Universität Erfurt

Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte

Lehrveranstaltungen SoSe 2019

S-9: Einführung in die Ur- und Frühgeschichte Mitteldeutschlands am Beispiel einer regionalen Museumssammlung

Thomas Huck

Wö Fr 10:00-12:00, LG4/D06

Die Ur- und Frühgeschichte ist, unter Einbeziehung der Herausbildung Hominiden in Afrika, mit ca. zwei Millionen Jahren die längste Epoche in der Menschheitsgeschichte. In Mitteleuropa lässt sich die Kulturentwicklung anhand archäologischer Artefakte seit 700.000 Jahren verfolgen. Wohl auf Grund der überwiegenden Schriftlosigkeit der Epochen, etablierte sich die Ur- und Frühgeschichte (Prähistorische Archäologie) im Gegensatz zur Klassischen Archäologie erst um die Mitte des 19. Jahrhundert als Geschichtswissenschaft. Von frühen Ausnahmen abgesehen entstanden in den 1830er bis 1860er Jahren die ersten eigenständigen prähistorischen Sammlungen. Seit 1827 regelte eine Verordnung der Herzoglich Sächsischen Landesregierung die Abgabe archäologischer Bodenfunde an die Herzoglichen Sammlungen. Einige der bürgerlichen Privatsammlungen gelangten über die 1894 gegründete „Vereinigung für Gothaer Geschichte und Alterthumsforschung“ in das 1928 eröffnet Gothaer Heimatmuseum. Derzeit umfasst die Sammlung ur- und frühgeschichtlicher Artefakte der Stiftung Schloss Friedenstein fast 80.000 Einzelinventare und über 250.000 Einzelstücke.

Neben einer Einführung in die Ur- und Frühgeschichte als Wissenschaft und die Kulturgeschichte Westthüringens von Jungpaläolithikum bis in die Völkerwanderungszeit sollen am Beispiel der Gothaer Sammlung die Grundsätze des Umgangs sowie die Möglichkeiten des Erschließens archäologischer Quellen und Sachzeugen im Museum behandelt werden.

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V-3: Methoden der Konservierung / Restaurierung

Prof. Dr. Thomas Staemmler / Prof. Dr. Christoph Merzenich / Prof. Dr. Sebastian Strobl

Di 08:00-12:00 (A-Woche) | FH Erfurt

Die Studierenden erwerben interdisziplinäre Kenntnisse über die methodischen, ästhetischen und technologischen Fragen der Festigung, der Reinigung und der Behandlung von Fehlstellen. Sie eignen sich interdisziplinäres Wissen über Fragen der Ursachenanalyse und Behandlungskonzeption an.

Literatur:
T. Brachert: Patina, München 1995; Cesare Brandi: Theorie der Restaurierung, hrsg. und übers. von U. Schädler-Saub und Dörte Jakobs, München 2006; N. Lachmann (Red.): Schmutz, Wien 1999; P. Mora/L. Mora/P. Philippot: The Conservation of Wall Paintings, London 1984.

M SWK 2014 M02#04

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S-9: Leben in Afrika. Europäer in Äthiopien und im Sudan im 19. Jahrhundert

 Dr. Reiner Prass

Wö Mo 16:00-18:00, LG 4/E01

Im 19. Jahrhundert lebten zahlreiche Europäer in Afrika. Sie waren hier als Missionare und als Kaufleute tätig, sie arbeiteten als technische Fachleute und in der Verwaltung. Letzteres betraf nicht nur die Kolonialverwaltung europäischer Staaten; in Nordostafrika waren in der zweiten Hälfte auch eine ganze Reihe von Europäern in der ägyptischen Verwaltung tätig, und in Äthiopien beteiligten sie sich an der „Modernisierung“ des Landes. In dem Seminar sollen anhand ausgewählter Beispiele die Aktivitäten dieser Personen, ihre Lebensbedingungen und ihre Beiträge zu dem Wissen, das in dieser Zeit in Europa über Afrika verbreitet wurde, besprochen werden.

Literatur:

Rebekka Habermas/Alexandra Przyrembel (Hrsg.), Von Käfern, Märkten und Menschen. Kolonialismus und Wissen in der Moderne, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005.

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S-9: Mappings: Neue Raum- und Kartographiegeschichte

Prof. Dr. Iris Schröder 

Do 14:00-16:00 (A-Woche)

ET 14.06.2019 Fr 10:00-18:00

ET 15.06.2019 Sa 10:00-14:00

ET 26.06.2019 Mi 18:00-20:00

Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die im Rahmen ihrer Masterarbeit oder einer avisierten Promotion eigene Forschungen zur Sammlung Perthes begonnen haben. Ziel der Veranstaltung ist es, mit den unterschiedlichen Beständen der Sammlung weiter vertraut zu werden, überdies stehendie methodischen Herausforderungen der sammlungsbezogenen Forschung im Mittelpunkt. Promovierende sind ebenso wie Postdocs herzlich willkommen. Für Studierende des Master Geschichtswissenschaften und des Masterstudiengangs „Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte“ gibt es die Möglichkeit, einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Bitte achten Sie auch auf die aktuellen Ankündigungen auf der Lehrstuhlhomepage.

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S-9: Die ganze Welt auf engstem Raum. Kunstkammern und Kuriositätenkabinette in der Frühen Neuzeit

Dr. Susanne Friedrich 

Wö Di 10:00-12:00, LG4/E01

Große Kunstkammern waren vom 16. bis 18. Jahrhundert wichtige Sehenswürdigkeiten. Neben Münzen und Muscheln fanden sich dort Kunstobjekte und Exotika, Globen und Karten, Pflanzen und Tiere, Automaten und Wunderwerke. Die Leidenschaft für Artifizialia und Naturalia verband regierende Fürsten, Landadelige, reiche Bürger, bekannte Gelehrte und kleine Wirte. Als gesamteuropäisches Phänomen eint sie Sammler verschiedenster Länder, Stände und Konfessionen. Die Sammlungen gelten als Vorformen des Museums und Schauplätze empirischer Wissensgewinnung ebenso wie als Orte, in denen existierendes Wissen präsentiert und Vorurteile zementiert wurden. Das Seminar wird sich den Sammlungen auch praxeologisch nähern, indem nach Praktiken des Sammelns, vom Erwerb über die Konservierung bis zur Präsentation und Führung von Besuchern gefragt wird.

Literatur:

Collet, Dominik: Die Welt in der Stube. Begegnungen mit Außereuropa in Kunstkammern der Frühen Neuzeit, Göttingen 2007.

Grote, Andreas (Hg.): Macrocosmos in Microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450 bis 1800, Opladen 1994.

Laube, Stefan: Von der Reliquie zum Ding. Heiliger Ort - Wunderkammer – Museum, Berlin 2011.

Valentini, Michael Bernhard: Museum Museorum, Oder Vollständige Schau-Bühne Aller Materialien und Specereyen […], Frankfurt 1704 (online).

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S-9: Wissensgeschichte des Büros, 1910-1980

Prof. Dr. Bernhard Kleeberg 

Wö Mo 10:00-12:00, LG4/D03

Das Büro des frühen 20. Jhs. lässt sich als exemplarischer Ort der Rationalisierung fassen. Wissenschaftliche Betriebsführung und Psychotechnik trafen hier auf etablierte bürokratische Organisationen und Kulturtechniken (telefonieren, Schreibmaschine schreiben etc.), im Blick auf welche sie den menschlichen Akteur als funktionelle Schwachstelle identifizierten: Es galt, ihn in spezifische Fähigkeiten zu zerlegen und durch Training und Psychotechniken zu verbessern. Bis in die 1930er Jahre hinein widmeten sich Untersuchungen der Büroarbeit der Optimierung von Bewegungsabläufen, Arbeitsorganisation und Arbeitsteilung, dem Problem der Monotonie oder dem Bedarf an Pausen. Ziel war die Steigerung der Aufmerksamkeit, der Arbeitsleistung und des persönlichen Engagements. Mit der Erfahrung der hyperrationalisierten Bürokratie des Nationalsozialismus, der Enttäuschung technokratischer Rationalitätserwartungen und dem Beginn des zweiten Weltkriegs wandte man sich seit den 1940er Jahren dann zusehends der affektiven Seite menschlicher Rationalität zu. In der Organisationsforschung gewannen Fragen der Gruppendynamik, der Psychologie der Kleingruppe und ihrer Kommunikationsprozesse an Gewicht, Soziologie und Verwaltungswissenschaften lieferten die dazu passenden Sozialfiguren. Seit den 1950er Jahren schließlich stellte sich die Büroarbeit immer mehr auf ein postindustrielles Wirtschaftssystem um, mit dem sich auch die Kultur und das Personal des Büros änderte. Man begann nun zusehends, die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen – etwa zur Motivation – zu implementieren. Kreativitätstechniken wurden wichtig und man band vermehrt Freiräume und Erholung in den Büroalltag ein, weniger Organisation sollte mehr menschliche Entfaltungsmöglichkeiten eröffnen. In den 1970er Jahren finden sich vermehrt Versuche, eine auf den ganzen Menschen ausgerichtete Arbeitsatmosphäre zu schaffen: Das Büro wurde zum Ort der Selbstverwirklichung, die es freilich als Motivation umzulenken und abzuschöpfen galt. Gleichzeitig wurde Stress zum allgegenwärtigen Phänomen, in dem sich die psychosomatischen Belastungen des Büroarbeiters und der Büroarbeiterin spiegelten.

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S-9: Zwischen Mittelalter und Neuzeit

Prof. Dr. Martin Mulsow 

29.04.2019 Mo 10:00-12:00, LG 2/307

13.05.2019 Mo 10:00-14:00, LG 2/307

05.07.2019 Fr 09:00-19:00

06.07.2019 Sa 09:00-19:00

Das Seminar führt anhand von Originalmaterialien in Gotha in die Übergangszeit des 15./16. Jahrhunderts ein: Wann endet das Mittelalter? Wann beginnt die Neuzeit, und wodurch zeichnet sie sich aus? Wir werden die Medienrevolution (Handschrift/Inkunabel/Druck) am Objekt studieren, repräsentative philosophische Texte (wie die von Nikolaus von Kues) miteinander lesen und Gemälde analysieren (Jan van Eyck; das Gothaer Liebespaar) – aber auch die Forschungsliteratur (Huizinga, Cassirer usw.) durchgehen.

Die Vorbereitungssitzungen finden in Erfurt statt, das Blockseminar selbst in Gotha.

Literatur:

Hans Blumenberg: Aspekte der Epochenschwelle. Nolaner und Cusaner, Frankfurt 1985.

Ernst Cassirer: Individuum und Kosmos in der Philosophie der Renaissance, Berlin 1927.

Klaus Herbers und Florian Schuller (Hg.): Europa im 15. Jahrhundert. Herbst des Mittelalters – Frühling der Neuzeit, Regensburg 2012

Johann Huizinga: Herbst des Mittelalters. Studien über Lebens- und Geistesformen des 14. und 15. Jahrhunderts in Frankreich und in den Niederlanden, München 1924.

Barbara Tuchmann: Der ferne Spiegel. Das dramatische 14. Jahrhundert, München 1978.

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S-9: Atlantis in Schweden - Antiquarismus und Geschichtskonstruktion im Dienst der schwedischen Großmacht (1650-1720)

Dr. Bernhard Schirg 

ET 10.04.2019 Mi 14:00-18:00, LG 4/E01

ET 24.04.2019 Mi 14:00-18:00, LG 4/E01

ET 14.06.2019 Fr 09.00-19:00

ET 15.06.2019 Sa 09:00-19:00

Als Schweden Mitte des 17. Jhdts. als Sieger aus dem Dreissigjährigen Krieg hervorging, lag die frühere Geschichte der neuen Großmacht im Vergleich zu den Kulturnationen Europas in einem beschämenden Dunkel. In den Jahrzehnten um 1700 widmeten sich dutzende von Wissenschaftlern an schwedischen Universitäten der Erzeugung von Evidenz. Vor Jahrtausenden sei Skandinavien die Wiege der ersten Hochzivilisation Europas gewesen. Historiographische Beweise lagen vor, nur waren die Bezüge zu Schweden bisher in den antiken Quellen noch nicht erkannt worden. So hatte Atlantis in Wirklichkeit seinen wahren Sitz in Schweden, die Abenteuer des Odysseus fanden in der Ostsee statt, und ebenso führte die Route der Argonauten von hier ins Polarmeer. Für jedes Mythologem der Mittelmeerzivilisationen - der Römer, Griechen, Ägypter - fand sich nun ein Vorbild in der altnordischen Literatur. Mit den ersten frühschwedischen Militärexpeditionen seien neben zentralen Kulturlleistungen aus dem Norden auch diese Erzählungen in den Mittelmeerraum gelangt, wo sie von dort an aus Distanz zur schwedischen Natur und Sprache missverstanden wurden. 

Über mehrere Jahrzehnte hinweg versuchten Protagonisten der schwedischen Wissenschaftsgeschichte, Antiquare, Früharchäologen, Altnordisten und aufstrebende Doktoranden dieses Narrativ zu stützen. Ausgangspunkt war Olof Rudbecks Atlantica, ein monumentales Werk (4 Bde., 1679-1702), welches mit enormer Materialfülle den erschlagenden historischen Nachweis lieferte.

Das Seminar untersucht, wie der Raum um die Ostsee - damals Teile eines umfassenden schwedischen Großreichs - in dieses historische Narrativ integriert wurde. Die Erzählung einer antiken schwedischen Hochzivilisation in diesem Raum fußt auf einer umfassenden Appropriation klassisch-mythologischer Texte als Geschichtsquellen für das frühe Schweden. Diese Appropriation geschieht im Dialog mit einer breiten materiellen Basis - neu aufgenommene archäologische Befunde aus Schweden, Objekte aus jüngsten Grabungen, aber auch Objekte aus bekannten antiquarischen Publikationen (ägyptische Artefakte, römische Münzen und ihre Ikonographien, Gemmen, Statuen usw.), welche in Dialog mit den klassischen Texten gestellt werden und hierbei auf ein schwedisches Ursubstrat zurückgeführt werden.

Es widmet sich neben diesem Zusammenspiel von (heute fast ausschließlich verlorenen) Objekten und Texten insbesondere der Frage, wie eine Topographie von Platons Atlantis um das heutige Uppsala herum entworfen wurde. Lokale archäologische Befunde und Landvermessungen lieferten nun den Beweis, dass der griechische Philosoph eine präzise Beschreibung der Hochzivilisation Atlantis um diesen Standort herum vorgelegt hatte. Ebenso wurden literarischer Orte aus der altnordischen als auch griechisch-römischen Mythologie auf der Karte Skandinaviens kartographisch verortet, und die klassischen Erzählungen mit der schwedischen Landschaft und Natur als ihrem Ursprung verzahnt. 

In quellennaher Arbeit am Original untersucht das Seminar die vielfältigen Methoden der Rekonstruktion der frühen schwedischen Hochzivilisation, wie dieses lokale Wissen aufbereitet wurde, und in Form von Text und Abbildungen mit internationaler Reichweite präsentiert wurde. Im Fokus stehen hierbei die reichhaltigen Tafelbände und Anmerkungen zur Atlantica sowie die kontroversen Diskurse, die sich hiervon ausgehend in Dissertationen und Gegendarstellungen aus dem Ausland niedergeschlagen haben.

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S-9: Kulturphilosophie

Prof. Dr. Bärbel Frischmann 

Wö Mi 10:00-12:00, LG1 327

Im Seminar sollen Schlüsseltexte der Kulturphilosophie des 20. Jahrhunderts gelesen und diskutiert werden. 

Eine Festlegung auf die Lektüre erfolgt zur ersten Seminarveranstaltung.

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S-9: Neuere Literatur zur Theorie der Wahrnehmung

Matthias Neuber 

Wö Di 14:00-16:00, LG 4/E01

 

 

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S-9: Heiligkeit sammeln: Reliquien, Reliquiare und Heiligenbilder als Sammlungsgut in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Prof. Dr. Jörg Seiler 

Vo 29.04.2019 Mo 14:00-16:00, LG 1/323

ET 27.06.2019 Do 09:00-19:00, LG 2/212

ET 28.06.2019 Fr 09:00-19:00, LG 2/212

ET 29.06.2019 Sa ab 9:00, LG 2/212

"Heiligkeit sammeln" soll den Blick darauf richten, welche Objekte in Mittelalter und Früher Neuzeit gesammelt wurden, um an das Irdenleben Christi oder an das Wirken der christlichen Heiligen zu erinnern. Im Zentrum stehen Reliquien und deren Aufbewahrung und Präsentation in Reliquiaren, an die verschiedene Epochen unterschiedliche Anforderungen bezüglich der Funktionalität und Ästhetik stellten. Auch wird die Organisation und Ausstellung großer Reliquiensammlungen des Spätmittelalters anhand ausgewählter Inventare, "Heiltumsbücher" und zeitgenössischer Abbildungen rekonstruiert. Zusätzlich werden wir System und Bildkonventionen illustrierter Heiligenviten studieren. Um die Bedeutung von Reliquien und Reliquiaren zu erschließen, werden wir die ihnen zugrunde liegende Theologie reflektieren.

Das Blockseminar wird in Würzburg an der Julius-Maximilians-Universität durchgeführt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kunstreferat des Bistums Würzburg ist Gelegenheit, in der Domschatzkammer originale Reliquien und Reliquiaren in Augenschein zu nehmen. Ausgewählte bildliche Darstellungen von Heiligen und Bildviten werden wir im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg anschauen. 

Eine verpflichtende Vorbesprechung findet statt am 29.4.2019, 14 Uhr statt.

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V-3: Religionsphilosophie

Prof. Dr. Michael Gabel 

Wö Di 10:00-12:00, Domstr. 10/SR 2

Was ist Religion? Gehört Religion unverzichtbar zum Menschsein? Wie lässt sich damit das Desinteresse an Religion in den neuen Bundesländern vereinbaren? Wie lässt sich angesichts dieser Situation ein Zugang zu Religion ausarbeiten? Die Vorlesung beantwortet diese Fragen, indem sie den Zusammenhang zwischen Religion und Vernunft als Ausdruck des Menschseins untersucht (Röm 1, 20). Basierend auf der phänomenologischen Methode werden u. a. Entwürfe von Augustinus, Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, Kierkegaard, Heidegger, Scheler und Levinas behandelt und die Kritik von Feuerbach, Marx, Freud und Nietzsche bedacht.

Literatur:

Zur ersten Übersicht: K.-H. Weger, Religionskritik von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Herder Taschenbuch 716); K.-H. Weger, Argumente für Gott (Herder Taschenbuch 1393); H. Zirker, Religionskritik, (Patmos; Leitfaden Theologie 5); W. Oelmüller u. a., Diskurs Religion, (Philosophische Arbeitsbücher, Schöningh-UTB 895); Handbuch der Fundamentaltheologie Bd: 1; einschlägige Lexika der Theologie und Philosophie.

 

Wichtigste Quellen: Augustinus, Bekenntnisse (reclam, Übersetzung von K. Flasch, oder lat.-dt. Insel-Taschenbuch 1002 = alte Ausgabe bei Kösel); Anselm, Proslogion (lat-dt. bei fromann-holzboog); L. Feuerbach, Wesen des Christentums; Marx, Thesen über Feuerbach; S. Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode; M. Heidegger, Identität und Differenz; S. Freud, Die Zukunft einer Illusion.

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V-3: Historische Grundlagen des Rechts

Prof. Dr. Manfred Baldus 

Wö Do 12:00-14:00, KIZ/HS 1

ET 22.06.2019 Sa 10:00-12:00

ET 29.06.2019 Sa 10:00-14:00

Die Vorlesung führt in die historischen Grundlagen des deutschen Rechts ein. Zunächst werden die verschiedenen Rechtsbegriffe dargestellt und erörtert, sodann die Gründe der Notwendigkeit einer historischen Betrachtung aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Entstehung des Verfassungsrechts der Bundesrepublik Deutschland und seiner historischen Wurzeln im Kontext der Entwicklung des westlichen Verfassungsstaates. Darüber hinaus werden die wichtigen Momente in der Geschichte des deutschen Privatrechts präsentiert.

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SE-9: Selbststudieneinheit zur Geschichte und Anthropologie des Raums

Prof. Dr. Susanne Rau

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M04#03
M SWK 2014 M05#03
M SWK 2014 M15#03
M SWK 2014 M16#04
M SWK 2014 M17#03

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SE-9: Selbststudieneinheit zur Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Schröder

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M04#03
M SWK 2014 M05#03
M SWK 2014 M15#03

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SE-9: Selbststudieneinheit zur Wissenschaftsgeschichte

Prof. Dr. Bernhard Kleeberg

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M05#03
M SWK 2014 M15#03

Ko-9: EPPP-Kolloquium Wissenschaftsgeschichte der Neuzeit

Dr. Markus Meumann

Wö Do 17:00-19:00 

Im Kolloquium werden laufende Forschungsarbeiten zur Wissensgeschichte der Neuzeit diskutiert, vornehmlich im Rahmen des gleichnamigen Nachwuchskollegs (https://www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha/nachwuchskolleg/). Fortgeschrittene BA- und Masterstudierende der Universität Erfurt sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen. Für Studierende der Masterstudiengänge Geschichtswissenschaften und Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte gibt es die Möglichkeit, nach vorheriger Absprache einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Bei Interesse wird um rechtzeitige Anmeldung per email gebeten (markus.meumann@uni-erfurt.de).

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Ko-9: Kolloquium zur Wissenschaftsgeschichte

Prof. Dr. Bernhard Kleeberg 

Di 18:00-20:00 (A-Woche), LG 4/D07

Im Kolloquium besprechen wir aktuelle Ansätze aus dem Bereich der Wissenschaftsgeschichte. Neben der Diskussion eigener Arbeiten stehen in diesem Semester jüngere Arbeiten zur Wahrheitsproblematik auf dem Programm. Das Kolloquium wendet sich ausdrücklich auch an Teilnehme-rInnen anderer Disziplinen. Um Anmeldung wird gebeten.

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Ko-9: Kolloquium zu laufenden Abschluss- und Qualifikationsarbeiten in der Neueren Geschichte

Prof. Dr. Susanne Rau

Mi 18:00-20:00 | LG4/D06

21.06.2019 Fr 12:00-18:00, LG1/135

26.06.2019 Mi 17:00-20:00, LG4/D04

 

Das Kolloquium bietet Gelegenheit zur Präsentation und Diskussion Ihrer laufenden Forschungsarbeiten. In einzelnen Sitzungen werden wir Vorträge auswärtiger Gastreferenten hören und diskutieren. Bitte melden Sie sich spätestens in der ersten Semesterwoche mit Ihrem Projekt oder Teilnahmeinteresse an. Als Student/in eines Masterprogramms sollten Sie das Seminar belegen.

M SWK 2014 M04#02

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Ko-9: Kolloquium Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Schröder

Blockveranstaltung | n.V.

Im Kolloquium werden neben gemeinsamer Textlektüren laufende Forschungsarbeiten zur Globalgeschichte zur Diskussion gestellt. Das Kolloquium findet in diesem Semester als Blockveranstaltung (Termin wird per E-Mail bekannt gegeben) statt. Fortgeschrittene BA- und Masterstudierende der Universität Erfurt sind herzlich willkommen; für Studierende des Master Geschichtswissenschaften gibt es die Möglichkeit einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Um Anmeldung wird gebeten per Email an iris.schroeder@uni-erfurt.de

M SWK 2014 M04#02

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