Universität Erfurt

Antike Kultur

C. Bachmann 16: Hellenismus

Der Hellenismus – die „Moderne des Altertums“

The Hellenistic World – an ancient “modern” period

Di 12-14 bis 7.6. in LG IV D03, dazu Blockseminar am Sa. 21.5., 10-18 Uhr  in LGIV D03

Für eine erfolgreiche Teilnahme ist auch die Teilnahme am Blockseminar Voraussetzung.

Das Seminar ist nicht für die Anfertigung von BA-Arbeiten geeignet; bitte nutzen Sie dafür die S9-Seminare von Frau Dr. Leithoff und Herrn Prof. Rosenberger.

Modul E7 - Seminar-9 - maximal 30 Teilnehmende


„Während die Zeit des Hellenismus missachtet zu werden pflegt als eine große Lücke, als ein toter Fleck in der Geschichte der Menschheit, als eine ekelhafte Ablagerung aller Entartung, Fäulnis, Erstorbenheit, erscheint sie mir als ein lebendiges Glied in der Kette menschlicher Entwicklung, als Erbin und tätige Verwalterin eines großen Vermächtnisses, als die Trägerin größerer Bestimmungen“. So urteilt der Historiker J.G. Droysen im 19. Jh. über die Zeit zwischen der Thronbesteigung Alexanders des Großen (336 v. Chr.) und dem Tod Kleopatras VII. (30 v. Chr.), über eine Epoche also, der er als erster den Namen „Hellenismus“ gab. Das hier aufgemachte Spannungsfeld – Niedergang oder Neuanfang – wird den Rahmen dieses Seminars abstecken.
Die hellenistische Welt umfasste nach dem Tode Alexanders eine Vielzahl von Staaten und Gemeinwesen mit ihrer je eigenen Dynastiegeschichte. Ziel des Seminars wird allerdings nicht in erster Linie die Entwirrung der ereignisgeschichtlichen Entwicklung sein, vielmehr soll der verbindende kulturelle Prozess in den Blick genommen werden, der alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens berührte. Dabei werden wir nach den Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmustern fragen, die etwa die Herausbildung neuer Monarchien sowie spezifische Formen der persönlichen Selbstdarstellung, das Miteinander von Männern und Frauen, die Etablierung von Identität und Alterität, den Umgang mit der Vergangenheit und die Rolle von Religion und Kult in der Epoche des Hellenismus beeinflussten.

“While the period of Hellenism is usually being neglected and is called a big gap, a blind spot in the history of mankind, a disgusting deposit of decadence, foulness, death, it seems to me to be a vital link in the chain of human development as being both heir and steward of a great legacy, and a bearer of an even greater destiny”. This is how the historian J.G. Droysen in the 19th cent. judged the period between the accession of Alexander the Great (336 BC) and the death of Cleopatra VII (30 BC), an epoch he himself baptised “Hellenism”. These extremes – demise versus comeback – will frame the questions we will ask in this seminar.
The Hellenistic world after the death of Alexander comprised a large number of states and communities, each with their own history of dynasties. This seminar, however, will aim less at disentangling the history of events, but will rather focus on the overarching cultural process touching upon all aspects of social life. We will examine patterns of reception, thought, and action which influenced, for example, the emergence of new monarchies and new types of self-representation, the interaction of men and women, the establishment of identity and alterity, peoples’ approach to the past, and the role played by religion and cult in the Hellenistic period.

Leistungsnachweis / Credit requirement

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Literatur/Bibliography

Hans-Ulrich Cain / Volker Grieb, Hellenismus: Eine Welt im Umbruch, Darmstadt 2012.
Hans-Joachim Gehrke, Geschichte des Hellenismus, München 2012.
Heinz Heinen, Geschichte des Hellenismus: Von Alexander bis Kleopatra, München 2003.
Peter Scholz, Hellenismus: Der Hof und die Welt, München 2015.

Erwartungen für einen benoteten Schein/Expectations for a mark

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Das Seminar ist nicht für die Anfertigung von BA-Arbeiten geeignet; bitte nutzen Sie dafür die S9-Seminare von Frau Dr. Leithoff und Herrn Prof. Rosenberger.

Die für 9 Leistungspunkte erforderliche substantielle Hausarbeit muss in einer ersten Fassung bis Freitag, 15.7.2016, 12 Uhr mittags, (nur) per email bei Kai.Brodersen@uni-erfurt.de eintreffen. Der Eingang wird von ihm binnen 24 Stunden bestätigt, Feedback erfolgt ebenfalls per email. Die Endfassung der Hausarbeit, die dann Grundlage der Benotung wird, muss bis 22.8.2016, 12. Uhr mittags an dieselbe email-Anschrift geschickt werden, sonst ist der "Notenschluss" am Ende jeder Woche nicht mehr zu erreichen.

Kontakt/Contact

LG IV, R. 138 - Sprechstunde bis 7.6. Dienstag, 14-16 Uhr und nach Vereinbarung/Tuesday 2-4 pm and by arrangement email cordula.bachmann@uni-erfurt.de

Nach dem 7.6. wenden Sie sich bitte an Professor Brodersen kai.brodersen@uni-erfurt.de. Danke.

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl