Université d'Erfurt

Forschung

1) Demokratievorstellungen und Parteienverdrossenheit unter Jugendlichen in Thüringen

Von „Demokratie“ existieren durchaus unterschiedliche Vorstellungen. „Demokratie“ gehört in der Politikwissenschaft darum auch zu jenen Begriffen, die als wesentlich umkämpft gelten, d.h. um deren Bedeutung stets verschiedene Vorstellungen miteinander konkurrieren. In der empirischen Wahlforschung im Allgemeinen, aber auch hinsichtlich der politischen Einstellungen von Jugendlichen, wird „Demokratie“ jedoch kaum differenziert betrachtet, allenfalls werden unterschiedliche demokratische Werte oder verschiedene politische Aktivitäten berücksichtigt. Im Unterschied zur bisherigen Forschung wird daher in dieser repräsentativen Befragung unter Thüringer Jugendlichen untersucht, wie verschiedene Vorstellungen von „Demokratie“ deren Vertrauen in politische Parteien beeinflussen.

Das Projekt wird gefördert durch den Landesjugendring Thüringen e.V., das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie die Stiftung Demokratische Jugend (10/2017-12/2018).

Die Leitung haben Prof. Dr. Guido Mehlkop und Prof. Dr. André Brodocz inne. 

Den Forschungsbericht "Demokratievorstellungen und Parteienverdrossenheit unter Jugendlichen in Thüringen" finden Sie hier. Den Anhang zum Bericht finden Sie hier

 

2) Die Institutionalisierung von Deutungsmacht durch internationale Administrationen in Postkonfliktgesellschaften. Eine Analyse der Transitional Authority im Kosovo und in Kambodscha

In dem Projekt wird untersucht, inwieweit es UN-geführten Administrationen gelingt, in Nachkriegsgesellschaften als legitime Regierung anerkannt zu werden. Insbesondere soll dabei an Fallstudien zu den UN-Verwaltungen in Kambodscha und im Kosovo die Transformation politischer Autorität auf nationale und lokale Institutionen analysiert werden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Das Projekt wird gefördert durch die DFG (2010-2014).
Die Leitung haben Prof. Dr. Thorsten Bonacker und Prof. Dr. André Brodocz inne.

 

3) Die lokale Politisierung globaler Normen

Das TMBWK fördert ein Projekt über "Die lokale Politisierung globaler Normen" von Prof. Brodocz, Prof. Kessler, Prof. Fuchs und Dr. Pettenkofer. Die Projektgruppe untersucht, unter welchen Bedingungen Normen, die mit einem globalen Geltungsanspruch auftreten (etwa Menschenrechte, Nachhaltigkeit, rule of law, accountability), tatsächlich Akzeptanz finden. Denn schon weil solche Normen vom jeweiligen Kontext zunächst absehen – also eine hochgradig distanzierte Perspektive einfordern – haben sie Schwierigkeiten, bei ihren Adressaten überhaupt Plausibilität zu erlangen. Eine Wirksamkeit ‚universalistischer‘ Normen ist typischerweise über lokale Politisierungen vermittelt; an ihnen hängt es, ob solche Normen überhaupt Erfolg haben, und inwieweit sie nur selektiv angeeignet werden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Das Projekt wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (2014-2017).

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