Universität Erfurt

Antike Kultur

J. Leithoff 18/19 Krieg und Frieden: Griechische Antike

Sehnsucht nach Frieden: Kriegs- und Friedensvorstellungen in der griechischen Antike / Desire for Peace: Conceptions of war and peace in ancient Greece

Seminar S9 - maximal 30 Teilnehmende - möglichst Do 14-16

  • B Ges 2012 E07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 EXX#01 // S 12LP 
  • B Ges 2012 W07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 W09#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 WXX#01 // S 12LP 
  • BA Ges 2007 E04#02 // S-6 6LP 
  • BA Ges 2007 E09#01 // S-6 12LP
  • B Rel 2012 F01#02 // S 6LP

Blicken wir auf die griechische Antike, so stehen am Beginn unvermeidlich die homerischen Epen und mit ihnen der trojanische Krieg. Und auch bei einer Beschäftigung mit der nicht mythischen Historie nehmen Kriegsereignisse viel Raum ein, insbesondere zumal sie häufig als Katalysatoren für geschichtliche Entwicklungsprozesse dienten, seien es nun die Perserkriege, die Athens Aufstieg im 5. Jh. v. Chr. ermöglichten, der verlustreiche Peloponnesische Krieg, in dem Sparta Athen in der Vorherrschaft ablöste, oder die Feldzüge Alexanders des Großen, die die Voraussetzungen für die hellenistischen Monarchien schufen. Gleichzeitig aber belegen viele unterschiedliche Zeugnisse eine intensive Auseinandersetzung mit dem Wert von Frieden und dem Streben nach dauerhaften Friedenslösungen, deren Bandbreite von den Komödien des Aristophanes über Kunstwerke bis hin zu Vertragstexten reicht.
Im Seminar sollen deshalb an ausgewählten Beispielen Kriegs- und Friedensvorstellungen der griechischen Antike vom 8. bis 4. Jh. v. Chr. erarbeitet und Entwicklungslinien diskutiert werden. Dabei werden verschiedene Quellengattungen nicht nur einen Einblick in literarische Diskurse oder politische Prozesse geben, sondern auch ein Schlaglicht auf die Vorstellungskraft des Theaters und die Welt der Bilder werfen.

When studying Greek history one naturally starts with the Homeric epics and the Trojan War. Also for the archaic and classical period an important focus lies on military conflicts that very often functioned as a catalyst for change. This is for example the case with the Persian Wars that brought Athens to its position as hegemon in the 5th century BC, it is the case with the Peloponnesian War that ended the Athenian primacy in favour of Sparta and it is the case with the wars of Alexandre the Great that laid the foundation for the Hellenistic monarchies. Yet, at the same time an intensive reasoning about the value of peace took place and great political efforts were made for long-lasting peace treaties. This manifold evidence ranges from the comedies of Aristophanes to sculpture or contracts.
In this seminar, we therefore want to investigate into the conceptions of war and peace from the 8th to the 4th century BC and we discuss the development of these ideas. Different kinds of sources will provide an insight into literary discourse and politics as well as the imaginativeness of theatre and the vivid world of picture, sculpture and architecture.

Literatur im Semesterapparat #### /Bibliography in the Book Reserve ###

M. JEHNE, Koine Eirene. Untersuchungen zu den Befriedungs- und Stabilisierungsbemühungen in der griechischen Poliswelt des 4. Jahrhunderts v. Chr. Stuttgart 1994
C. MEIER, Die Rolle des Krieges im klassischen Athen. In: HZ 251 (1990), S. 555-605
E. P. MOLONEY, M. S. WILLIAMS (Hg.), Peace and reconciliation in the classical world. London, New York 2017

Leistungsnachweis / Credit requirement

Hausarbeit / Dissertation

Kontakt / Contact

LG IV, Raum 134, Tel. 4305, Sprechstunde Do 12-13, / direct contact during term every Thursday 12-13

email johanna.leithoff@uni-erfurt.de

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