Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Netzwerk Frühneuzeit-Orientalistik

Projekt

Schnitt orientalischer Handschriften

Unter der Beteilligung von Arabisten, Theologen, Philologen und Philosophen hat sich im November 2010 am Forschungszentrum Gotha ein international besetzter Arbeitskreis gegründet, der sich mit der Erforschung der Frühgeschichte er Orientalistik - also der Wissenschaft von den Kulturen des Nahen Ostens - beschäftigt.

Bereits vor der Einrichtung von eigenen Lehrstühlen im späten 18. Jahrhundert hat es ein frühes, wissenschaftliches Interesse an der orientalischen Kultur gegeben. Meist sind es Theologen gewesen, die, bemüht um ein besonders akribisches Bibelverständnis, mit eigenen Forschungen begonnen haben. So ist im 17. und frühen 18. Jahrhundert eine reichhaltige, bisher kaum wahrgenommene Literatur entstanden. Um gemeinsam "erste Schneisen" in dieses bisher kaum kartografierte Feld von Disputationen, Enzyklopädien, Editionen oder antiquarischen Untersuchungen zu schlagen, haben sich Wissenschaftler aus England, Israel und der Schweiz zusammengetan. Unter der Leitung von Martin Mulsow sind bisher vier weitere Wissenschaftler beteiligt: Bernd Roling (FU Berlin), Jan Loop (Warburg Institute London), Dietrich Klein (München) und Asaph Ben-Tov.

Neben regelmäßigen Arbeitstreffen und der Vorbereitung von Tagungen wird die gemeinsame Erschließung herausragender Orientalisten der Frühen Neuzeit im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Als erste Aufgabe hat sich das Netzwerk das umfangreiche Werk des Helmstedter Orientalisten Hermann von der Hardt (1660-1746) vorgenommen, der über 150 Schriften publiziert hat - darunter auch Geheimschriften und, so Mulsow, "eine frühe Form eines Comic-Strips, die der Professor seinem Herzog schickte, als seine Bücher konfisziert wurden."

Mit der Gründung des Netzwerk Frühneuzeit-Orientalistik baut das Forschungszentrum sein Forschungsprofil weiter aus.

 

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