Universität Erfurt

Lehrveranstaltungen WiSe 2015/16

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V-9: Geschichte, Theorie und Praxis des Sammelns

Prof. Dr. Martin Eberle

Fr 09:00-11:00 | Schloss Friedenstein Gotha

Die Vorlesung gibt einen Einblick in die Theorie und Geschichte des Sammelns, wobei Objektsammlungen bzw. museale Sammlungen im Mittelpunkt stehen; darüber hinaus aber wird auch das Sammeln in Bibliothek und Archiv angesprochen werden. Einen Schwerpunkt der Vorlesung bilden dabei die Kunst- und Wunderkammern des 16. und 17. Jahrhunderts, das Werden der Museen im 18. und 19. Jahrhundert sowie aktuelle Fragestellungen an das Sammeln. Weiterhin bilden insbesondere Problematiken der Gothaer Sammlungen im nationalen und internationalen Vergleich einen weiteren Kern der Vorlesung.

M SWK 2014 M01#01

S-3: Paläographie

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky / Dr. Antje Bauer

Di 14:00-16:00 | LG 4/D07
Die erste Veranstaltung am 13.10. findet im Stadtarchiv Erfurt, Gotthardtstraße 21 statt.

Das Seminar bietet eine Einführung in das Lesen, die Transkription und die Beschreibung mittelalterlicher, frühneuzeitlicher und moderner Handschriften bis zum 19. Jahrhundert. Es wird mit Quellen aus der Bibliotheca Amploniana wie aus dem Stadtarchiv Erfurt gearbeitet werden, so dass Sie auch die beiden Typen der Aufbewahrung handschriftlicher Materialien kennenlernen werden. Nachbardisziplinen wie z.B. Kodikologie und Chronologie werden einbezogen werden, und ein Katalogisat für einen Katalog oder ein Inventar zu erstellen, wird geübt werden. Im Blick auf Ihre praktischen Fähigkeiten werden auch die grundlegenden Schritte auf dem Weg zu einer – kritischen – Edition von Texten behandelt werden. Über die Prüfungsleistungen informieren wir Sie in der ersten Seminarsitzung.

Literatur:
Karin Schneider: Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten. Eine Einführung, 3., überarb. Aufl., Tübingen 2014; Friedrich Beck/Eckart Henning (Hg.): Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, 3. Aufl., Köln u.a. 2003; Friedrich Beck/Lorenz Friedrich Beck: Die Lateinische Schrift. Schriftzeugnisse aus dem deutschen Sprachgebiet vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Köln u.a. 2007; Landschaftsverband Rheinland/Archivberatungsstelle: Paläographie – Archivalische Textsorten – Aktenkunde, Bonn 1999.

M SWK 2014 M02#01

S-3: Digitale Technologien

Dipl.-Inf. René Smolarski B.A.

Mo 10:00-14:00 | LG 2/306
Genaue Termine werden in der ersten Veranstaltung am 19.10. bekannt gegeben.

Seit einigen Jahren finden in immer größerem Ausmaß digitale Technologie Eingang sowohl in Forschung und Lehre an Universitäten und Forschungseinrichtungen als auch in den Umgang und die Arbeit mit Sammlungen und Sammlungsbeständen. Eine Entwicklung, der sich auch die Geisteswissenschaften zunehmend nicht mehr entziehen können. Das Seminar Digitale Technologien widmet sich diesen Technologien und den verschiedenen Möglichkeiten, die diese den zukünftigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Sammlungskontexten an die Hand geben, um zum Beispiel Sammlungsbestände sowohl wissenschaftlichen Maßstäben entsprechend als auch öffentlichkeitswirksam zu erfassen, zu erschließen und zu erhalten. Das Seminar widmet sich daher vor allem den Grundlagen der Digitalisierung, der Bildbearbeitung, der digitale Editorik, der Einführung in die Georeferenzierung sowie den computergestützten Verfahren zur Aufarbeitung ausgewählter Objektdaten.

Literatur:
Anna Weymann u.a. (Hg.): Einführung in die Digitalisierung von gedrucktem Kulturgut. Ein Handbuch für Einsteiger, Berlin 2010. Zimmerman O. / Geißler T. (Hg.): Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0, Berlin 2010.

M SWK 2014 M02#02

S-3: Einführung in die präventive Konservierung

Dipl.Rest. Karin Kosicki

Do 16:00-20:00 (nur am 15.; 22., 29.10., 06., 12.11.) | Raum TBA (FH Erfurt)
Die Einführung in das Thema "Restaurierung" von Prof. Dr. Christoph Merzenich findet am 13.10. von 18:00-20:00 im Raum 1.2.12/14 (2. OG.) an der FH Erfurt statt.

Die Vorlesung zur präventiven Konservierung führt zunächst in das Thema der Schadensprävention ein. Es werden wesentliche Inhalte zur Raumklimatisierung, zu Ausstellungsvitrinen und zur Bauinstandhaltung vermittelt. Darüber hinaus soll erlernt werden, wie Kunst- und Kulturgut präsentiert, transportiert und gelagert wird. 

Literatur:
Günter S. Hilbert/ Barbara Fischer: Sammlungsgut in Sicherheit : Beleuchtung und Lichtschutz, Klimatisierung, Schadstoffprävention, Schädlingsbekämpfung, Sicherungstechnik, Brandschutz, Gefahrenmanagement, Berlin 2002.

M SWK 2014 M02#03

S-9: L'emergence des sciences modernes

Dr. Rainer Prass

Mo 16:00-18:00 | LG 4/D07

Au cours du 17e siècle, des découvertes nouvelles transforment la représentation scientifique du monde. D’après l’historiographie traditionelle elles forment les bases des sciences modernes. Dans le seminaires on va discuter le changement des pratiques scientifiques appellé la „révolution scientifique“. En plus, nous allons analyser les cadres sociaux, institutionels et culturels qui ont permis ces changements des pratiques scientifiques. Bemerkung: Zur Teilnahme am Seminar sind sehr gute Kenntnisse in der französischen und englischen Sprache notwendig. Die Seminarsprache ist Französisch, Diskussionsbeiträge können auch in englischer Sprache gegeben werden.

Literatur:
Steven Shapin: The Scientifique Revolution, Chicago u.a. 2004.

M SWK 2014 M04#01
M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Mappings: Raum- und neue Kartographiegeschichte (Perthes-Seminar) (Kopie 1)

Prof. Dr. Iris Schröder

Do 14:00-18:00 | FZ Gotha
A-Wochen

Die LV findet im Forschungszentrum Gotha, Seminarraum, statt. Das Perthes Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die im Rahmen ihrer Masterarbeit oder einer anvisierten Promotion eigene Forschungen zur Sammlung Perthes begonnen haben. Ziel der Veranstaltung ist es, mit den unterschiedlichen Beständen der Sammlung weiter vertraut zu werden, überdies sollen die methodischen Herausforderungen der sammlungsbezogenen Forschung mit Schwerpunkt auf der Sammlung Perthes im Mittelpunkt stehen. Promovierende sind ebenso wie Postdocs herzlich willkommen. Für Studierende des Master Geschichtswissenschaften und des Masterstudiengangs „Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte“ gibt es die Möglichkeit einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Bitte achten Sie auch auf die aktuellen Ankündigungen auf der Lehrstuhlhomepage sowie insbesondere auf den im Rahmen des Seminars zu besuchenden Workshop „Toward a global history of knowledge“ (19-20. November 2015).

M SWK 2014 M04#01

S-9: Polarisierendes Wissen: Die Kartierung der Arktis - Ein Forschungssemianr zur Sammlung Perthes

Prof. Dr. Iris Schröder

Do 10:00-12:00 | FZ Gotha
Das Seminar beginnt am 22.10. | weitere Termine n.V.

Im 19. und 20. Jahrhundert zog die Arktis in hohem Maße die Aufmerksamkeit auf sich. Expeditionen in die nördlichen Polarregion sowie nicht zuletzt das Erreichen des Nordpols standen fortlaufend auf der Agenda jener, die sich die Kartierung der Erde zum Ziel gesetzt hatten. Das Ziel, verlässliches Wissen über die Polarregionen zu erlangen, wurde freilich nicht nur von denjenigen verfolgt, die sich in die Regionen selbst begaben, sondern auch von jenen, die sich mittels ausgewiesener geographischer Expertise in der Lage sahen, die Region zu kartieren. Das von August Petermann propagierte Polarmeer bildete hier nur eine Episode, die Spitze eines regelrechten Eisbergs an Wissensbeständen, denen im Rahmen des Forschungsseminars genauer nachzugehen sein wird. Das Seminar steht sowohl Anfängern als auch fortgeschritten Studierenden der historischen Kartographie offen. Im ersten Teil sollen ausgewählte thematisch relevante Teile der Kartographiegeschichte und Raumtheorie erarbeitet sowie der grundlegende Umgang mit historischem Kartenmaterial geübt werden. Anschließend werden die Teilnehmenden anhand ausgewählter Bestände aus der Sammlung Perthes eigene quellengestützte Fallstudien anfertigen. Das Seminar findet anfangs wöchentlich statt, im zweiten Teil wird in Einzelarbeit am Material der Sammlung Perthes gearbeitet. Die Ergebnisse werden dann der Seminargruppe an einem gemeinsamen Blockseminartag im Januar präsentiert. Die genauen Seminartermine werden in der ersten Seminarsitzung mit den Teilnehmenden vereinbart. Seminarraum/Perthesforum Gotha.

Literatur:
Philipp Felsch: Wie August Petermann den Nordpol erfand, München 2010; Steffen Siegel/Petra Weigel (Hg.): Die Werkstatt des Kartographen. Materialien und Praktiken visueller Welterzeugung, München 2011.

M SWK 2014 M04#01
M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Münzen

Dipl. Inf. René Smolarski, B.A.

Mi 10:00-12:00 | LG 4/D07

Kaum ein von Menschen geschaffenes Objekt steht uns in so großer Menge und seit so langer Zeit in scheinbar unveränderter Form zur Verfügung wie die Münze. Es ist jedoch kein Novum, dass gerade Münzen, trotz ihrer seit vielen Jahrhunderten nahezu gleichbleibenden Funktion, einen besonders großen Aussagewert über eine Gesellschaft und ihre Geschichte zu geben im Stande sind. Münzen sind damit mehr als ein bloßes Zahlungsmittel, sondern ermöglichen uns auch weitreichende Kenntnisse über Handelsbeziehungen, Wirtschaftspolitik, Lebensführung und als erstes politisches Massenmedium auch über die Darstellung konkreter Ereignisse und politischer Zielstellungen der sie in Umlauf bringenden Persönlichkeiten. Darüber hinaus sind sie aber auch begehrte Objekte, die bis heute von vielen Menschen auf der ganzen Welt leidenschaftlich gesammelt werden. Münzen sind somit nicht nur für die Geschichtswissenschaft eine unersetzliche Quelle, sondern geben auch einen Einblick in die jahrhundertealte Praxis des Sammelns. Ziel dieses zweisemestrigen Seminars ist es nun, sich diesen unterschiedlichen Facetten des Objektes Münze in Form geeigneter Workshops anzunähern.

Literatur:
Ahasver von Brandt: Werkzeug des Historikers, 16. Auflage, S. 49-157; Karl Christ: Antike Numismatik. Einführung und Bibliographie, Darmstadt 1967; Benedikt Eckhardt/Katharina Martin: Einführung: Geld als Medium in der Antike, in: dies. (Hg.): Geld als Medium in der Antike, Berlin 2011, S. 7-13; Christopher Howgego: Geld in der antiken Welt, 2. Aufl., Darmstadt 2011; Katharina Martin: Sprechende Bilder. Zur „Sprache des Geldes“ in der Antike, in: Benedikt Eckhardt/ dies. (Hg.): Geld als Medium in der Antike, Berlin 2011, S. 91-138; Karl Walker: Geld in der Geschichte, Hamburg 2009.

M SWK 2014 M04#01
M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Auf den Spuren der Diamanten

Dr. Evelyn Korsch 

Fr 23.10. 14:00-18:00 | LG 1/124
Sa 24.10. 10:00-14:00 | LG 4/D07
Weitere Termine nach Vereinbarung

Zwei weitere Block-Termine nach Vereinbarung. Zur Vorbereitung werden Interessenten gebeten, sich bis 16.10.2015 per Mail bei Dr. Evelyn Korsch zu melden: evelyn.korsch@uni-erfurt.de.

Bis zum ersten Fund von Diamanten in Brasilien im Jahr 1728 waren die Golconda-Minen in Indien die einzigen Zulieferer für den Diamantenhandel. Dieser fand über die Handelsplätze Madras und Surat statt, bevor die Steine ihren Weg nach Europa nahmen. Dort wurden rohe und bearbeitete Exemplare vorrangig in Venedig, Amsterdam und Antwerpen gehandelt. Später übernahm auch London eine wichtige Rolle. Der Diamantenhandel wurde weitgehend von Kaufleuten, die einer Diaspora angehörten, durchgeführt. Es handelte sich um Juden, Armenier und Hugenotten, die nicht nur konkurrierten, sondern auch profitorientiert kooperierten. Folgt man den Spuren dieser Netzwerke lassen sich die globalen Strukturen des Diamantenhandels ermitteln. Wir erfahren, welche Akteure daran beteiligt waren, welche Objekte gehandelt wurden, welche speziellen Kenntnisse und Praktiken dafür erforderlich waren und wie Fachwissen sowie kulturelle Praktiken zwischen den Kontinenten transferiert wurden. Anhand von Reiseberichten, welche die Erfahrungen auf den Handelsreisen beschreiben, lassen sich zudem Aussagen zur Wahrnehmung der fremden Länder und Bevölkerung machen. Im Laufe der Frühen Neuzeit erweiterte sich der „Horizont“ nicht nur geographisch, sondern vor allem auch mental (sog. „mental mapping“). Diese Entwicklung soll mit Hilfe von Quellenmaterial aufgezeigt werden: neben Schriften von Diamantenhändlern wie Gasparo Balbi, Jean Chardin und Jean-Baptiste Tavernier auch solche anderer „neugieriger“ Reisender wie Duarte Barbosa, Francesco Carletti, Leonhart Rauwolf oder Pietro Della Valle.

M SWK2014 M04#01
M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Der Illuminatenorden

Prof. Dr. Martin Mulsow

Mo 12.10. 16:00-18:00 | LG 1/110
Fr  22.01. 09:00-18:00 | FZ Gotha
Sa  23.01. 09:00-18:00 | FZ Gotha
Zusätzliche Termine nach Vereinbarung

Der Illuminatenorden steht sinnbildlich für die Dialektik der Aufklärung. Wie kein anderer Geheimbund in Deutschland wollte er, in den siebziger und achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts, einen aufklärerischen Umbau der Gesellschaft befördern, wollte für Freiheit, gleiche Rechte und Abwesenheit von Aberglaube und Fanatismus eintreten. Doch er tat dies mit den Mitteln von Geheimhaltung, Unterwanderung, ja Bespitzelung und Überwachung. Das Seminar wird einen Einblick nicht nur in die Mitgliederstruktur, Grade und Geschichte des von Adam Weishaupt gegründeten Ordens geben, sondern – im Kontext des Gothaer DFG-Projektes über Aufsätze im Illuminatenorden – auch in die konkreten Abläufe und Praktiken mitteldeutscher Illuminatenniederlassungen, und dies anhand bisher unbekannter handschriftlicher Materialien. Findet als Blockseminar im Forschungszentrum Gotha, Seminarraum statt.

Literatur:
Richard van Dülmen: Der Geheimbund der Illuminaten, Stuttgart 1975; Jan Rachold (Hg.): Die Illuminaten, Berlin 1984; Stephan Gregory: Wissen und Geheimnis, Frankfurt a.M. 2009; Josef Wäges/Reinhard Markner (Hg.): The Secret School of Wisdom. The Authentic Rituals and Doctrines of the Illuminati, 2014; Martin Mulsow: Diskussionskultur im Illuminatenorden, in: Aufklärung 26 (2014), 153-203

M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Gesammeltes Wissen: Enzyklopädien, Lexika und Wörterbücher im 18. und 19. Jahrhundert

Dr. des. Kristina Kuhn

Di 16:00-18:00 | LG 1/318

Neben ihrer Funktion, Wissen aufzuzeichnen, zu archivieren, geben die o. g. Nachschlagewerke zusätzlich implizit oder explizit Auskunft über das Wissensverständnis der Eliten und Epochen, in deren Rahmen sie entstehen. Dabei wandelt sich historisch die Annahme ihrer möglichen Vollständigkeit, angemessener Ordnungsprinzipien und ihrer universalen, orts- bzw. zeitübergreifenden Geltung. Dem historischen Wandel und der Bandbreite jener Vorstellungen sowie der ihnen verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten möchte das Seminar nachgehen. Lässt Wissen sich (noch) als zu vervollständigendes fassen? Hängt dessen Vervollständigung vom Genie eines Einzelnen ab, der es autorisiert, bedarf sie göttlicher Legitimation und Hilfestellung oder ist sie nur als kollektives Unternehmen zu denken, das sich in der Zukunft verwirklichen lässt – so wie es noch das Prestigeprojekt der europäischen Aufklärung, die „Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers (ab 1751)“ annahm? Kann ein solches Werk selbst Epoche machen, indem es althergebrachte Annahmen revidiert, sie reorganisiert oder darüber entscheidet, welches Wissen obsolet geworden ist, nicht mehr gilt und (in der Regel stillschweigend) wegfällt? Schon der Titel der französischen Enzyklopädie von Diderot und d’Alembert stellt eine konzeptuelle Alternative („ou dictionnaire raisonné) aus, die sich besonders im Anschluss an das 18. Jh. durchsetzt. So avanciert das Verfahren der Alphabetisierung in Lexika und Wörterbüchern des 19. Jhs. zum vorrangigen Gestaltungsprinzip, das im Abstandnehmen von systematischen Ordnungsphantasien sich als vermeintlich harmlos und neutral anbietet (schon die frz. Encyclopédie nutzt eine Mischform aus systematischer und alphabetischer Ordnung und bezieht daraus ihr revolutionäres Potential). Zwar kann man die leichter zugängliche alphabetische Ordnung in Hinblick auf das bürgerliche Publikum des 19. Jhs., das selbstbewusst verwandte Medien wie die Zeitschrift benutzt, als Öffnung und Demokratisierung verstehen. Dennoch ist sie ebensowenig selbstverständlich oder gar ‚intuitiv’ wie die systematische Ordnung nach Wissensstammbäumen oder anderen als universal gültig angenommenen Prinzipien, die Organisation der Wissensgebiete nach den septem artes liberales (wie vor allem in Mittelalter und früher Neuzeit üblich) oder die Spezialisierung nach Fächer und Disziplinen, wie sie die wissenschaftliche Ausdifferenzierung im 19. Jh. mit sich bringt. Jene Ordnungsentscheidungen erweisen sich also keineswegs als banal, und daher geht es im Seminar ergänzend zu den wissens- und ideengeschichtlichen Überlegungen vor allem um die konkrete materiale und mediale Gestalt(ung) der Lexika. Ein brisante mediale Entscheidung liegt im Willen zur Illustration begründet. Werden Bilder in den Text des Lexikons eingebunden oder (supplementierend) in Tafelbände ausgelagert? Nimmt man an, dass spezifisches Wissen besser oder einzig durch das Bildmedium vermittelt werden kann? (Wie) lassen sich Text und Bild wechselseitig ergänzen, wie stiftet sich deren Bezugnahme generell (durch strukturelle Äquivalenz, über Fachgebiete, Indizes, Legenden, Nummerierung usw.)? Lässt sich das Hilfsmittel der Illustration ohne konkrete Bebilderung denken? Handelt es sich bei ihr überhaupt um eine sekundäre Funktion, die dazu dient, definierbares diskursives Wissen (exemplarisch) leichter zugänglich zu machen oder zu stützen? Ohne sich selbst zu einem enzyklopädischen Unternehmen auszuwachsen, untersucht das Seminar exemplarisch einige (sehr) ausgewählte Enzyklopädien und Wörterbücher. Programmatische Äußerungen (Vorworte, Einleitungen) geraten ebenso in den Blick wie die (multi-)mediale Anlage der Lexika selbst. Das Seminar konzentriert sich auf das 18. und 19. Jh., und betrachtet hier speziell die frz. Encyclopédie (s.o.), im deutschen Sprachraum Brockhaus’ „Conversations-Lexicon“ und dessen „Bilder-Atlas. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste“ (Untersuchungszeitraum ca. zwischen 1830-1870). Ein Spezialfall liegt mit Johann Georg Sulzers Kunstlexikon „Allgemeine Theorie der Schönen Künste“ (1771-73) vor, das die Aufmerksamkeit ganz besonders auf seine ästhetische Gestaltung lenkt. Bei den thematisierten Werken handelt es sich hingegen nicht um historische Einzelphänomene, die selbst als historisch ‚überholt’ gelten können, sondern deren Gestaltung nimmt Probleme und Phantasmen auf, die sich heute (in der digitalen Gesellschaft) weiterhin im Umlauf befinden. So scheint das Internet die Vorstellung eines überall verfügbaren und potentiell (un)endlichen Datenmaterials zu prolongieren, das dank seiner (rhizomatischen) Struktur an jeder Stelle einsetzen lässt. Und nicht zuletzt ruft dessen Diktat der Visualisierung (wie es scheint) ikonoklastische Skeptiker auf den Plan, welche den (Un)Wert des Bildes erneut diskutieren.

M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01

S-9: Schaudepot

Dr. Nina Wiedemeyer

Mi 12:00-14:00 | LG 1/219
Das Seminar beginnt am 21.10. | Externe Termine werden dann besprochen

Statt zu kuratieren, haben Museen in den letzten Jahrzehnten verstärkt zu einem szenografischen Mittel gegriffen und öffentlich zugängliche Depots eingerichtet: Das Depot wird zum Ausstellungsraum: wie etwa im Historischen Museum in Luzern, das Victoria & Albert Museum in London zeigt Teile seiner Sammlungen als Schaudepot, das Vorarlberg-Museum in Bregenz besitzt eines und zu denken wäre beispielsweise auch an Arbeiten des Künstlers Marc Dion, der Objekte aus Museumsdepots auf Ausstellungsflächen arrangiert. Frühe Museen hatten keine Depots. Erst mit der Trennung von Sammlungspräsentation und Magazin entwickelten sich Präsentationsformen, die Objekte vereinzelt inszenierten oder ein herausgestelltes Exponat als Preziose zeigten. In Schaudepots werden Objekte (wieder) in sehr verdichteten Zusammenstellungen gezeigt. Das Seminar fragt, warum gerade diese Form Sammlungen zu zeigen so aktuell ist, was ein Schaudepot von anderen Sammlungspräsentationen unterscheidet und befasst sich mit der Geschichte des Schaudepots. Wir werden gemeinsam Texte zu internationalen Schaudepots lesen und diskutierten; den Benary-Speicher in Erfurt besuchen; eine Dokumentationsstruktur für die Rechercheergebnisse entwickeln.

Literatur:
Tobias G. Natter/Michael Fehr/Bettina Habsburg-Lothringen (Hg.): Das Schaudepot. Zwischen offenem Magazin und Inszenierung, Bielefeld 2010.

M SWK 2014 M05#01
M SWK 2014 M15#01
M SWK 2014 M16#01
M SWK 2014 M16#02

S-9: Zur Logik der Geisteswissenschaften: Dilthey, Misch

Akad. Oberrat PD Dr. Richard Breun

Di 10:00-12:00 | LG 4/D05

Wilhelm Dilthey und Georg Misch können als Begründer einer Logik der Geisteswissenschaften angesehen werden. Zu dieser Thematik werden ausgewählte Texte der beiden Philosophen gelesen.

Literatur:
Dilthey, Wilhelm: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften. Frankfurt a.M., 1981 (oder: Gesammelte Schriften 7, hg. v. Bernhard Groethuysen, 8. Aufl., Stuttgart 1992). Ders.: Das Wesen der Philosophie, Stuttgart 1984; Georg Misch: Der Aufbau der Logik auf dem Boden der Philosophie des Lebens. Hg. v. Gudrun Kühne-Bertram u. Frithjof Rodi, Freiburg/München 1994; Frithjof Rodi/Hans-Ulrich Lessing (Hg.): Materialien zur Philosophie Wilhelm Diltheys, Frankfurt a.M 1984 (hierin auch: Georg Misch: Die Idee der Lebensphilosophie in der Theorie der Geisteswissenschaften, in: Kant-Studien XXXI, 1926, S. 536-548).

M SWK 2014 M16#01
M SWK 2014 M16#02

S-9: Philosophus Theutonicus: Jakob Böhme und sein Einfluss auf den Deutschen Idealismus und die Deutsche Romantik (Schelling, Hegel, Novalis)

PD Dr. Andrés Quero-Sánchez

Do 12:00-14:00 | LG 4/D03

Der Einfluss Jakob Böhmes (gest. 1624) auf die Philosophie des Deutschen Idealismus und der Deutschen Romantik ist längst bekannt. Das gilt insbesondere für die drei Autoren, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen: Schelling, Hegel und Novalis. Im ersten Teil des Seminars werden ausgewählte Passagen aus verschiedenen Werken Böhmes gelesen, im zweiten Teil werden anschließend ausgewählte Passagen aus Schellings „Freiheitsschrift“, Hegels „Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie“ und Novalis‘ „Das Allgemeine Brouillon“ diskutiert

M SWK 2014 M16#01
M SWK 2014 M16#02

S-9: Das Wissen der Künste oder was Bruno Latour mit der Kunstgeschichte verbindet

Prof. Dr. Melanie Franke

Vorbesprechung: Mo 7.12. 10:00-13:00 | nach Vereinbarung
Fr 15.01. 14:00-19:00 | LG 2/112
Sa 16.01. 09:00-16:00 | LG 2/112
Fr 22.01. 14:00-19:00 | LG 2/112
Sa 23.01. 09:00-16:00 | LG 2/112

M SWK 2014 M16#01
M SWK 2014 M16#02

V-3: Einleitung in die Dogmatik - Theologische Erkenntnislehre

Prof. Dr. Josef Freitag

Di 08:00-10:00 | Domstr. 10/SR 1

Aus welchen Quellen bzw. loci theologici schöpft Dogmatik? Woher und wie kann Dogmatik ihre theologischen Urteile begründen? Was ist unter (einem) Dogma und Dogmatik zu verstehen?

Literatur:
W. Beinert: Einleitung in die Dogmatik. Theologische Erkenntnislehre, in: ders. (Hg.): Glaubenszugänge. Lehrbuch der kath. Dogmatik I, Paderborn 1995, 3-197; W. Kern/ Fr. J. Niemann: Theologische Erkenntnislehre, Düsseldorf 1981; Hünermann, Peter: Dogmatische Prinzipienlehre. Glaube, Überlieferung, Theologie als Sprach- und Wahrheitsgeschehen, Münster 2003; Jürgen Werbick: Einführung in die theologische Wissenschaftslehre, Freiburg 2010.

M SWK 2014 M17#01

V-3: Ekklesiologie. Kirche als Mysterium und als Volk Gottes

Prof. Dr. Josef Freitag

Do 08:00-10:00 | Coelicum/HS

Das genauere Verständnis dessen, was (die eine) Kirche ist bzw. wie sie sich theologisch selbst versteht und zu verstehen hat, wie ihr Verhältnis zu Christus und zum kommenden Reich Gottes, auch zur Welt, zu bestimmen ist, ist heute die eigentliche Streitfrage zwischen den faktisch exitierenden verschiedenen Kirchen. Sie ringen miteinander um dieses Selbstverständnis.

Literatur:
Lumen Gentium; (Gaudium et spes; DiH, NA, AG 11f); Siegfried Wiedenhofer: Ekklesiologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Bd. 2, 3. Aufl., Düsseldorf 2006; M. Garijo-Guembe: Communio Sanctorum, 1988; Walter Kasper: Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung, Freiburg i.Br. 2011.

M SWK 2014 M17#01

V-3: Einführung in die Kirchengeschichte

Prof. Dr. Jörg Seiler

Do 18:00-20:00 | Kiliani/HS

Kirche ist als Traditionsgemeinschaft eine historische Größe, da Traditionen nie einfach da sind. Sie sind und werden geschaffen. Wenn die Theologie hierüber nachdenkt, benötigt sie eine historische Fachdisziplin, die „Kirchengeschichte“. Die Vorlesung stellt zunächst kurz die Geschichte und Programmatik des Faches an der Nahtstelle zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie vor. Im Zentrum steht jedoch die Arbeit mit Quellen zu exemplarischen Themen der Kirchengeschichte: Christenverfolgung, Entstehung des Bischofsamts, „konstantinische Wende“, Kreuzzüge, Bettelorden, Reformation. Wir werden die methodischen Schritte zur Erarbeitung von Quellen miteinander einüben. Die schriftliche Hausarbeit besteht darin, eine Quelle sachgerecht zu kontextualisieren und zu interpretieren..

Literatur:
Hubert Wolf/Jörg Seiler: Kirchen- und Religionsgeschichte, in: Aufriß der Historischen Wissenschaften Bd. 3: Sektoren, hg. v. Michael Maurer, Stuttgart 2004, 271–338; Klaus Fitschen: Kirchengeschichte (Module der Theologie), Gütersloh 2009; Christoph Markschies: Arbeitsbuch Kirchengeschichte, Tübingen 1995; Volker Sellin: Einführung in die Geschichtswissenschaft, Göttingen 2008; Franz Xaver Bischof u.a. (Hg.): Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg i.Br. 2014.

M SWK 2014 M17#01

S-3: Liturgien im Reformationsjahrhundert

Prof. Dr. Josef Freitag

Mo 14:00-16:00 | Domstr. 10/SR 1

Im 16. Jahrhundert bemühte sich nicht nur Martin Luther um eine Erneuerung der Liturgie. Auch Bugenhagen, Müntzer, Zwingli und Calvin sind zu nennen. Die Anglikaner sind ebenso in den Blick zu nehmen wie die Täufer. Unterschiedliche Typen beispielsweise der Abendmahlsliturgie bestanden nebeneinander. Das Seminar wird anhand von Quellen verschiedene Liturgien untersuchen. Dabei sollen Liturgie- und Theologiegeschichte sowie die Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte einfließen. Das Ziel des Seminars ist es, die Entwicklung der Liturgie im Reformationsjahrhundert in ihrer Vielfalt in den Blick zu bekommen.

Literatur:
Coena Domini I. Die Abendmahlsliturgie der Reformationskirchen im 16./17. Jahrhundert. Hg. von Irmgard Pahl. Freiburg/Schw. 1983 (Spicilegium Friburgense 29); A Companion to the Eucharist in the Reformation. Ed. by Lee Palmer Wandel. Leiden u.a. 2014 (BCCT 46); Reinhard Meßner: Die Meßreform Martin Luthers und die Eucharistie der Alten Kirche. Ein Beitrag zu einer systematischen Liturgiewissenschaft, Innsbruck 1989 (Innsbrucker theologische Studien 25); Hans Bernhard Meyer: Luther und die Messe. Eine liturgiewissenschaftliche Untersuchung über das Verhältnis Luthers zum Meßwesen des späten Mittelalters, Paderborn 1965 (Konfessionskundliche und kontroverstheologische Studien 11); Irmgard Pahl: Die Feier des Abendmahls in den Kirchen der Reformation, in: Hans Bernhard Meyer, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Regensburg 1989 (Gottesdienst der Kirche 4), 393-440; Preparing for Death, Remembering the Dead. Hg. von Jon Øygarden Flæten – Tarald Rasmussen, Göttingen 2015 (Refo500 academic studies 22).

M SWK 2014 M17#02

S-3: International Religious Correspondence Networks in Early Modern Europe

Dr. Lucinda Martin / Robert Heindl, M.A.

Vorbesprechung: Fr 16.10. 13:00-15:00 | LG 4/D02
Sa 17.10. 10:00-18:00 | FZ Gotha
Fr 04.12. 13:00-18:00 | FZ Gotha
Sa 05.12. 10:00-18:00 | FZ Gotha
Fr 11.12. 13:00-18:00 | FZ Gotha

Die Veranstaltung findet am Forschungszentrum Gotha statt. The last quarter of the seventeenth century saw the emergence of a number of religious-nonconformist correspondence networks in Europe. Transgressing national and confessional boundaries, they allowed religious pluralism – which had long existed underground – to break into the public sphere. German, English and Dutch reformers wanted to bring the “Children of God” in all confessions together to build a better world. Through such epistolary networks, participants could transcend geographic isolation to exert influence far beyond their local communities, and because all – theologians and laity, rich and poor, men and women – could write letters, the networks also served to overcome traditional hierarchies. Since they worked against the hegemony of the official confessions and ruling princes, the reformers’ activities were often illegal. They thus had to transport their letters and texts through secret channels. These clandestine activities and the experience of persecution provided the members of these networks a special feeling of group belonging and confirmed an elite identity as the “chosen.” In this seminar, we will inquire into the functions of these nonconformist correspondence networks, including among other facets the sharing of news, the acquisition of group-specific values, the securing of financial support through patrons and the planning and execution of projects. As their conversations took place across linguistic boundaries, we will concentrate in particular on so-called „brokers“, who translated and delivered the letters. The seminar will take place in Gotha, since a central goal of the course is to introduce students to work with historical documents. Course participants will work with copies and originals of seventeenth-century letters housed in the Forschungsbibliothek Gotha. After first studying and practicing the reading of manuscripts, students will transcribe a letter from a specific historical person and make a presentation. In this way, we will investigate how extensive correspondence networks functioned as a “space” in which radicals could negotiate their theological and social positions.

M SWK 2014 M17#02

V-3: Allgemeines Verwaltungsrecht

Prof. Dr. Arno Scherzberg

Mo 16:00-18:00 | LG 2/HS6
Klausur 08.02.2016

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Systematik sowie die Erläuterung der allgemeinen Regelungen und Rechtsbegriffe des Verwaltungsrechts. Im Mittelpunkt stehen die Handlungsformen der öffentlichen Verwaltung, insbesondere der Verwaltungsakt. Außerdem werden die Grundzüge des Verwaltungsverfahrens, der behördlichen Durchsetzung von Verwaltungsmaßnahmen und des Rechtsschutzes im Verwaltungsrecht aufgezeigt.

Erichsen/Ehlers (Hg.): Allgemeines Verwaltungsrecht; Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht; Hufen: Verwaltungsprozeßrecht, jeweils aktuelle Auflage. Näheres zum Leseprogramm in der ersten Veranstaltung.

M SWK 2014 M18#03

V-3: Staatsorganisationsrecht

Dr. Wito Schwanengel

Do 12:00-14:00 | APS/Audimax
Klausurtermin: Do 04.02.2016, 12-14 Uhr
Nachholtermin: Do 03.03.2016, 12-14 Uhr

Die Vorlesung führt in das Verfassungsrecht der Bundesrepublik ein und behandelt das Staatsorganisationsrecht. Im Mittelpunkt stehen dabei die politischen Grundentscheidungen des Grundgesetzes für Demokratie und Rechtsstaat, Bundesstaat und Sozialstaat. Diese werden auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Verwaltungstätigkeit von Bund und Ländern gewürdigt. Ferner werden die Verfassungsorgane des Bundes, ihre Kompetenzen und ihr Verhältnis zueinander erörtert.

M SWK 2014 M18#01

Ü-3: Übung zur archivischen Praxis

Dr. Steffen Arndt

Mi 16:00-18:00 | Thüringisches Staatsarchiv Gotha

Die Übung soll ausgehend von der Theorie der Verwaltungs- und Rechtsgeschichte in die archivische Praxis einführen und grundlegende Tätigkeiten der Archive vermitteln. Es werden Fragen der Archivtheorie und -praxis behandelt sowie an praktischen Beispielen die Tätigkeit der Archivare erläutert. Dabei geht es um die Themen Überlieferungsbildung, archivische Erschließung, Einsatz von EDV und elektronische Erschließungsprogramme sowie Digitalisierung von Archivgut. Es sollen erste Erfahrungen im Archiv gesammelt und theoretisches Wissen in die archivische Praxis umgesetzt werden.

Literatur:
Norbert Reimann (Hrsg.): Praktische Archivkunde, Münster 2004; Ernst Rudolf Huber: Deutsche Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte seit 1789, Stuttgart 1978-1990; Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, München 1988-1999; Friedrich Beck/Eckart Henning (Hg.): Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, 3. Aufl., Köln u.a. 2003:

M SWK 2014 M18#04

SE-9: Selbststudieneinheit zur Geschichte und Anthropologie des Raumes

Prof. Dr. Susanne Rau

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M05#03
M SWK 2014 M15#03
M SWK 2014 M16#03
M SWK 2014 M17#03

SE-9: Selbststudieneinheit zur Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M04#03
M SWK 2014 M05#03
M SWK 2014 M15#03
M SWK 2014 M16#03
M SWK 2014 M17#03

SE-9: Selbststudieneinheit zur Wissenschaftsgeschichte

Prof. Dr. Martin Mulsow

nach Vereinbarung

M SWK 2014 M05#03

Ko-9: Kolloquium zu laufenden Abschluss- und Qualifikationsarbeiten in der Neueren Geschichte (EG)

Prof. Dr. Susanne Rau

Mi 18:00-20:00 | LG 4/D04

Das Kolloquium bietet Gelegenheit zur Präsentation und Diskussion Ihrer laufenden Forschungsarbeiten. In einzelnen Sitzungen werden wir Vorträge auswärtiger Gastreferenten hören und diskutieren. Bitte melden Sie sich spätestens in der ersten Semesterwoche mit Ihrem Projekt an.

M SWK 2014 M04#02

Ko-9: Kolloquium Globalgeschichte

Prof. Dr. Iris Gesine Schröder

nach Vereinbarung

Im Kolloquium werden neben gemeinsamen Textlektüren laufende Forschungsarbeiten zur Globalgeschichte zur Diskussion gestellt. Das Kolloquium findet in diesem Semester als Blockveranstaltung vom 14.-15.1.2016 statt. Fortgeschrittene BA- und Masterstudierende der Universität Erfurt sind herzlich willkommen; für Studierende des Master Geschichtswissenschaften und des Masterstudiengangs Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte gibt es die Möglichkeit, einen qualifizierten Studiennachweis zu erwerben. Um Anmeldung per Email wird gebeten an: iris.schroeder@uni-erfurt.de

M SWK 2014 M04#02

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