Université d'Erfurt

MAX-WEBER-KOLLEG

Dr. Daniel Deckers

Gastwissenschaftler am Max-Weber-Kolleg
vom 1.12.2009 bis 28.02.2010

derzeit bei der FAZ

d.deckers@faz.de

Vita

geboren 1960 in Düsseldorf, aufgewachsen in Köln. 1980-1985 Studium der Katholischen Theologie in Freiburg i.Ue. (Schweiz) und Bonn. 1985-1986 theologische Studien und Sozialarbeit in Bogotá, Kolumbien. 1991 Promotion in Katholischer Theologie (Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen) mit einer Arbeit über Gerechtigkeitslehre in der spanischen Spätscholastik. 1991-1993 Assistent (Schweizerischer Nationalfonds) am Lehrstuhl für Moraltheologie (Prof. Holderegger) in Freiburg i.Ue. Freier Mitarbeiter des Feuilletons der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" seit 1988. 1993 Eintritt in die Politische Nachrichtenredaktion der FAZ, dort zunächst befaßt mit Innenpolitik, seit 1997 überwiegend mit der katholischen Kirche in Deutschland, weitere Spezialisierungen auf den Themenfeldern Rauschgiftpolitik und Lateinamerika - dorthin auch regelmäßige Reisen. Seit Beginn des Jahres 2000 Mitglied der Politischen Redaktion, Ressort "Die Gegenwart". Von Dezember 2009 bis Februar 2010 Gastwissenschaftler am Max-Weber-Kolleg (Erfurt).

Forschungsprojekt

Im Zeichen des Traubenadlers


Riesling aus Deutschland stand vor hundert Jahren weltweit in höchstem Ansehen: Die Versteigerungen der "naturreinen Edelgewächse" aus dem Rheingau, der Rheinpfalz, aus Rheinhessen und von Mosel, Saar und Ruwer waren Ereignisse von internationalem Rang, der Weinhandel zahlte Höchstpreise, und auf den Weinkarten der berühmtesten Hotels, der bedeutendsten Clubs und der größten Linienschiffe konkurrierten die "Creszenzen" aus Deutschland mit den begehrtesten Weinen aus Bordeaux und Burgund.

Heute ist deutscher Riesling wieder so angesehen wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dieser Erfolgsgeschichte untrennbar verbunden ist der "Verband deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter" (VDP), der auf den im Jahr 1910 gegründeten "Verband deutscher Naturweinversteigerer" (VDNV) zurückgeht. Doch nicht anders als die Geschichte des Weinbaus in Deutschland ist auch die Geschichte des VDP ein Spiegel des 20. Jahrhunderts: Sie handelt von Wein und Krieg, von "Blut und Boden" und jüdischen Weinhändlern, von Winzernot, Wiederaufbau und Weingesetzen, von Aufstieg und Niedergang großer Namen - und dem unbeirrten Festhalten an dem Ideal großer Weine aus "den besten Lagen der Welt".

Buchveröffentlichungen

  • Gerechtigkeit und Recht. Eine historisch-kritische Untersuchung der Gerechtigkeitslehre des Francisco de Vitoria (Freiburg i.Ue/Freiburg i.Br.1991)
  • (Hg. und Mitautor), Das Ruhrgebiet (Essen 1997)
  • Der Kardinal. Karl Lehmann. Eine Biographie (München 2002)
  • (Hg. und Mitautor), Zur Lage des deutschen Weins (Stuttgart 2003)
  • -/Walter Kardinal Kasper, Wo das Herz des Glaubens schlägt (Freiburg i. Br. 2008; ital. Übersetzung 2009; ungar. Übersetzung 2009; span. Übersetzung 2009; franz. Übersetzung in Vorbereitung)

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