Université d'Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Soziale Kommunikation

Willkommen auf der Seite der Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Kommunikation!

Prof. Dr. Constanze Rossmann und ihr Team beschäftigen sich mit sozialer Kommunikation im weitesten Sinne. Soziale Kommunikation führt zwei ureigene Forschungsrichtungen der Kommunikationswissenschaft zusammen und umfasst die soziologische und sozialpsychologische Auseinandersetzung mit den Hintergründen, Bedeutungen und Folgen interpersonaler, öffentlicher Kommunikation und interpersonal-öffentlicher Kommunikation. Die Professur widmet sich in diesem Rahmen zwei Schwerpunkten: dem Schwerpunkt Mediensozialisation, insbesondere Rezeption und Wirkung von Medien auf Kognitionen, Emotionen und Verhalten, und dem Schwerpunkt prosoziale Kommunikation. Letztere umfasst den strategischen Einsatz medialer und interpersonaler Kommunikation zur Erreichung positiver Wirkungen in der Bevölkerung, etwa im Zusammenhang mit Gesundheit und Bildung. In diesen Kontext werden neben Nutzung, Rezeption und Wirkung klassischer Medien und ihrer Botschaften auch digitale und mobile Medien untersucht.

 

Hintere Reihe: Paula Stehr, Winja Weber, Melanie Grube, Johanna Geppert, Hanna Lütke Lanfer, Doreen Reifegerste
Vordere Reihe: Anne Reinhardt, Constanze Rossmann, Laura Koch, Dominik Daube

Laufende Aktivitäten an der Professur

RKI-Projekt ERIM

ERIM ist ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes und vom Robert Koch-Institut (RKI) geleitetes Projekt zur Entwicklung ergänzender Informationsmaterialien, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in außergewöhnlichen biologischen Gefahrenlagen unterstützen sollen, um ein gutes Krisenmanagement zu fördern. Das Projekt umfasst die Durchführung von qualitativen Interviews und Fokusgruppen mit medizinischen Expertinnen und Experten (Leitung: RKI) sowie Experimentalstudien zur Evaluation von Informationsmaterialien (Leitung Universität Erfurt, Projektmitarbeiterin Winja Weber).

Tagungsband erschienen (Open Access)

Im November 2017 fand die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt statt. Der Tagungsband ist nun erschienen (Herausgeberinnen Paula Stehr, Dorothee Heinemeier und Constanze Rossmann). Alle Beiträge des Bandes "Evidenzbasierte | evidenzinformierte Gesundheitskommunikation" sind auch online frei verfügbar.

DFG-Projekt "Responsibility Frames"

Das DFG-Projekt unter Leitung von Dr. Doreen Reifegerste untersucht die „Darstellung und Wirkung von Responsibility Frames zu Gesundheitsthemen“. Dabei werden die Einflussebene des Individuums, des sozialen Netzwerks und der Gesellschaft mittels Inhaltsanalysen und Experimenten untersucht. Das Projekt wird in Kooperation mit Dr. Sebastian Scherr durchgeführt. (Projektmitarbeiterinnen Linn Julia Temmann und Annemarie Wiedicke)

TWG Health Communication der ECREA

Doreen Reifegerste ist Chair der Temporary Working Group Health Communication der ECREA. Die erste Tagung findet Ende Oktober 2018 in Lugano statt.

Älter werden in Balance

Ab April 2018 fördert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Projekt "Entwicklung einer evidenzbasierten Kommunikationsstrategie zur Förderung körperlicher Aktivität bei älteren und hochaltrigen Menschen in Deutschland" im Rahmen des Programms Älter werden in Balance. (Projektmitarbeiterin Paula Stehr)

Gesundheitsinformationsverhalten (Bertelsmann Stiftung)

Im Rahmen einer Auftragsstudie erarbeiteten Paula Stehr und Constanze Rossmann zusammen mit Claudia Lampert und Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut) einen Forschungsüberblick zum Gesundheitsinformationsverhalten. Der Bericht ist im Januar 2018 online erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

Online-Arztbewertungsportale

In der Ausgabe 4/2017 der Zeitschrift „Studies in Communication and Media“ beschäftigen sich Anne Reinhardt, Winja Weber und Prof. Constanze Rossmann mit dem Einfluss von Fallbeispielen und Statistiken auf Nutzer von Online-Arztbewertungsportalen. Sie konnten nachweisen, dass statistische Daten entgegen des häufig belegten Fallbeispieleffekts einen ebenso großen Einfluss auf Einstellungen und Intentionen der Nutzer besitzen. Das Paper kann hier heruntergeladen werden.

Forschungsprojekt in Sierra Leone

Im Rahmen ihrer Promotion zu intendierter und nicht-intendierter Gesundheitskommunikation während der westafrikanischen Ebola-Epidemie führt Hanna Lütke Lanfer eine Querschnittsstudie in Sierra Leone durch. Darin befragt sie Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Risikowahrnehmung, Nutzung verschiedener Medienkanäle und ihrem Gesundheitsinformationsverhalten.  

Kommunikation von Unsicherheit in Gesundheitsinformationen (IQWiG)

Im Rahmen dieser Auftragsstudie entwickelt Constanze Rossmann zusammen mit Cornelia Betsch ein Untersuchungsdesign zur  Kommunikation von Unsicherheit in Gesundheitsinformationen. Auftraggeber ist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Forschungsgruppe Gesundheit und Gesellschaft

Seit 2017 wird die von Constanze Rossmann zusammen mit Cornelia Betsch gegründete und geleitete interdisziplinäre Forschungsgruppe Gesundheit & Gesellschaft universitätsintern gefördert.

BMBF-Kooperationsförderung DIAPPOWER

Im Rahmen des BMBF-Kooperationsförderungsprojekts zur Stärkung der wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Singapur DIAPPOWER untersuchten Constanze Rossmann & Nicola Brew-Sam zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Erfurt, LMU München und NTU Singapur die Bedeutung von Smartphones im Diabetes-Selbstmanagement.

BMBF-Projekt Impfen 60+

Impfen 60+ ist ein interdisziplinäres Verbundprojekt, das vom BMBF im Rahmen des Konsortiums InfectControl 2020 gefördert wird. Im Rahmen des Projekts wird eine Informationskampagne zur Grippe- und Pneumokokken-Impfung evidenzbasiert entwickelt, implementiert und evaluiert (Projektmitarbeiterinnen Anne Reinhardt und Winja Weber).

Promotionsvorhaben im Bereich Gesundheitskommunikation

Die Doktorandinnen der Professur arbeiten an unterschiedlichen Themen im Bereich der Gesundheitskommunikation. Eine Übersicht zu den Dissertationsvorhaben findet sich hier.

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