Universität Erfurt

Geschichtswissenschaft

Wintersemester 2018/19

Die Welt des Odysseus / The World of Odysseus

möglichst Fr 10-12, max. 30 Teilnehmende

  • B Ges 2012 E07#01 // S 9LP
  • B Ges 2012 EXX#01 // S 12LP 
  • B Ges 2012 W07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 W09#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 WXX#01 // S 12LP 
  • BA Ges 2007 E04#02 // S-6 6LP 
  • BA Ges 2007 E09#01 // S-6 12LP

„Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes, / Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Troja Zerstörung, / Vieler Menschen Städte gesehn, und Sitte gelernt hat, / Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet, / Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.“ (Hom. Od. 1,1-5.) Ziel des Seminars ist es, gemeinsam einen der folgenreichsten Texte der Literaturgeschichte – die Odyssee – zu lesen und mit dem König von Ithaka auf Irrfahrt zu gehen. Wir untersuchen das historische Umfeld, die Frage der Autorschaft und vermessen die Welt des Odysseus im Hinblick auf Vorstellungen von Gemeinschaft, von Geschlecht, Gastfreundschaft, Gewalt und sozialer Ordnung.

“Tell me, O Muse, of the man of many devices, who wandered full many ways after he had sacked the sacred citadel of Troy. Many were the men whose cities he saw and whose mind he learned, aye, and many the woes he suffered in his heart upon the sea, seeking to win his own life and the return of his comrades.” (Hom. Od. 1,1-5.) The aim of the seminar is to read one of the most momentous texts in literary history – the Odyssey – and to go on a random walk with the King of Ithaca. We examine the historical context, the issue of authorship, and gauge the world of Odysseus in terms of community, gender, guest-friendship, violence, and social order.

 

Literatur / Bibliography

Ausgabe/Edition: Homer: Odyssee. Griechisch – deutsch, übertragen von Anton Weiher. 14. Auflage. Berlin 2013. - Forschungsliteratur wird im Seminar vorgestellt. / Research Literature will be presented in the Seminar.

Leistungsnachweis / Credit requirement

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Sprechstunde / Contact Hour

Do 14-15 oder nach Vereinbarung / Thurs 2-3 pm or by arrangement

 

Sommersemester 2018

Was Sie immer schon über die späte Römische Republik wissen wollten und HBO nie zu fragen wagten / Everything you always wanted to know about the Late Roman Republic but newere afraid to ask HBO

möglichst Do 14-16, max. 30 Teilnehmende

  • B Ges 2012 E07#01 // S 9LP
  • B Ges 2012 EXX#01 // S 12LP 
  • B Ges 2012 W07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 W09#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 WXX#01 // S 12LP 
  • BA Ges 2007 E04#02 // S-6 6LP 
  • BA Ges 2007 E09#01 // S-6 12LP

Unter dem Titel "Everything you always wanted to know about sex (but were afraid to ask)" erschien 1969 ein von David Reuben verfasstes Buch zur Sexualaufklärung, welches weltweit stark rezipiert und 1972 von Woody Allen in einem gleichnamigen Film parodiert wurde. Zwanzig Jahre später griff Slavoj Žižek diesen Titel wieder auf – in dem Buch Was Sie immer schon über Lacan wissen wollten und Hitchcock nie zu fragen wagten, welches mit psychoanalytischen Herangehensweisen einen „anderen Hitchcock“ sichtbar machte.
Der Seminartitel stellt sich bewusst in diese Tradition, insbesondere zu Žižeks fruchtbaren Filmanalysen. Im Zentrum des Seminars wird die von HBO, BBC und RAI gemeinsam produzierte Serie Rome stehen, welche von 2005 bis 2007 in Europa ausgestrahlt und auch von der althistorischen Forschung diskutiert wurde. Thomas Späth und Margrit Tröhler sahen in der „polyphonen Alltagswelt“ der Serie eine „audiovisuelle Form der Geschichtsschreibung“ (Späth, Tröhler 2012, 268). Dieser These wird im Seminar nachgegangen, um die Möglichkeiten und Grenzen von Phänomenen der Populärkultur für die Altertumswissenschaften auszuloten.
Teilnahmeregeln: Regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar, fünfminütiger Kick-Off zu einer Sitzung, Hausarbeit. Das Seminar eignet sich auch für die Anfertigung einer Bachelor-Arbeit.

In 1969 David Reuben published a sex manual with the title "Everything you always wanted to know about sex (but were afraid to ask)". This book became part of the mainstream culture of that time and was parodied by Woody Allen in a film with the same name. Twenty years later, Slavoj Žižek took up this title again – in the book Everything you always wanted to know about Lacan (but were afraid to ask Hitchcock) he used psychoanalytic approaches to make a “different Hitchcock” visible.
The title of this seminar follows this tradition, especially Žižek's productive film analysis. The seminar deals with the TV series Rome, produced by HBO, BBC and RAI, which was broadcast in Europe from 2005 to 2007 and was debated within the academic Classics, too. Thomas Späth and Margrit Tröhler considered the “polyphonic everyday world” of the series as an “audiovisual form of historiography” (Späth, Tröhler 2012, 268). This thesis is examined in the seminar to explore the possibilities and limitations of popular culture phenomena as well as their impact on the academic Classics.
Participants are expected to attend the seminar regularly and actively, as well as to present a five-minute kick-off for one session. A written dissertation is compulsory. The seminar is also suitable for writing a BA thesis.
Literatur:

  • Brodersen, K. (Hg.): Die Antike außerhalb des Hörsaals. Münster 2004.
  • Cyrino, M.S.: Big Screen Rome. Oxford 2006.
  • Jancovich, M. (Hg.): Quality popular Television: Cult TV, the Industry and Fans. Exeter 2003.
  • Joshel, S.R./Malamud, M./McGuire, D.T. (Hg.): Imperial Projections: Ancient Rome in modern popular culture. Baltimore 2001.
  • Junkelmann, M.: Hollywoods Traum von Rom. Mainz 2004.
  • Lindner, M.: Rom und seine Kaiser im Historienfilm. Frankfurt/Main 2007.
  • Lochman, T./Späth, T./Stähli, A. (Hg.), Antike im Kino – L’Antiquité au Cinéma, Akten des Kolloquiums in Castelen/Basel, 20.–22. September 2005 und Begleitpublikation zur Ausstellung in der Skulpturhalle. Basel 2008.
  • Meier, M./Slanicka, S. (Hg.): Antike und Mittelalter im Film. Konstruktion – Dokumentation –
  • Projektion. Köln u.a. 2007.
  • Renger, A.-B./Solomon, J. (Hg.): Ancient Worlds in Film and Television. Gender and Politics. Leiden 2013.
  • Solomon, J.: The Ancient World in the Cinema. New Haven 2001.
  • Späth, T./Tröhler, M.: Die TV-Serie Rome als Experimentelle Geschichtsschreibung. In: Saeculum 62/2 (2012), 267-302.
  • Žižek, S. (Hg.): Everything you always wanted to know about Lacan (but were afraid to ask Hitchcock). London, New York 1992.

Leistungsnachweis / Credit requirement

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Sprechstunde in der Vorlesungszeit: Dienstag 14-15 Uhr  LG 4 / 131 + n.Vbg.

Wintersemester 2017/18

Formen von Freiwilligkeit in der griechisch-römischen Antike / Forms of Voluntarism in Greek and Roman Antiquity

Do 14-16, maximal 30 Teilnehmende

  • B Ges 2012 E07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 EXX#01 // S 12LP 
  • B Ges 2012 W07#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 W09#01 // S 9LP 
  • B Ges 2012 WXX#01 // S 12LP 
  • BA Ges 2007 E04#02 // S-6 6LP 
  • BA Ges 2007 E09#01 // S-6 12LP

In der Erforschung und Rezeption der griechisch-römischen Antike liegt der Fokus oftmals auf den Unfreiwilligkeiten der verschiedenen Gesellschaftsformationen, es geht um Sklaverei, Unterdrückung und Abhängigkeiten. Dieses Seminar möchte die Perspektive erweitern und fragt nach Formen von Freiwilligkeit, indem Handlungsspielräume von Akteurinnen und Akteuren ausgelotet und Wechselwirkungen von Machtstrategien sichtbar gemacht werden. Am Beispiel verschiedener antiker Phänomene, Texte und Kontexte werden so neue Sichtweisen erprobt.

Research and reception of the Greco-Roman antiquity often focusses on slavery, oppression and dependencies. This seminar wants to broaden the perspective and to deal with forms of voluntary activity by exploring its scope and by making power strategies as well as their reciprocity visible. Using example of ancient phenomena, texts and contexts, new perspectives on antiquity are tested.

Literatur im Semesterapparat / Bibliography in the Book Reserve

  • Bröckling, U./Dries, C./Leanza, M./Schlechtriemen, T. (Hg.): Das Andere der Ordnung. Theorien des Exzeptionellen. Weilerswist 2015.
  • Derrida, J.: Schurken. Zwei Essays über die Vernunft. Frankfurt a.M. 2006.
  • Foucault, M.: Das Leben der infamen Menschen [1977]. Berlin 2001.
  • Foucault, M.: Gouvernementalität I: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Vorlesungen am Collège de France 1977-78. Frankfurt a.M. 2004.
  • Han, B.-C.: Was ist Macht? Stuttgart 2013.
  • Rancière, J.: Das Unvernehmen. Politik und Philosophie. Frankfurt a.M. 2002.

Leistungsnachweis / Credit requirement

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Kontakt/Contact

Sprechstunde in der Vorlesungszeit Di 14-15  LG 4 / 131 + n.Vbg.

Sommersemester 2017

Seminar S-9: Die römische Frühzeit im Spiegel augusteischer Literatur / Early Rome in the Mirror of Augustan Literature

bis zu 30 Teilnehmende - möglichst Do 14-16

„Darauf vielmehr soll mir jeder scharf sein Augenmerk richten, wie das Leben, wie die Sitten gewesen sind, durch was für Männer und durch welche Eigenschaften zu Hause und im Krieg die Herrschaft geschaffen und vergrößert wurde (…).“  So empfiehlt Titus Livius in den einleitenden Worten (Liv. Praef. 9), seine römische Geschichte – von der Gründung der Stadt bis in seine eigene Zeit – zu lesen. Dass insbesondere in der Frühzeit Roms vieles im Dunkeln liegt und spätere Konstruktion ist, beklagt er selbst. Dennoch legt er ein Werk vor, welches paradigmatisch für seine Zeit ist, in der unter Octavian/Augustus im Anschluss an die Bürgerkriege die Republik als Wertekatalog und Prinzip wiederhergestellt wurde (vgl. Aug. res. gest. 8). Livius und weitere zeitgenössische Autoren orientieren sich bei der Begründung dieser mores an einer römischen Frühzeit, an Sitten und Verhaltensweisen, die keine Rückschlüsse auf Historisches zulassen, aber den phantasmatischen Rahmen der augusteischen Zeit widerspiegeln. Dieses Seminar nähert sich über die Lektüre ausgewählter Texte und Auszüge von Livius, Vergil, Horaz und Ovid dieser Konstruktion von Frühzeit. Es werden verschiedene Felder – Sitten und Werte, Institutionen und Formen der Ausübung von Macht, Männerbilder und Geschlechterverhältnis, Erzählungen über Gründung und Eroberung – untersucht, um sich dem augusteischen Diskurs über das frühe Rom zu nähern.
The historiography of Livy is paradigmatic for his time: While Augustus restored values and principles of the Roman Republic and thus invented traditions of a long gone past, Livy presents a history of the city of Rome from the very beginning to his own time, even though he himself states that little is known about the early period. The aim of this seminar is to re-read key texts of the Augustan era (Livy, Virgil, Horace and Ovid) and to search for images of the early Rome in various discourse fields: mores and values, institutions and power, masculinities and gender relations, narratives about founding and conquest.

Literatur/Bibliography

wird im Seminar genannt

Leistungsnachweis / Credit requirement

Aktive Teilnahme, Hausarbeit / Active participation, dissertation

Kontakt/Contact

Sprechstunde in der Vorlesungszeit Di 14-15 LG 4 / 131 + n.Vbg.

Wintersemester 2016/17

Integriertes Proseminar "Herrschen und Regieren"

Informationen erhalten Sie im Seminar.

Seminar S-9: Von Griechen und Barbaren: Die Historien des Herodot

Informationen erhalten Sie im Seminar.

Sommersemester 2016

keine Lehrveranstaltung (dafür 2 im Wintersemester 2016/17)

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