Universität Erfurt

Lehrveranstaltungen WiSe 2014/15

V-9: Geschichte, Theorie und Praxis des Sammelns

Prof. Dr. Martin Eberle

Mo 08:00-10:00 | LG 4/D07

Die Vorlesung gibt einen Einblick in die Theorie und Geschichte des Sammelns, wobei Objektsammlungen bzw. museale Sammlungen im Mittelpunkt stehen; darüber hinaus aber wird auch das Sammeln in Bibliothek und Archiv angesprochen werden. Einen Schwerpunkt der Vorlesung bilden dabei die Kunst- und Wunderkammern des 16. und 17. Jahrhunderts, das Werden der Museen im 18. und 19. Jahrhundert sowie aktuelle Fragestellungen an das Sammeln. Weiterhin bilden insbesondere Problematiken der Gothaer Sammlungen im nationalen und internationalen Vergleich einen weiteren Kern der Vorlesung.

M SWK 2014 M01#01

Prof. Dr. em. Manfred Sommer (Philosophisches Seminar der Universität Kiel)

Vortrag zur "Rektangulierung der Wirklichkeit" (19. Nov. 2014 | 18 Uhr | LG 4/D02)

Workshop zur "Philosophie des Sammelns" (20. Nov. 2014 | 14-17 Uhr | LG 1/218)

S-3: Paläographie

Prof. Dr. Susanne Rau / Dr. Steffen Arndt

Mo 14:00-16:00 | LG 4/D06

Das Seminar führt in die Kunst des Transkribierens handschriftlicher Quellen des 12.-19. Jahrhunderts vor allem aus dem deutsch-, aber auch aus dem französisch- und englischsprachigen Bereich ein. Es werden Hilfsmittel zur Auflösung von Abkürzungen und Datierungen vorgestellt, Kenntnisse für die Edition handschriftlicher Texte vermittelt und eine Einführung in die Theorie und Praxis der archivalischen und bibliothekarischen Grundlagenerschließung gegeben. Ein Besuch im Staatsarchiv in Gotha ist vorgesehen (Absprache des Termins erfolgt zu Beginn des Semesters.)

Literatur:
Friedrich Beck/Eckart Henning (Hg.): Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, Köln u.a., 3. Aufl. 2003; Friedrich Beck/Lorenz Friedrich Beck: Die Lateinische Schrift. Schriftzeugnisse aus dem deutschen Sprachgebiet vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Köln u.a. 2007; Landschaftsverband Rheinland / Archivberatungsstelle: Paläographie – Archivalische Textsorten – Aktenkunde, Bonn 1999 ; Walter Heinemeyer (Hg.), Richtlinien für die Edition landesgeschichtlicher Quellen, Marburg 1978, darin auch: Johannes Schultze, Richtlinien für die äußere Textgestaltung bei der Herausgabe von Quellen zur neueren deutschen Geschichte.

M SWK 2014 M02#01

S-3: Digitale Technologien

Dipl.-Inf. René Smolarski B.A.

Mi 14:00-16:00 | LG 2/308

Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Semesterwoche (am 22.10.2014).

Seit einigen Jahren finden in immer größerem Ausmaß digitale Technologie Eingang sowohl in Forschung und Lehre an Universitäten und Forschungseinrichtungen als auch in den Umgang und die Arbeit mit Sammlungen und Sammlungsbeständen. Eine Entwicklung, der sich auch die Geisteswissenschaften zunehmend nicht mehr entziehen können. Das Seminar Digitale Technologien widmet sich diesen Technologien und den verschiedenen Möglichkeiten, die diese den zukünftigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Sammlungskontexten an die Hand geben, um zum Beispiel Sammlungsbestände sowohl wissenschaftlichen Maßstäben entsprechend als auch öffentlichkeitswirksam zu erfassen, zu erschließen und zu erhalten. Das Seminar widmet sich daher vor allem den Grundlagen der Digitalisierung, der Bildbearbeitung, der digitale Editorik, der Einführung in die Georeferenzierung sowie den computergestützten Verfahren zur Aufarbeitung ausgewählter Objektdaten.

Literatur:
Anna Weymann u.a. (Hg.): Einführung in die Digitalisierung von gedrucktem Kulturgut. Ein Handbuch für Einsteiger, Berlin 2010. Zimmerman O. / Geißler T. (Hg.): Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0, Berlin 2010.

M SWK 2014 M02#02

S-3: Einführung in die präventive Konservierung

Dipl.Rest. Karin Kosicki

Do 16:00-20:00 (nur am 16.; 23., 30.10., 06., 13.11.) | Raum 7.2.15 (FH Erfurt)

Die Klausur findet am 05.12.2014 um 09.00 Uhr in Raum 1.2.12/14 an der FH Erfurt statt.

Die Einführung in das Thema "Restaurierung" von Prof. Dr. Christoph Merzenich findet am 15.10. von 14:00-16:00 im Raum 1.E.08 an der FH Erfurt Uhr statt.

Die Vorlesung zur präventiven Konservierung führt zunächst in das Thema der Schadensprävention ein. Es werden wesentliche Inhalte zur Raumklimatisierung, zu Ausstellungsvitrinen und zur Bauinstandhaltung vermittelt. Darüber hinaus soll erlernt werden, wie Kunst- und Kulturgut präsentiert, transportiert und gelagert wird.

Literatur:
Günnter S. Hilbert/Barbara Fischer: Sammlungsgut in Sicherheit : Beleuchtung und Lichtschutz, Klimatisierung, Schadstoffprävention, Schädlingsbekämpfung, Sicherungstechnik, Brandschutz, Gefahrenmanagement, Berlin 2002.

M SWK 2014 M02#03

S-9: 1697- A Global History

Prof. Dr. Alexander Schunka

24.10.2014 14:00-16:00 | LG 4/D08
23.01.2015 14:00-20:00 | FZ Gotha
24.01.2015 10:00-18:00 | FZ Gotha
06.02.2015 14:00-20:00 | FZ Gotha
07.02.2015 10:00-18:00 | FZ Gotha

Historiker analysieren meist längerfristige Prozesse und Strukturen. Aber was bedeutet es, wenn nur ein einziges Jahr ins Zentrum rückt, und zwar in globaler Perspektive? Das Seminar will diese Fragen anhand des Jahres 1697 in den Blick nehmen, das in religiöser, politischer und kultureller Perspektive als Epochenjahr angesehen werden kann – weit über Deutschland und Europa hinaus. Die europäische Konfessionsspaltung spielt dabei ebenso eine Rolle wie das Wissen über China, politische Weichenstellungen im Mittelmeerraum, geistesgeschichtliche Entwicklungen und vieles mehr. In ihrer Zusammenschau sind die Ereignisse und Vorgänge dieses Jahres bisher noch nicht erforscht worden.Die Studierenden lernen am Beispiel des Jahres 1697 wichtige Ereignisse und Prozesse der frühneuzeitlichen Geschichte kennen, sie erhalten Einblick in Methoden globalgeschichtlicher Forschung und werden sich auch mit der Darstellung bzw. dem Schreiben von Geschichte beschäftigen. Bei Bedarf wird das Seminar in englischer Sprache angeboten.

Literatur:
John Elliott Wills: 1688 – A Global History, New York u.a. 2001.

M SWK 2014 M04#01

S-9: Die Karten des Krieges. Eine thematische Einführung in die historische Kartographieforschung

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

Do 10:00-12:00 | FZ Gotha

Kartographie und Krieg scheinen im Europa des langen 19. Jahrhunderts eng miteinander verknüpft. Im Zeichen einer neuen Territorialität wurden Karten für die gewünschte exakte Visualisierung politischer Räume immer bedeutsamer. Geländeaufnahmen und die Kunst des Croquierens gehörten fortan zu den grundlegenden, anfangs gleichwohl sehr avancierten Techniken der Offiziersausbildung. Für die militärstrategischen Planer waren Karten mehr als nur ein willkommenes Arbeitsinstrument. So sollte die Modellierung von Schlachten und Feldzügen sowie von Gebietsgewinnen und -verlusten auf dem Papier bis hin zur Darstellung einzelner Kriegsverläufe in den öffentlichen Medien bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges zunehmend gang und gäbe werden. Das Seminar ist als Einführung konzipiert, setzt allerdings Grundkenntnisse der Geschichte Europas und der Welt im langen 19. Jahrhundert voraus. Im ersten Teil soll der grundlegende Umgang mit historischem Kartenmaterial geübt und es sollen ausgewählte, thematisch relevante Teile der Kartographiegeschichte und Raumtheorie erarbeitet werden. Anschließend werden die Teilnehmenden anhand ausgewählter Bestände aus der Sammlung Perthes eigene quellengestützte Fallstudien anfertigen, die sowohl Kriege innerhalb Europas als auch Kolonialkriege oder den Ersten Weltkrieg betreffen können. Das Seminar findet anfangs wöchentlich statt, im zweiten Teil wird in Einzelarbeit am Material der Sammlung Perthes gearbeitet. Die Ergebnisse werden dann der Seminargruppe an einem gemeinsamen Blockseminartag im Januar präsentiert.

Literatur:
Jeremy Black: Maps and History. Constructing Images of the Past, New Haven/London 1997; Jeremy W. Crampton: Mapping. A critical introduction to cartography and GIS. Chichester 2010; Ulrike Jureit: Das Ordnen von Räumen. Territorien und Lebensraum im 19. und 20. Jahrhundert. Hamburg 2012.

M SWK 2014 M04#01

S-9: Mappings: Raum- und neue Kartographiegeschichte (Perthes-Seminar)

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

Do 14:00-16:00 | FZ Gotha

ET    16.10.2014 Do 18:00-20:00
ET    23.10.2014 Do 18:00-20:00
ET    29.10.2014  Mi 18:00-20:00
ET    06.11.2014 Do 18:00-20:00
ET    04.12.2014 Do 18:00-20:00
ET    08.01.2015 Do 18:00-20:00
ET    05.02.2015 Do 18:00-20:00

Die Veranstaltung findet vierzehntägig, Do 14-16h, im Forschungszentrum Gotha statt. Das Perthes Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die im Rahmen ihrer Masterarbeit oder einer avisierten Promotion eigene Forschungen zur Sammlung Perthes begonnen haben. Ziel der Veranstaltung ist es, mit den unterschiedlichen Beständen der Sammlung weiter vertraut zu werden, überdies sollen die methodischen Herausforderungen der sammlungsbezogenen Forschung mit Schwerpunkt auf der Sammlung Perthes im Mittelpunkt stehen. Das Seminar versteht sich als eine Fortführung des Forschungsseminars für Masterstudierende des vergangenen Wintersemesters, Promovierende sind ebenso wie Postdocs herzlich willkommen. Für Studierende des Master Geschichtswissenschaften gibt es die Möglichkeit einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Bitte achten Sie auch auf die aktuellen Ankündigungen auf der Lehrstuhhomepage.

M SWK 2014 M04#01

S-9: Die Wichtigkeit der kleinen Dinge. Gemmen und andere Miniaturen in Antike und Früher Neuzeit

Prof. Dr. Martin Mulsow / Johannes Eberhardt / Mihaela Holban

13.10.2014 10:00-14:00 | LG 1/118
27.10.2014 10:00-14:00 |
LG 1/118
10.11.2014 10:00-14:00 |
LG 1/118
24.11.2014 10:00-14:00 |
LG 1/118
08.12.2014 10:00-14:00 |
LG 1/118
19.01.2015 10:00-14:00 |
LG 1/118
02.02.2015 08:00-18:00 | FZ Gotha

Das Seminar bringt verschiedene Forschungsgebiete zusammen: material culture, antike Religionsgeschichte, Numismatik, Glyptik, historische Bildwissenschaft, Sammlungsgeschichte und History of Scholarship. Im Zentrum stehen die Gemmen vor dem Hintergrund der glyptischen artes minores der Antike und ihre Erforschung. Die Figuren auf geschnittenen Steinen, insbesondere den Intaglios, sind mit bloßem Auge in ihrem Reichtum an künstlerischer Ausarbeitung meist kaum zu erkennen. Was trieb seit Beginn der Glyptik in den frühen vorderasiatischen Hochkulturen die Menschen an, Werke in kleinster Form zu schaffen? Durch welche technischen Hilfsmittel wurden die Feinheiten der Figuren überhaupt erschaffen und wahrgenommen? Was bedeutet ein Maximum von Bedeutsamkeit in kleinster Form, und welche Beziehung gibt es zu anderen Miniaturen der Antike wie Votivgaben? Wie wanderten Bildmotive zwischen Gemmen und anderen Medien wie Mosaiken, Wandmalerei, Terrakottastatuetten, Münzen, Statuen oder Reliefs? Welche Praktiken, Identitäten und Performanzen waren mit ihnen verbunden? Seit wann, wie und mit welchen Perspektiven hat die Forschung begonnen, in intermedialer Weise solche Bildmotive zu erforschen? Was ist die „Biographie der Gegenstände“ im antiken Kontext, durch frühneuzeitliche Linsen gesehen und durch heutige Forschungslinsen? Was für eine Gattung innerhalb der antiquarischen Forschung zu den „mores et instituta“ der Antike ist die frühneuzeitliche intermediale Monographie?

Das Seminar wird etliche Sitzungen in Gotha anhand der dortigen Gemmen- und Buchbestände gestalten und in den praktischen Umgang mit diesen Sammlungen einführen.

Literatur:
Angela Berthold: Entwurf und Ausführung in den artes minores: Münz- und Gemmenkünstler des 6.-4. Jahrhunderts v. Chr., Hamburg 2013; Dominique Collon: First Impressions. Cylinder Seals in the Ancient Near East, London 1987. Simone Michel: Die magischen Gemmen, Berlin 2004; Peter N. Miller: The Antiquary’s Art of Comparison: Peiresc and Abraxas, in: Philologie und Erkenntnis. Beiträge zu Begriff und Problem frühneuzeitlicher ‘Philologie’, hg. von Ralph Häfner, Tübingen 2001, S. 57-94; Martin Mulsow: Antiquarianism and Idolatry. The “Historia” of Religions in the Seventeenth Century, in: Gianna Pomata und Nancy G. Siraisi (Hg.): Historia. Empiricism and Erudition in Early Modern Europe, Cambridge, Mass. 2005, S. 181-210; Susan Stewart: On Longing: Narratives of the Miniature, the Gigantic, the Souvenir, the Collection, Durham (N.C.), 1993; Erika Zwierlein-Diehl: Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin 2007. Peter Zazoff und Hilde Zazoff: Gemmensammler und Gemmenforscher, München 1983.

Vorläufiges Programm

M SWK 2014 M05#01

S-9: Was ist Wissensgeschichte?

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

Mo 16:00-18:00 | LG 4/D07

Die Veranstaltung beginnt am 20.10.14.

M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Spektakuläre Katastrophen

Prof. Dr. Jörg Dünne

Vorbesprechung 15.10.2014 18:00-20:00 | LG 1/118

Exkursion 23.02.2015 - 25.02.2015

Gegenstand des Seminars ist die spannungsreiche Verbindung, die Katastrophen und Spektakularität in ästhetischen, politischen und anderen kulturellen Praktiken eingehen. Impliziert ist dabei die These, dass Katastrophen einerseits eine Tendenz zur spektakulären Zur-Schau-Stellung, umgekehrt aber auch spektakuläre Inszenierungen eine besondere Affinität zur katastrophischen Wendung besitzen. Vor dem Hintergrund des 20. Jahrhunderts – dem „Katastrophenzeitalter“ (Hobsbawm) –, in dem sich die Katastrophe zunehmend zu einem Dauerzustand verstetigt hat, wollen wir die moderne Vorgeschichte des Katastrophen-Begriffs und des damit verbundenen Natur-, Politik- und Geschichtsverständnis ergründen und fragen, wie vor allem in der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts Katastrophen narrativisiert und in Szene gesetzt werden. Es steht zu vermuten, dass das literarische Interesse an der Katastrophe in der modernen Literatur mit der Entwicklung neuer Formen der Mediatisierung, insbesondere der Theatralisierung von Katastrophen einhergeht, aber auch mit der kritischen Reflexion auf die kulturellen Zurichtungen von ungewöhnlichen Ereignissen zu Katastrophen – eine Reflexion, die auch für die aktuelle kulturtheoretische Beschäftigung mit Katastrophen noch grundlegend ist. Für das 18. Jahrhundert stehen maßgeblich die erschütternden Erfahrungen des Erdbebens von Lissabon 1755 und der weniger bekannten, aber nicht weniger verheerenden Erdbeben in Kalabrien und Messina von 1783, die philosophisch zu einer radikalen Absage an die Theodizee geführt haben; für das 19. Jahrhundert die revolutionären Umwälzungen, die häufig in Termini einer Naturkatastrophe reflektiert worden sind, letztlich aber genau die Unterscheidung zwischen natürlichen und ‚von Menschen gemachten‘ Katastrophen problematisieren. Das Seminar wird als Blockseminar auf dem Campus der „Venice International University“ in Venedig stattfinden, es erfordert große Lektürebereitschaft und umfassende Vorbereitung. Die Teilnehmerzahl des Seminars ist begrenzt, die Auswahl erfolgt durch ein Motivationsschreiben, das spätestens am Wochenende nach dem Termin der ersten Vorbesprechung einzureichen ist (bei der Vorbesprechung wird auch über die voraussichtlichen Unkosten für Reise und Unterkunft informiert). Die Teilnahme an den Vorbesprechungen ist verpflichtend, zusätzlich zu dem Blockseminar besteht im März 2015 die Gelegenheit zur freiwilligen Teilnahme an einer internationalen Tagung zum gleichen Thema.

Auf dem Programm stehen u.a. folgende literarische Texte: Voltaire, Candide / Kleist, Das Erdbeben von Chili / Balzac, La Peau de chagrin (Ausschnitte) / Flaubert, L’Education sentimentale; Bouvard et Pécuchet (Ausschnitte) / Zola, Nana (Ausschnitte) / Verne, L’éternel Adam

M SWK 2014 M15#01

S-9: Messen und Märkte: wirtschaftliche Räume und sozialer Austausch

Prof. Dr. Susanne Rau

Di 14:00-16:00 | LG 4/D06

Messen und Märkte sind heute vor allem Veranstaltungen des Event-Bereichs. In Spätmittelalter und Früher Neuzeit waren es Orte des überregionalen, je nach Standort auch transnationalen Austauschs: Orte, an denen Menschen (temporär) zusammenkamen, Waren (Rohstoffe, Gewürze, Drogen, Felle, Seide etc.) aus aller Welt austauschten, Preise aushandelten und ggf. auch Konflikte regelten. Das Seminar versucht, die Entstehung, Funktion und Regulation von Märkten und Messen nachzuvollziehen, die Einzugsgebiete einzelner Marktorte, aber auch die durch den Handel entstehenden Netzwerke zu verstehen. Schließlich sollen die Differenzen zur modernen Marktwirtschaft herausgearbeitet werden. Das Seminar ist Teil eines Forschungsprojekts, bei dem Mitdenken und Mitarbeiten erwünscht ist.

Literatur:
Kenneth Pomeranz/Steven Topik: The world that trade created. Society, culture, and the world economy, 1400 to the present, Armonk, NY [u.a.] 1999, 2. erw. Aufl. 2006; Clé Lesger: The Rise of the Amsterdam Market and Information Exchange. Merchants, Commercial Expansion and Change in the Spatial Economy of the Low Countries, c. 1550 1630, Aldershot 2006; Paola Lanaro: “Economic space and urban policies: fairs and markets in the Italy of the early modern age”, in: Journal of Urban History 30 1 (2003) S. 37-49; Andrea Caracausi/Christof Jeggle (Hg.): Commercial networks and European Cities, 1400-1800, London 2014.

M SWK 2014 M15#01

S-9: Bibliotheca Amploniana

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky

Mi 10:00-12:00 | LG 4/D07

M SWK 2014 M15#01

S-9: Radikalaufklärung

Prof. Dr. Martin Mulsow

Mo 16:00-18:00 | LG 1/128

Die Philosophie der radikalen Aufklärung entsteht in den Jahrzehnten um 1680 und äußert sich zunächst nur in handschriftlich verbreiteten Texten, die Vorgaben aus Spinoza, Hobbes, Vanini und Malebranche in atheistische, offenbarungskritische und herrschaftskritische Pamphlete ummünzen. Im Deutschland des frühen 18. Jahrhunderts verbinden sich diese Theorien mit Impulsen aus der naturrechtlich geprägten Frühaufklärung. Erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts gelangt die Strömung – wenn überhaupt – an die Oberfläche von gedruckten Texten und beeinflußt die Philosophien eines Voltaire, Diderot, Reimarus, Boulanger oder Holbach. Das Seminar versteht sich als Lektürekurs. Wir werden zentrale Texte der Radikalaufklärung zusammen lesen, die philosophischen und historischen Hintergründe diskutieren und die Relevanz der Texte für die heutige Diskussion erörtern.

Literatur:
Jonathan Israel / Martin Mulsow (Hg.): Radikalaufklärung, Berlin 2014; Jonathan Israel: Radical Enlightenment. Philosophy and the Making of Modernity, Oxford: OUP, 2001.

M SWK 2014 M16#01

V-3: Religionsphilosophie

Prof. Dr. Michael Gabel

Mi 08:00-10:00 | Domstr. 10/SR 1

Religion und Glaube bedürfen zur Klärung ihrer Anliegen der Vernunft und des Denkens. Aber nicht jede Form des Denkens ist dem Gegenstand angemessen. Deshalb bedarf es einer Kritik der Vernunft und der Gewinnung eines ursprünglichen Denkens. An Entwürfen großer Denker aus verschiedenen Jahrhunderten werden Gestalten dieses Denkens geprüft. Für SWK ist diese LV deshalb interessant und wichtig, weil sie auf große Werke und Texte europäischer Philosophie zurückgreift.

Literatur:
K.-H. Weger: Religionskritik von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Herder Taschenbuch 716); K.-H. Weger, Argumente für Gott (Herder Taschenbuch 1393); H. Zirker: Religionskritik, (Patmos; Leitfaden Theologie 5); W. Oelmüller u. a.: Diskurs Religion, (Philosophische Arbeitsbücher, Schöningh-UTB 895); Handbuch der Fundamentaltheologie Bd: 1; einschlägige Lexika der Theologie und Philosophie.

Wichtigste Quellen:
Augustinus: Bekenntnisse (reclam, Übersetzung von K. Flasch, oder lat.-dt. Insel- Taschenbuch 1002 = alte Ausgabe bei Kösel); Anselm: Proslogion (lat-dt. bei fromann-holzboog); L. Feuerbach: Wesen des Christentums; Marx: Thesen über Feuerbach; S. Kierkegaard: Die Krankheit zum Tode; M. Heidegger: Identität und Differenz; S. Freud, Die Zukunft einer Illusion.

M SWK 2014 M17#01

V-3: Staatsorganisationsrecht

Dr. Wito Schwanengel

Do 12:00-14:00 | AMG/Audimax
Klausur 05.02.2015

Die Vorlesung führt in das Verfassungsrecht der Bundesrepublik ein und behandelt das Staatsorganisationsrecht. Im Mittelpunkt stehen dabei die politischen Grundentscheidungen des Grundgesetzes für Demokratie und Rechtsstaat, Bundesstaat und Sozialstaat. Diese werden auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Verwaltungstätigkeit von Bund und Ländern gewürdigt. Ferner werden die Verfassungsorgane des Bundes, ihre Kompetenzen und ihr Verhältnis zueinander erörtert.

M SWK 2014 M18#01

V-3: Allgemeines Verwaltungsrecht - Vorlesung

Prof. Dr. Arno Scherzberg

Mo 16:00-18:00 | LG 2/131
Klausur 02.02.2015

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Systematik sowie die Erläuterung der allgemeinen Regelungen und Rechtsbegriffe des Verwaltungsrechts. Im Mittelpunkt stehen die Handlungsformen der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Verwaltungsakt. Außerdem werden die Grundzüge des Verwaltungsverfahrens, der behördlichen Durchsetzung von Verwaltungsmaßnahmen und des Rechtsschutzes im Verwaltungsrecht aufgezeigt.

Literatur:
Erichsen/Ehlers (Hg.). Allgemeines Verwaltungsrecht; Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht; Hufen: Verwaltungsprozeßrecht, jeweils aktuelle Auflage. Näheres zum Leseprogramm in der ersten Veranstaltung.

M SWK 2014 M18#03

Ü-3: Übung zur archivischen Praxis

Dr. Steffen Arndt

Fr 12:00-14:00 | Thüringisches Staatsarchiv Gotha

Die Übung soll ausgehend von der Theorie der Verwaltungs- und Rechtsgeschichte in die archivische Praxis einführen und grundlegende Tätigkeiten der Archive vermitteln. Es werden Fragen der Archivtheorie und -praxis behandelt sowie an praktischen Beispielen die Tätigkeit der Archivare erläutert. Dabei geht es um die Themen Überlieferungsbildung, archivische Erschließung, Einsatz von EDV und elektronische Erschließungsprogramme sowie Digitalisierung von Archivgut. Es sollen erste Erfahrungen im Archiv gesammelt und theoretisches Wissen in die archivische Praxis umgesetzt werden.

Literatur:
Norbert Reimann (Hrsg.): Praktische Archivkunde, Münster 2004; Ernst Rudolf Huber: Deutsche Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte seit 1789, Stuttgart 1978-1990; Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, München 1988-1999; Friedrich Beck/Eckart Henning (Hg.): Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, Köln u.a., 3. Aufl. 2003

M SWK 2014 M18#04

SE-9: Selbststudieneinheit zur Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M04#03

Ko-9: Kolloquium zu laufenden Abschluss- und Qualifikationsarbeiten in der Neueren Geschichte (EG)

Prof. Dr. Susanne Rau

Mi 18:00-20:00 | LG 4/D06

Das Kolloquium bietet Gelegenheit zur Präsentation und Diskussion Ihrer laufenden Forschungsarbeiten. In einzelnen Sitzungen werden wir Vorträge auswärtiger Gastreferenten hören und diskutieren. Bitte melden Sie sich spätestens in der ersten Semesterwoche mit Ihrem Projekt an.

M SWK 2014 M04#02

Ko-9: Kolloquium Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

Di 18:00-20:00 | LG 4/D07

Im Kolloquium werden laufende Forschungsarbeiten zur Globalgeschichte zur Diskussion gestellt. Die Veranstaltung findet im zweiwöchentlichen Wechsel am Historischen Seminar der Universität Erfurt und am Forschungszentrum Gotha statt. Masterstudierende und fortgeschrittene BA Studierende der Universität Erfurt sind herzlich willkommen; für Studierende des Master Geschichtswissenschaften gibt es die Möglichkeit einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben.

M SWK 2014 M04#02

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