Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt "Karten-Meere" (Seminar für Literaturwissenschaft)

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Forschungszentrum Gotha (Gotha, Schloßberg 2) / Raum XX

+49 361 737-1709

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nach Vereinbarung

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Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FZG)
Schloßberg 2
99867 Gotha

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Projektmitarbeiterin (Forschungszentrum Gotha (FZG))

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Curriculum Vitae

Seit 2019
Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Karten – Meere. Für eine Geschichte der Globalisierung vom Wasser aus“

2013 – 2018
Master-Studium: Universität Erfurt
Literaturwissenschaft (Texte. Zeichen. Medien.)
Masterarbeit: Gehen Machen. Der Einbruch des Zeichentrickfilms in den Realfilm

2013 – 2015
Hilfskrafttätigkeit am Lehrstuhl Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Leitung von Tutorien zur Vorlesung „Einführung in die Literaturwissenschaft“

2010 – 2013
Bachelor-Studium: Universität Erfurt
Hauptstudienrichtung: Literaturwissenschaft
Nebenstudienrichtung: Sprachwissenschaft

Forschungsschwerpunkte

  • früher Film (Auguste und Louis Lumière, Georges Méliès, Charlie Chaplin …)
  • früher Zeichentrick-/Animationsfilm (Winsor McCay, Max Fleischer, Walt Disney, Tex Avery …)
  • Wirklichkeitseffekt (Roland Barthes), Realismustheorien (Siegfried Kracauer, André Bazin)
  • Dokumentation – Fiktion
  • Inszenierung von Produktionsprozessen
  • Metalepse, mise en abyme, mise en scène
  • Mensch – Maschine (Verdinglichung/Anthropomorphismus)
  • Literaturadaptionen
  • Detektivgeschichten
  • Neue Sachlichkeit
  • kartografisch erzeugte Weltbilder, Unzulänglichkeiten und Ganzheitsfantasien

Projektbeschreibung

„Karten – Meere“-Teilprojekt:
Seekarten in Atlanten und Zeitschriften: Medien der Globalisierung

Das „Karten/Meere“-Teilprojekt Seekarten in Atlanten und Zeitschriften: Medien der Globalisierung untersucht Funktionen von Meereskarten in Atlanten und Zeitschriften im Zusammenhang der Globalisierung. Ausgehend von Atlanten des Verlags Perthes fragt es nach den Transformationen, die Meereskarten durchliefen, wenn sie in Konstellationen der Herstellung von Übersichtlichkeit eingesetzt wurden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage nach den Weltverständnissen von Reisenden, die Taschenatlanten auf Seereisen mitführten und mit Anmerkungen versahen.

Erkenntnisse daraus fließen in das Dissertationsprojekt How About Some Scenery? Hinter-, Unter-, Un- und Abgründe im Bild (Arbeitstitel) ein. Den Untersuchungsgegenstand stellen hierbei Bilder bzw. Abbildungen, Darstellungen, Repräsentationen (Filmbilder, Fotografien, Gemälde, Karten, ggf. auch Sprachbilder) von im Wesentlichen Großraum dar (etwa das Meer, die Erde, der Weltraum …), der in Kombination mit einer Betrachter_innenblicke absorbierenden Figur (etwa Landmassen, der Mensch …) gemeinhin als (Hinter-)Grund wahrgenommen wird (→ Gestalttheorie). Es sollen Close Readings ausgewählter bildlicher Darstellungen angeboten werden, die vom Grund als Voraussetzung ausgehen, als Existenzgrundlage für eine Figur, die stets einer nicht nur räumlichen, sondern auch kontextuellen und kausalen Einbettung bedarf (der Grund als Begründung für die Anwesenheit der Figur). Dadurch soll zu einer Umkehrung von Sehgewohnheiten, gar Sehnotwendigkeiten, die oftmals mit bestimmten Weltbildern einhergehen, beigetragen werden. Weiterhin liegt der Fokus auf dem Ausmachen von potenziellen Kippmomenten. Denn „[e]s geschieht etwas mit dem Grunde, wenn er dazu übergeht, Figur zu werden […], [er] wird […] bereichert.“ (Edgar Rubin 1921: 36)
Ein Blick auf das spezifische Verhältnis zwischen Vorder- und Hintergrund ist zudem auch über die ästhetische und narrative Ebene hinaus von Interesse: ökologisch (Teil und Ganzes in Beziehung zueinander zu setzen als Möglichkeit, das Bewusstsein eines Betroffenseins trotz zum Teil unvorstellbarer Distanzen zu schärfen), sozial/wirtschaftlich (beispielhaft: die Frauen im Ink & Paint Department im Disney-Studio oder die Perthes-Koloristinnen, die im Hintergrund elementare Arbeiten verrichteten, ohne selbst in den Vordergrund zu treten, berichten von einer Realität, die sich im Massenhaften und „Hintergründigen“ ausdrückt), technisch (die Reihenfolge von Druckplatten bei der Kartenherstellung bzw. von Zelluloidfolien beim Zeichentrickfilm scheint Vorder- und Hintergründe bereits im Zuge des Produktionsprozesses vorzugeben).

Publikationen