Universität Erfurt

Geschichtswissenschaft

Forschungsgruppe „Freiwilligkeit“

Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit Freiwilligkeit als politische Praxis in Geschichte und Gegenwart. Grundannahme unserer Forschung ist, dass vielfältige Arten von „Freiwilligkeit“ von zentraler Bedeutung für das Regieren unterschiedlicher Gesellschaften sind.
Trotz seiner großen Relevanz hat das Thema bislang in der historischen Forschung kaum Aufmerksamkeit erhalten. Allerdings profitieren unsere Überlegungen von gesellschaftlichen und politischen Debatten, die derzeit um das Verhältnis von Freiwilligkeit und Zwang in neoliberalen Gesellschaften kreisen. Unser Forschungsvorhaben schließt an diese Debatten an und lässt den analytischen Blick zugleich weiter kreisen, nämlich auf die Formen und Bedeutungen von Freiwilligkeit über epochale und räumliche Grenzen hinweg: von der Antike bis zur Gegenwart, von den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts bis zu postkolonialen Gesellschaften. Dabei interessiert uns im Besonderen das Verhältnis von soziopolitischer Ordnung einerseits und dem Selbstverständnis und den Handlungsweisen konkreter historischer Akteur/innen andererseits.
Insgesamt versteht sich das Forschungsvorhaben als Beitrag zum Verständnis der Formen und Praktiken gesellschaftlicher Organisation und menschlicher Handlungsweisen in transregionaler und transepochaler Perspektive.

Wir kooperieren in unserer interdisziplinären Forschungsgruppe mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Soziologie (an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Philosophie (an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg).

Eröffnungsvortrag zum Sommersemester 2017

Zum Start in das Sommersemester 2017 lud das Historische Seminar der Universität Erfurt alle Interessierten herzlich zum Eröffnungsvortrag ein.

Im Rahmen der Vortragsreihe „Freiwilligkeit als politisches Prinzip“, sprach Dr. Simona Slanicka (Bern) zum Thema: „Die Kunst der freiwilligen Wahl. Eine Geschichte des Broglio im frühneuzeitlichen Venedig“

Mittwoch, den 12. April 2017, 18 bis 20 Uhr, Lehrgebäude 4, Raum D08
Im Anschluss daran fand im Lichthof des LG 4 ein kleiner Empfang statt.

Vorlesungsreihe des Historischen Seminars im Sommersemester 2017

Im Sommersemester 2017 veranstaltete das Historische Seminar der Universität Erfurt unter dem Titel „Freiwilligkeit als politisches Prinzip“ eine Vortragsreihe.

Die Vorträge fanden immer mittwochs von 18–20 Uhr im Lehrgebäude 4, Raum D08 statt.

Die Veranstaltungsreihe endete am 15. Juni 2017 mit dem Workshop „Freiwilligkeit in globaler Perspektive“.

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