Universität Erfurt

Honorarprofessor Historische Anthropologie

Forschungsprojekte "Historische Anthropologie"

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den laufenden Forschungsprojekten des Honorarprofessors "Historische Anthropologie". Die bereits abgeschlossenen Projekte finden sich im Projektarchiv.

I. Industriefotografie im 20. Jahrhundert. Erfassung, Digitalisierung und Erschließung von Fotobeständen zu Gewerbe und Industrie in Thüringen

Beginn: Mai 2007; derzeit laufend. Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

II. Produktion - Destruktion: Arbeitserfahrungen und Kriegsgewalt im 20. Jahrhundert

Produktive Arbeit gehörte zum Kernprogramm der "westlichen" Moderne. Dieses Konzept und seine Symbole waren nicht an kapitalistische Warenproduktion gekoppelt. Auch Gesellschafts-Projekte mit alternativem Anspruch teilten diese Orientierung: Der Staatssozialismus sowjetischer Prägung erwies sich im Alltag wesentlich als eine Arbeitsgesellschaft, zumal in der DDR. Entsprachen Praxis und Erfahrungen konkreter Arbeitsprozesse der Leitvorstellung rational-kalkulierter Tätigkeit? Welche Formen der Aneignung zeigen sich in alltagsgeschichtlichen Erkundungen? Produktion bedeutete auch Destruktion - als Verschleiß und Verschrottung. Produktion ermöglichte aber vor allem Destruktion: in der Fertigung von Kriegsmitteln und Waffen. Mehr noch: War es die Normalität industrieller Produktion, die sich für Soldaten beim Militär und im Krieg fortsetzte? Wurde Gewalttat "normalisiert", als Kriegs-Arbeit?

Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

III. Alltagsgeschichte transnational

Seit Beginn des Jahres 2009 hat Alf Lüdtke zugleich eine Distinguished Professorship an der Hanyang University, Seoul/Korea inne. Diese Position, die von der Korea Foundation im Rahmen ihres "World Class University"-Programms bis Ende 2013 finanziert wird, verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen Konzepte und Methoden von Alltagsgeschichte und Historischer Anthropologie in Graduiertenseminaren, Workshops und Vorträgen einem nationalen wie internationalen Publikum nahe zu bringen. Dabei geht es um Themen wie "Gewalt in der Moderne", "Arbeit und Nicht-Arbeit in der Industrialisierung", "Migration - zur Dauerhaftigkeit des Vorläufigen" oder "die Macht der Bilder".
Parallel ist ein Ziel, anhand der genannten Themenfelder historisch vergleichende Perspektiven zu europäisch/ nordamerikanischen und ostasiatischen Alltagswirklichkeiten zu untersuchen. Ein erstes Vorhaben gilt angemessenen Terminologien für den transnationalen historischen Vergleich. Wie lassen sich Wortfelder und deren Gebrauchsweisen bestimmen, die den historisch-lokalen (oder -regionalen) Eigentümlichkeiten angemessen sind, die aber zugleich den Transfer in andere kulturelle Kontexte ermöglichen, wenn nicht erleichtern? Oder: Wie ist wechselseitiges Übersetzen z. B. des Redens und Schreibens über den Wandel von Arbeit oder über Gewaltpraktiken in unterschiedlichen Sprachgemeinschaften und kulturellen Kontexten möglich?

Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

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IV. Blockaden und Passagen: Die Grenzübergangsstellen der DDR

Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

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V. Krieg als Arbeit

Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

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VI. Mehr als Vergleichen? Zum Stand transnationaler Geschichtsschreibung

Das Projekt wird geleitet von:
Prof. Dr. Alf Lüdtke

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