaut hatte, die bis zum Sommer 1787 bestand und nach Weishaupts Flucht zur letzten Hochburg  des Ordens wurde. Zugleich erlaubten es die in der „Schwedenkiste“ überlieferten Materialen, das engmaschige Kommunikations- und Betreuungssystem des Ordens, das in den veröffentlichten Schriften nur schematisch aufscheint, besser zu verstehen; die diesbezüglichen Forschungen blieben jedoch im Wesentlichen auf bekannte Einzelpersönlichkeiten wie Goethe, der 1783 Ordensmitglied geworden war, und Schiller, der dem Orden nahestand, aber wohl niemals beitrat, beschränkt, so dass bis heute in vielen Darstellungen des Ordens Bayern als dessen Zentrum und 1785 als Jahr seiner Aufhebung gilt. Daran änderte auch die am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung in Halle in den Jahren 1998 bis 2003 erarbeitete Edition der Korrespondenz des Illuminatenordens nichts, da die veröffentlichten Bände aktuell nur bis zum Sommer 1783 reichen und also die Ausbreitung des Ordens in Thüringen nur in ihren allerersten Anfängen abbilden.

Demgegenüber haben die in der Gothaer Arbeitsstelle für Illuminatenforschung zusammengeschlossenen Forscherinnen und Forscher damit begonnen, zunächst im Kontext des von der DFG geförderten Forschungsprojektes „Illuminatenaufsätze der Spätaufklärung. Ein unbekanntes Quellenkorpus“ inzwischen aber auch im Rahmen universitärer Qualifikationsarbeiten das in der „Schwedenkiste“ überlieferte Material systematisch auszuwerten und für künftige Forschungen zu erschließen. Damit wird es möglich sein, zum einen die Funktionsweise des Ordens „vor Ort“, also unterhalb der miteinander im brieflichen Austausch stehenden Führungsebene, zu verstehen und zum anderen die Ordensgeschichte stärker aus einer polizentrischen, weniger als bisher auf Bayern und die dortigen politischen Verhältnisse bezogenen Perspektive zu beleuchten. Durch die weltweite Kommunikation dieser Forschungsergebnisse im WordWideWeb schließlich wird der verkürzten, stark durch Verschwörungstheorien, Legenden und fiktionale Bearbeitungen geprägten Darstellung des Ordens in der (medialen, digitalen) Öffentlichkeit entgegengetreten.


Bild: J. J. Chr. Bodes Kopie der Illuminatischen "Geheimchiffre", <Skåp 9A 155.17> beigesteuert von Josef Wäges.

Die Gotha Illuminati Research Base

Die Gotha Illuminati Research Base wurde im Rahmen des von 2013 bis 2016 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „Illuminatenaufsätze im Kontext der Spätaufklärung“ als MediaWiki aufgebaut und hat sich binnen kurzem international zur zentralen Referenzadresse für Informationen und neue Forschungen über den Illuminatenorden entwickelt.

Wir arbeiten zurzeit daran, sie im Rahmen des größeren am Forschungszentrum Gotha betriebenen FactGrid-Projektes in eine Text-Plattform mit Datenbankunterstützung (auf Wikibase Software aufgesetzt) zu überführen.

Ein erster Einblick in die damit auf uns zukommenden Darstellungsmöglichkeiten:

Bild: Die Treffen der Thüringer Illuminaten, FactGrid Timeline.

Weitere Forschungen und Perspektiven

Das Forschungsprogramm der kommenden Jahre sieht vor, auf der einen Seite die systematische Erschließung der „Schwedenkiste“ und anderer für die Geschichte des Illuminatenordens relevanter Materialien und Nachlässe sowie deren Aufbereitung für weitere Forschungen weiter voranzutreiben, ggf. im Rahmen drittmittelgeförderter Forschungsprojekte. Auf der anderen Seite ist es unser Ziel, die dabei gewonnenen Erkenntnisse über den historischen Illuminatenorden durch die Nutzung verschiedenster Medien einer möglichst breiten, nationalen wie auch internationalen Öffentlichkeit zu vermitteln.

Publikationen

Bücher

Markus Meumann, Olaf Simons (Hg.): Aufklärung. Interdisziplinäres Jahrbuch zur Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte, Bd. 28 (2016): Aufsatzpraktiken im 18. Jahrhundert, Hamburg 2017, 427 S. (darin mehrere Aufsätze zum Illuminatenorden, u.a. von Reinhard Markner, John A. McCarthy, Peggy Pawloswski und uns, s.u.).

 

Aufsätze

Markus Meumann, Olaf Simons: „Mein Amt ist geheime gewissens Correspondenz”. Bode als ‚Unbekannter Oberer‘ des Illuminatenordens, in: Johann Joachim Christoph Bode – Studien zu Leben und Werk, hg. von Cord-Friedrich Berghahn, Gerd Biegel u. Till Kinzel, Heidelberg 2017 (Germanisch-Romanische Monatsschrift – Beihefte; 83), S. 435-503.

Markus Meumann und Olaf Simons: Illuminati, in: Encyclopedia of the Bible and its Reception, Bd. 12: Ho Tsun Shen – Insult, Berlin/Boston 2016, Sp. 880–883.

Markus Meumann: Arkanraum und öffentliche Debatte in der Spätaufklärung. Ein illuminatischer Nachtrag zur Mannheimer Kindsmordpreisfrage von 1780, in: Aufklärung 26 (2015), S. 205-236.

Markus Meumann: Les Illuminés dits de Bavière et la France, in: Les échanges savants franco-allemands au XVIIIe siècle. Transferts, circulations, réseaux, Rennes 2019, hg. von Claire Gantet u. Markus Meumann, S. 299-316.

Martin Mulsow: Diskussionskultur im Illuminatenorden. Schack Hermann Ewald und die Gothaer Minervalkirche, in: Marian Füssel und Martin Mulsow (Hg.): Gelehrtenrepublik (Jahrbuch Aufklärung 26), Hamburg 2015, S. 153–203.

Martin Mulsow: Körper, Geist, Empfindung. Ein unbekanntes Gutachten von Karl Leonhard Reinhold, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 64 (2016), S. 603–620.

Martin Mulsow: Bode, Weishaupt, Ernst II.: Wer war der ‚Chef‘ der Illuminaten? Die Jahre 1784–1793, in: Cord-Friedrich Berghahn, Gerd Biegel und Till Kinzel (Hg.): Johann Joachim Christoph Bode. Studien zu Leben und Werk. Heidelberg 2017, S. 403–434.

Martin Mulsow: Die Gothaer Illuminaten als fortgeführte „gemeinnützige Privatgesellschaft“? Die Aufsatzpraxis der Gothaer Sozietät von 1778 und die Minervalkirche von 1783–87, in: Markus Meumann und Olaf Simons (Hg.) Aufsatzpraktiken im 18. Jahrhundert. Aufklärung. Interdisziplinäres Jahrbuch zur Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte. Hamburg 2017, S. 343–360.

Martin Mulsow: „Ueber die Entwicklung unserer Geisteskräfte“. Eine unbekannte materialistische Psychologie der 1780er Jahre, in: Scientia Poetica 21 (2017), S. 1–37.

Martin Mulsow: Gottes Allgegenwart. „Die Seele“ – Eine unveröffentlichte Ode von Schack Hermann Ewald, in: Friedrich Vollhardt und Anton Friedrich Koch (Hg.): Philosophie und Leben. Dieter Henrich zum 90. Geburtstag. Göttingen 2018, S. 201–215.

Martin Mulsow: Als Adam Weishaupt einmal fast einen Musikabend verdorben hätte, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 14.1 (2020), S. 93–104.

Martin Mulsow: Gründung des Illuminatenordens – eine ethische Weltanschauung außerhalb der Kirche, in: Andreas Fahrmeir, Stefan von der Lahr (Hrsg.): Deutschland global. München 2020.

Olaf Simons: Der Illuminatenorden als Volksaufklärer. Rudolph Zacharias Becker und das scheiternde Projekt des Ordens als Preisausrichter, in: Aufklärung 28 (2016): Markus Meumann, Olaf Simons (Hrsg.): Aufsatzpraktiken im 18. Jahrhundert. Hamburg 2017, S. 377–410.

Veranstaltungen und Aktivitäten

Workshops und Tagungen

2022    „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022; auswärtiger Gast: Dr. Claus Oberhauser (Innsbruck)

2019    „Being E(a)rnest. Neue Forschungen zu Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804)“
Workshop des Sammlungs- und Forschungsverbunds Gotha und der Arbeitsstelle Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 13. November 2019;
auswärtige Gäste: Prof. Dr. Joachim Bauer und Dr. Gerhard Müller (beide Jena)       

2018     „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate. Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“. Workshop der Arbeitsstelle Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 16. November 2018

2017    „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“
Abschlussworkshop des DFG-Projektes „Illuminatenaufsätze der Spätaufklärung“ am Forschungszentrum Gotha, 30. Juni 2017; auswärtiger Gast: Dr. Florian Maurice (München)

Vorträge und Präsentationen

2022     

Isabel Heide: „Die Illuminaten von Frankfurt“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Isabel Heide: „Die Kaufmannschaft im Illuminatenorden“, Vortrag im Kolloquium „Neuere Forschungen zum 19. Jahrhundert“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 16. Mai 2022.

Erik Liebscher: „Christian Georg von Helmolt“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Reinhard Markner: „Verschollen oder wiederaufgefunden? Weishaupts Briefe an Lori“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Markus Meumann: „Einige neue Fragmente zu Bodes Parisreise in SK20“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Martin Mulsow: „Is Wealth Right Or Wrong? The Illuminati Order and Criminal Law Reform in Late 18th Century Germany", Keynote Lecture auf der Nordic 18th Century Conference, Kopenhagen, 24.8.2022

Martin Mulsow: „Die Illuminaten von Erfurt“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Marie Nosper: „Die Briefe von Stolberg-Roßla an Ernst II. im Jahr 1784“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

Olaf Simons: „Publizist im Geheimorden – Beckers Tagebuch seiner Illuminatenmitgliedschaft”, Vortrag bei der Tagung „Rudolph Zacharias Becker und das intellektuelle Gotha um 1800“ am Forschungszentrum Gotha, 9. Juni 2022.

Olaf Simons: „Rudolf Zacharias Becker“, Vortrag beim Workshop „Der Illuminatenorden. Ideale und Widersprüche”. Workshop der Arbeitsstelle für Illuminatenforschung am Forschungszentrum Gotha, 28. Januar 2022.

2021     

Isabel Heide: „Die Frankfurter Minervalkirche (1780-1785)“, Vortrag im Kolloquium „Neuere Forschungen zum 19. Jahrhundert“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 7. Juli 2021.

Markus Meumann, Olaf Simons: „Der Illuminatenorden in Thüringen – und warum ‚Hieropolis‘ (Weimar) scheiterte“, Vortrag bei der 116. Freimaurerischen Akademie des Obersten Rates für Deutschland der Freimaurer des alten und angenommenen schottischen Ritus am 4. September 2021.

2020     

Martin Mulsow: Christian Wilhelm Wehrn, Illuminat in Erfurt, Vortrag auf der Tagung „Digital Prosopography“, Forschungszentrum Gotha, 2./3.11.2020.

2019     

Aufführung der Sitzung der Gothaer Ortsgruppe („Minervalkirche“) vom 28. Dezember 1786 bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 8. November 2019 in Erfurt (unter Mitwirkung von Marian Hefter, Erik Liebscher, Markus Meumann, Martin Mulsow, Marie Nosper und Olaf Simons).

Markus Meumann, Olaf Simons: „Building an Enlightenment Identity? The Practice of Essay Writing within the Order of the Illuminati“, 15th International Congress on the Enlightenment, Edinburgh, 14.-19. Juli 2019.

Martin Mulsow: "Die Illuminaten, Schiller und die Anfänge des Kantianismus", Vortrag am DHI in London, 9.5.2019.

Olaf Simons: „Der Illuminatenorden“, Senioren-Akademie Walthershausen, 10. Februar 2019.

Olaf Simons: „Friedrich Christian Rudorff und der Illuminatenorden als zwielichtige Freundesbörse“, Vortrag beim wissenschaftlichen Kolloquium „Gefährliche Freundschaften“ für Martin Mulsow zum 60. Geburtstag, Gotha, 1.-2. November 2019.

Olaf Simons: „Blicke in die Schwedenkiste: Johann Joachim Christoph Bode und Ernst II. als Sammler masonischer und hermetischer Schriften?“, Tagung „Being E(a)rnest. Neue Forschungen zu Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg“, Gotha, 13. November 2019.

2018     

Oliver Hafner: „Die Rudolstädter Illuminaten und ihr Projekt eines ‚verbeßerten Calenders‘“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

Erik Liebscher: „‘Es fliegen mir Briefe von allen Enden zu‘ – Christian Georg von Helmolt als ‚Geschäftsführer‘ der der Gothaer Illuminatenfiliale“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

Markus Meumann: „Familienpolitik und Sexualmoral im Illuminatenorden“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

Martin Mulsow: „Schlichtegrolls Pathos“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

Marie Nosper: „Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg zwischen Politik und Geheimbundtätigkeit“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

Olaf Simons: „Johann Friedrich Christian Rudorff und die letzte Minervalkirche des Ordens“, Vortrag beim Workshop „Bürgerliche Aufklärungsgesellschaft oder Staat im Staate? Neue Forschungen zum Illuminatenorden in seiner Spätphase“, Gotha, 16. November 2018.

2017     

Oliver Hafner: „Die Rudolstädter Illuminatenloge und ihr Plan eines ‚verbeßerten Landcalenders‘“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Erik Liebscher: „‘Es fliegen mir Briefe von allen Enden zu‘ – Christian Georg von Helmolt als ‚Geschäftsführer‘ der der Gothaer Illuminatenfiliale“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Reinhard Markner: „Costanzo di Costanzo. Bruchstücke der Biographie eines italienischen Illuminaten, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Markus Meumann: “Johann Joachim Christoph Bode, Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg und die Ansiedlung des Ordens in Mitteldeutschland”, Vortrag beim Workshop “Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland”, Gotha, 30. Juni 2017.

Markus Meumann: „Der Illuminatenorden im Spiegel seiner Wissensproduktion. Aufsatzpraktiken arkaner Sozietäten um 1780“, Internationale Tagung „Aufgeklärte Sozietäten, Literatur und Wissenschaft in Mitteleuropa“, Budapest, 13. Oktober 2017.

Martin Mulsow: „Eine Mittelalter-Konstellation: Gottlieb Hufeland, Friedrich Schiller und die Illuminaten“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Marie Nosper: „Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg und seine Illuminatenkorrespondenz 1785“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Olaf Simons: „Das Scheitern des Illuminatenordens in Thüringen“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Christian Wirkner: „Johann Benjamin Koppe als vertrauter Ernsts II.“, Vortrag beim Workshop „Zwischen Butus und Syracus. Der Illuminatenorden in Mitteldeutschland“, Gotha, 30. Juni 2017.

Qualifikationsarbeiten

2021    Isabel Heide: „Die Frankfurter Minervalkirche als ‚Sonderfall‘ im Illuminatenorden? Die Jahre 1780-1785“, Bachelorarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2019    Oliver Hafner, „Die Rudolstädter Illuminaten und ihr Projekt eines ‚verbeßerten Land-Calenders‘“, Masterarbeit an der Universität Erfurt (Gutachter: Prof. Dr. Martin Mulsow, Dr. Markus Meumann)

Bild: Adam Weishaupt, Adolph Freiherr von Knigge, Johann Joachim Christoph Bode, Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg.