Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Magdalena Fricke M.A.

Kontakt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FZG)
Schloßberg 2
99867 Gotha

Curriculum Vitae

2009 – 2010
Studium Generale am Leibniz Kolleg Tübingen

2010 – 2013
Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Leipzig (B.A.), Titel der Bachelorarbeit: Die Umwortung aller Worte. Unbehagen an der Sprache als Katalysator poetischer Innovation bei Christian Morgenstern“

2013 – 2016
Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Leipzig (M.A.), Titel der Masterarbeit: „Lessing und die ‚gefährlichen’ Bücher. Die Rettung des Inepti Religiosi und seines ungenannten Verfassers als Beitrag zum Öffentlichkeitsdiskurs des 18. Jahrhunderts“

April 2014 – Dezember 2016
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dieter Burdorf, Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie, Universität Leipzig

Januar 2016 – Dezember 2016
Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Daniela Elsner, Germanistische Sprachwissenschaft, Universität Leipzig

Seit Januar 2017
Promotionsstudium an der Universität Erfurt, Arbeitstitel der Dissertation: „Theorie und Praxis subversiver Textstrategien im Zeitalter der Aufklärung am Beispiel Gotthold Ephraim Lessings“ 

Seit März 2018
assoziiertes Mitglied im Nachwuchskolleg „Wissensgeschichte der Neuzeit“, Erfurter Promotions- und Postdoktorandenprogramm (EPPP), Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Forschungsschwerpunkte

Ideengeschichte des 18. Jahrhunderts/ Aufklärungsforschung

Subversive Literatur

Theologische Apologetik in der Frühen Neuzeit

Gotthold Ephraim Lessing

Johann Lorenz Mosheim

Projektbeschreibung

 „Theorie und Praxis subversiver Textstrategien im Zeitalter der Aufklärung am Beispiel Gotthold Ephraim Lessings“

Die geplante Dissertation untersucht Formen des subversiven Schreibens und der 'gefährlichen' Literatur im Zeitalter der Aufklärung. Sie versucht, Antworten auf die Frage zu finden, wie Meinungen und Haltungen, die nicht den akzeptierten Wertvorstellungen der jeweiligen Zeit entsprechen, in Texten zum Ausdruck gebracht werden können, ohne explizit formuliert zu sein. Im Zentrum der Analyse stehen Techniken der Verschleierung und der indirekten Kritik, die anhand von drei Akteuren des literarischen Feldes untersucht werden:
Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Bestandsaufnahme gefährlicher Schreibweisen durch den lutherischen Theologen Johann Lorenz Mosheim (1693–1755). Die Aufarbeitung zeitgenössischer Sichtweisen auf subversive Strategien soll dazu beitragen, ein historisch angemessenes Bild von der Verwendung und Funktionsweise subversiver Schreibtechniken zu entwerfen, und der Tendenz eines historiografischen Präsentismus entgegenwirken. In einem zweiten Teil wird die Kultivierung subversiver Textstrategien bei Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) untersucht, wobei schwerpunktmäßig Texte aus den 1750er und 1770er Jahren diskutiert werden. Der dritte Teil behandelt Formen des subversiven Schreibens in der Spätaufklärung. Dabei wird eine vergleichende Untersuchung der Autoren Christian Ludwig Paalzow (1753–1824), Andreas Riem (Pseudonym: C.A.E Schmidt, 1749–1814) und Wilhelm Ludwig Wekhrlin (1739–1792) vorgenommen.

Publikationen

Heimliche Angriffe auf die christliche Religion: Johann Lorenz Mosheims Bestandsaufnahme subversiver Textstrategien. In: Sonderband des Jahrbuchs für Internationale Germanistik: Zensur in der Vormoderne – Praktiken und Ereignisse. (eingereicht)

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl