Universität Erfurt

Honorarprofessor Historische Anthropologie

Ehemalige der "Historischen Anthropologie" an der Uni Erfurt

In den vergangenen mittlerweile über zehn Jahren haben zahlreiche Personen an Forschung und Lehre zu "Historischer Anthropologie" - im Rahmen der "Arbeitsstelle Historische Anthropologie" - an der Universität Erfurt mitgewirkt. Im Folgenden möchten wir sie kurz vorstellen und ihre Arbeit würdigen (weitere Informationen finden sich im Archiv).

Prof. Dr. Hans Medick

Hans Medick studierte von 1959 bis 1966 Geschichte, Philosophie, Anglistik und Politische Wissenschaften an den Universitäten Köln, Heidelberg und Erlangen. Nach dem Abschluss als Magister war er von 1967 bis 1973 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er promovierte 1971. Nach verschiedenen Lehraufträgen in Deutschland und der Schweiz wurde er an die Johns Hopkins University 1980 als Visiting Professor berufen. 1993 erfolgte seine Habilitation in Göttingen für das Fach Mittlere und Neuere Geschichte. 1997 wurde er von der University of California als Professor für Frühe Neuzeit berufen. Von 1999 bis 2004  war er gemeinsam mit Alf Lüdtke Leiter der "Arbeitsstelle Historische Anthropologie" des Max-Planck-Instituts für Geschichte an der Universität Erfurt. Im Rahmen dieser Tätigkeit unterrichtete er u.a. im Wintersemester 2002 als Gastprofessor an der University of California Los Angeles. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erfahrungen und Darstellungen von Gewalt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, palästinische Selbstzeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts, Konzepte von Person und Selbst in ihren kulturellen Ausdrucksformen und Praktiken, methodische Ansätze von Mikrogeschichte und Historischer Anthropologie.

Weitere Informationen zu seiner aktuellen Arbeit und einen ausführlichen CV von Prof. Dr. Medick finden Sie hier.

Prof. Dr. Wolfgang Sofsky

Vor seiner Tätigkeit als Gastprofessor an der Arbeitsstelle Historische Anthropologie - von Oktober 1999 bis September 2000 - lehrte Wolfgang Sofsky an der Universität Göttingen. Seine Arbeiten über das Konzentrationslager ("Die Ordnung des Terrors", 1993) und die Gewalt ("Traktat über die Gewalt", 1996; zuletzt: "Zeiten des Schreckens") haben in der internationalen Öffentlichkeit große Beachtung gefunden. 1993 wurde ihm der Geschwister-Scholl-Preis verliehen. Sofsky schreibt regelmäßig für die "Neue Zürcher Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und andere Organe. Während seines Forschungsaufenthalts in Erfurt, arbeitete Sofsky an einem Buch über "Gewaltbilder". Dabei ging es ihm neben der Untersuchung ästhetischer Darstellungsweisen vor allem um die Frage, welche Erkenntnisse die Bildkunst für eine Anthropologie der Gewalt bereit hält. Zum Bereich der anthropologischen Gewaltforschung gehörten auch die Lehrveranstaltungen, die Sofsky an der Universität Erfurt anbot: ein Seminar im Studium Fundamentale "Gewalt und Krieg: in historisch-anthropologischer Perspektive" (zusammen mit Alf Lüdtke) und einen Lektürekurs "Elias Canetti: Masse und Macht". >> Gastprofessor Wintersemester 1999/2000 bis Sommersemester 2000

Prof. Dr. Dorothee Wierling

Dorothee Wierling war im Wintersemester 2000 Gastprofessorin für Historische Anthropologie an der Universität Erfurt. Zuvor war sie 1999/2000 Visiting Associate Professor for Modern German History an der University of Michigan, Ann Arbor sowie Gastwissenschaftlerin am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam (1999). Hervorzuheben ist zudem ihre Mitgliedschaft im Herausgebergremium der Zeitschrift Historische Anthropologie (seit 2000).
Momentan ist Frau Prof. Dr. Wierling als stellvertretende Direktorin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg tätig. >> Gastprofessorin Wintersemester 2000/2001 bis Sommersemester 2001

Prof. Dr. Peter Burschel

Bevor er als Gastprofessor an der Arbeitsstelle Historische Anthropologie tätig war, arbeitete Peter Burschel zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg (seit 1995). Im Anschluss an zwei Forschungsreisen nach Italien, war er zunächst Fellow am Historischen Kolleg in München (2000/2001) und kam schließlich 2001/2002 als Gastprofessor an die Universität Erfurt. Zu seinen Forschungsgebieten gehören u.a. konfessionelle Kulturen, Gewalt, Diplomatiegeschichte, Kulturkontakt und Selbstzeugnisse.
Momentan ist Prof. Dr. Burschel geschäftsführender Direktor des Historischen Instituts der Universität Rostock sowie Vorsitzender des Instituts für Historische Anthropologie in Freiburg im Breisgau. Auch er ist Mitherausgeber u.a. der Zeitschrift "Historische Anthropologie". >> Gastprofessor Wintersemester 2001/2002 bis Sommersemester 2002

Prof. Dr. Gesine Krüger

Gesine Krüger war 2002 und 2003 Gastprofessorin an der Arbeitsstelle Historische Anthropologie. Aktuell ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der frühen Neuzeit und Außereuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich. >> Gastprofessorin Wintersemester 2002/2003 bis Sommersemester 2003

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Dr. phil. Sebastian Jobs

Dr. Sebastian Jobs

Sebastian Jobs war von 2004 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Historische Anthropologie an der Universität Erfurt. Dort schloss er 2009 bei Alf Lüdtke und Jürgen Martschukat seine Promotion über die performativen sowie alltagsgeschichtlichen Dimensionen militärischer Siegesparaden in New York City ab (Titel: "Celebrating and performing victory: military parades in New York City, 1899-1946"). Seit September 2009 arbeitet Sebastian Jobs als Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs" in Rostock und beschäftigt sich mit der Bedeutung postkolonialer Kritik an 'westlichen' Praktiken der Geschichtsschreibung. Weiterhin entwickelt er derzeit ein Projekt zur Bedeutung von Gerüchten im amerikanischen Süden des 19. Jahrhunderts. Als langjähriger Mitarbeiter der Arbeitsstelle Historische Anthropologie organisierte er gemeinsam mit Prof. Dr. Lüdtke zahlreiche Konferenzen, Vorträge und Workshops (siehe Archiv) und veröffentlichte zuletzt mit ihm das Buch "Unsettling History: Archiving and Narrating in Historiography" (Frankfurt am Main 2010, siehe Aktuelles).

Dr. Andreas Bähr

Andreas Bähr war von August 2001 bis August 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gastwissenschaftler an der Arbeitsstelle Historische Anthropologie des Max-Planck-Instituts für Geschichte an der Universität Erfurt. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Selbstkonstitution und Subjektivität, Krankheit, Gewalt, Geschichte religiösen Denkens, Historische Epistemologie, Geschichte der Geschichtsschreibung, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Zuletzt war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin im Rahmen der DFG-Forschergruppe "Selbstzeugnisse in transkultureller Perspektive" tätig. 

Studentische Mitarbeiter

Als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte waren in der Vergangenheit für die "Arbeitsstelle Historische Anthropologie" tätig: Nele Heise, Dajana Karge, Michael Quaas, Marcus Runge, Benjamin Schöler, Juliane Wenke, Patricia Wiegmann, Volker Zimmermann u.a.

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