Université d'Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Islam und Islamophobie in Deutschland/Europa

Monographie
Freiheit, Gleichheit und Intoleranz. Der Islam in der liberalen Gesellschaft Deutschlands und Europas, Bielefeld: Transcript, 2013

Der Umgang mit dem Islam stellt die fundamentale Bewährungsprobe für die liberale Verfasstheit der westlichen Gesellschaften dar. Kai Hafez nimmt die erste umfassende Bestandsaufnahme der Gleichstellung, Integration und Anerkennung des Islams in Deutschland und Europa vor. Sein differenzierter Blick zeigt: Während sich die politischen Systeme langsam auf die Anwesenheit von Muslimen einstellen, bleibt die »liberale Gesellschaft« oft weit hinter ihren Ansprüchen zurück. Die »Sarrazin-Debatte« und rassistische Morde sind nur die Spitze tiefer liegender Unfähigkeiten vieler Europäer, die Globalisierung in ihre Lebenswelt zu integrieren.
Um die Demokratie zu stützen, bedarf es nicht weniger als einer Neuerfindung der »liberalen Gesellschaft«. Nicht nur Politik und Bürger, sondern auch die Institutionen der Medien, Wissenschaft, Schule und Kirchen müssen sich rundum erneuern.

Rezensionen zum Buch

»Ein hervorragendes Buch.«
Farid Hafez, Visiting Scholar, Columbia University, Middle East Institute

»Ein lesenswertes Buch.«
André Ritter, Theologische Literaturzeitung, 139 (2014) 3

»Ein sehr spannendes Buch.«
Thilo Scholle, spw-Zeitung für sozialistische Politik und Wirtschaft, (2015) 3

»Hafez’s careful comparisons of the legal, political, cultural, and intellectual challenges flowing from these demographic changes show just how unsettled these issues are. His in-depth analyses of France, Germany, and the UK, in particular, show surprising variations both in public attitudes and legal approaches to mosque/state issues. Blatant prejudice against Muslims, Hafez (Univ. of Erfurt, Germany) shows, is characteristic not just of some of the more virulent rightist parties but is also found in the mainstream media, in centrist politics, and in academia. [The author’s] case for a reexamination of the true nature of multicultural liberalism, secularism, and religious tolerance is timely and on point.  This is an important book, raising important questions about challenging issues. Summing Up: Highly recommended. Upper-division undergraduate, graduate, and research collections.«
E. V. Schneier, City College of the City University of New York, Choice Reviews

"Die Darstellung von Hafez leuchtet die hohe Komplexität und die Ambivalenzen des Themas aus. Das Buch ist eine konzise geschriebene, literaturgesättigte Darstellung, die eine Vielzahl von theoretischen Ansätzen und empirischen Studien im Sinne eines großangelegten Forschungsberichtes verarbeitet. Und Hafez hat eine Botschaft: Europa muss, das zeigt Umgang mit dem Islam, sich und seine Institutionen erneuern. Die Anerkennung religiöser Minderheiten ist dabei essentieller Bestandteil einer grundsätzlichen politischen und sozialen Emanzipation der europäischen Gesellschaften."
Frauke Klinge, Junge Welt, 9.9.2013 (auch in: Contraste 9/2013)

»Kompakte Informationen und der Quellenreichtum machen das Buch zu einer aufklärerischen Lektüre, die analytischen Tiefgang und Leidenschaft bietet.«
Serdar Günes, Deutschland Radio Kultur, 11.8.2013

»Das Buch formuliert ein paar unangenehme Wahrheiten (...) Eine außerordentlich faktenreiche, umfassende, wissenschaftliche Monographie.«
Reiner Scholz, SWR2, 23.8.2013

»Eine gewinnbringende Lektüre, die sich als Überblick und Diskussionsgrundlage zum Thema Islam in Europa sehr gut eignet.«
Jan Achim Richter, PW-Portal für Politikwissenschaft, www.pw-portal.de, 6 (2013)

» Die Islam-Integration ist eine zentrale Herausforderung für die liberale Demokratie in den europäischen Einwanderungsländern. Das Buch von Kai Hafez bietet ein theoretisches und systematisches Fundament für die Diskussion dieser Schlüsselfrage.«
Prof. Dr. Klaus J. Bade, Migrationsforscher, Publizist, Politikberater

»[Hafez bietet eine] theoretisch fundierte, mit Fakten reich unterfütterte Argumentation.
Wer sich etwas mehr Zeit nimmt, wird mit demokratietheoretischen Überlegungen zur Einwanderungsgesellschaft belohnt, die weit über populärwissenschaftliche Kritik an der Islamkritik hinausgehen.«
Luisa Seeling, Internationale Politik, 5/6 (2013)

»Kai Hafez geht den brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit auf den Grund.«
Wolfgang Taus, Wiener Zeitung, 16.04.2013

»Das Buch von Kai Hafez enthält interessante Erkenntnisse, es sollte berücksichtigt werden.«
Ismail Kul, Zaman Online, 19.03.2013

»Insgesamt besticht Hafez durch die umfangreiche Kenntnis der europäischen sozialwissenschaftlichen Theorienlandschaft und sein Vermögen, daraus immer wieder gewinnbringende Erkenntnisse im Hinblick auf das künftige Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen im freiheitlich demokratisch verfassten Deutschland und Europa herauszuziehen.«
Mohammed Khallouk, islam.de, 16.9.2013

»[Hafez' Diskussion einer] Vielzahl der durchaus kontroversen wissenschaftlichen Befunde der in Zentral-, Nord- und Westeuropa durchgeführten Forschungsarbeiten und ihre Fokussierung auf die ›deutschen Verhältnisse‹ stellen eine wichtige Markierung dar. Die sozialwissenschaftliche Forschung wie auch die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen werden davon profitieren.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 14.03.2013

»Kai Hafez [...] liefert mit diesem Werk eine komplexe Bestandsaufnahme und Analyse sowie eine Auswertung der aktuellen Forschungsergebnisse, unterfüttert mit philosophischem Gedankengut, mit politikwissenschaftlichen Theorien und soziologischen Forschungsergebnissen.«
Medienspiegel Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft, 3 (2013)

»Der Erfurter Kommunikationswissenschaftler Kai Hafez hat mehrere hundert wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Gleichstellung, Integration und Anerkennung des Islam in Deutschland und Europa zusammengetragen und ausgewertet. Dadurch ist eine zusammenfassende Überblicksdarstellung entstanden. Er richtet sich damit gegen all jene, die seiner Ansicht nach versuchen, die Dimensionen der Islamfeindlichkeit in der europäischen Gesellschaft herunterzuspielen.«
Thorsten G. Schneiders, Deutschlandfunk, 28.06.2013

»Der Medienwissenschaftler Kai Hafez fordert in seinem Buch, dass sich alle Bereiche der Gesellschaft umorientieren müssen: Politik, Wissenschaft, Schule, Kirchen, Medien. Diesem Befund kann sich die Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung nur anschließen.«
Ingrid Thurner, Südwind: Magazin für internationale Politik, Kultur und Entwicklung, Oktober 2013



 

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