Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Dr. Verena Lehmbrock

Kontakt

Während der Elternzeit erreichbar unter:

verena.lehmbrock(at)uni-erfurt.de

 

 

Curriculum Vitae

2000–2006: Studium der Philosophie und Neueren/Neuesten Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin

WS 02/03: Socrates-Austauschstudentin an der University of Nottingham

2006: M.A. an der Humboldt-Universität zu Berlin in den Fächern Philosophie und Neuere/Neueste Geschichte (sehr gut)

10/2009–12/2012: ProExzellenz-Stipendiatin an der Graduiertenschule Laboratorium Aufklärung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Doktorandin am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, Medizin und Technik „Ernst-Haeckel-Haus“

2011: Mitglied im Organisationsteam der wissenschaftshistorischen Nachwuchsveranstaltung Driburger Kreis (im Vorfeld der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik DGGMNT) 

02–04/12/2013: Fritz-Thyssen-Stipendiatin am Forschungszentrum für Kultur- und Wissensgeschichte der Neuzeit der Universität Erfurt, Schloss Friedenstein, Gotha

2014: Elternzeit und ab Oktober Doktorandin am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin

03/2015–03/2016: Geschäftsführende Redakteurin NTM – Zeitschrift für Geschichte der Naturwissenschaften, Technik und Medizin

03/2015–03/2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) der Bergischen Universität Wuppertal

12/2015: Promotion an der Technischen Universität Berlin (sehr gut)

10/2016–01/2017: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte, Technische Universität Berlin (Vertretung Adrian Wüthrich)

10/2016-03/2017: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte, Technische Universität Berlin

Seit 04/2017: Postdoc-Stipendiatin an der Universität Erfurt (Arbeitsgruppe Wissensgeschichte der Neuzeit/Forschungszentrum Gotha und Lehrstuhl Wissenschaftsgeschichte/MWK)

Beschreibung

Verena Lehmbrocks Forschung bewegt sich im Rahmen einer Kultur- und Sozialgeschichte des Wissens mit besonderem Interesse für Fragestellungen der historischen Epistemologie. Ihre Forschung bewegt sich im Rahmen einer Kultur- und Sozialgeschichte des Wissens mit besonderem Interesse für Fragestellungen der historischen Epistemologie. Am Beispiel des Agrarwissens rekonstruiert ihre Dissertation die erkenntnistheoretische Reflexion einer gebildeten Mittelschicht in ihren sozial- und kulturhistorischen Bezügen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Zentrale Fragen betreffen das Verhältnis von gelehrten und nicht-gelehrten Wissenspraktiken, den Bedeutungswandel großer epistemischer Kategorien, darunter „Wissenschaft“ und „Empirie“, das in der ständischen Gesellschaftsordnung verankerte Stigma der bäuerlichen Ökonomie, die Bedeutung des Buchmarkts für das Vordringen neuer gesellschaftlicher Gruppen in das Feld der Wissenschaft, die Funktion polemischer Figuren in gelehrt-gebildeten Aushandlungsprozessen sowie das Hervorgehen der modernen Agrarwissenschaften aus den Debatten der Ökonomischen Aufklärung. In ihrem Postdoc-Projekt beschäftigt sich Verena Lehmbrock mit systemübergreifenden Wissenstransfers am Beispiel der ost- und westeuropäischen Sozialpsychologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Geschichte qualitativer Forschungsmethoden.

Mitgliedschaften und Ämter

Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik (DGGMNT), Mitglied im Organisationsteam der assoziierten Nachwuchsgruppe „Driburger Kreis“; Gesellschaft für Agrargeschichte (GfA); European Society for the History of the Human Sciences (ESHHS), Consortium for History of Science, Technology and Medicine, Working Group „Human Sciences“

Ausgewählte Publikationen

Aufsätze

Zur Geschichte einer Metakategorie: Das ‚Empirische‘ in der deutschen Ökonomischen Aufklärung und frühen Agrarwissenschaft um 1800, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 39 (2016), 79–98 (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bewi.201601727/epdf).

Lob des Handwerks: Wissenstheorie heute und bei Albrecht Daniel Thaer (1752–1828), in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 62 (2014), 30–41.

Agrarwissen und Volksaufklärung im langen 18. Jahrhundert. Was sehen historische Gewährsleute und was sehen ihre Historiker/innen? In: Mulsow, Martin und Frank Rexroth(Hg.), Was als wissenschaftlich gelten darf. Praktiken der Grenzziehung in Gelehrtenmilieus der Vormoderne. Frankfurt/Main: Campus 2014 (Historische Studien 70), 485–514.

‚Laboratorium‘, in: Frietsch, Ute und Jörg Rogge (Hg.), Über die Praxis des kulturwissenschaftlichen Arbeitens. Ein Handwörterbuch. Bielefeld: transcript 2013, 245–249.

Rezensionen und Tagungsberichte

Rezension: Stapelbroek, Koen; Marjanen, Jani (Hg.), The Rise of Economic Societies in the Eighteenth Century: Patriotic Reform in Europe and North America, Houndmills, Basingstoke, Hampshire: Palgrave Macmillan 2012, in: H-Soz-u-Kult, 27.05.2014.

Tagungsbericht: Nichtwissen. Driburger Kreis 2012, 26.-28. September 2012, Mainz, in: H-Soz-u-Kult, 07.03.2013

Rezension: Marcus Popplow (Hg.), Landschaften agrarisch-ökonomischen Wissens. Strategien innovativer Ressourcennutzung in Zeitschriften und Sozietäten des 18. Jahrhunderts, Münster, New York, München, Berlin: Waxmann 2010 (Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Bd. 30), in: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie 60 (2012), 99-102.

Tagungsbericht: Zugänge zur ländlichen Gesellschaft, 30. April 2011, St. Gallen, in: H-Soz-u-Kult, 24.05.2011.

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