Universität Erfurt

Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte

Studienziele

Ziel des Master-Studiengangs ist der Erwerb und die Vertiefung von Kenntnissen und methodischen Fähigkeiten zur eigenständigen wissenschaftlichen Erschließung von Zusammenhängen zwischen Sammlungs- und Wissenschafts- bzw. Wissensgeschichte seit dem Spätmittelalter. Zu den polydisziplinären Kompetenzen, die vermittelt werden, gehören vor allem das Wissen über die Genese und Entwicklung von Sammlungen von den Kunstkammern der Frühen Neuzeit über die spezialisierten Darstellungsformen und -medien des 18./19. Jahrhunderts bis hin zu den Sammlungen der Moderne.

Aber auch Einsichten in die Spezifik einzelner Sammlungstypen wie Archive, Museen und wissenschaftliche Bibliotheken sollen in objektzentrierter Lehre vermittelt werden. Die in den Studiengang einzubeziehenden Sammlungen sind im Schwerpunkt kunst-, natur-, buch- und kulturgeschichtlich ausgerichtet; hinzukommen technikgeschichtliche Bestände. Sie decken vorgeschichtliche wie geschichtliche Zeiträume in großer Dichte und Vielfalt ab und vereinen exzeptionelle und prototypische Artificialia und Naturalia der europäischen und außereuropäischen Kultur-, Natur-, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte.

 

Der Studiengang Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte zielt insbesondere auf folgende zu erwerbende fachliche und überfachliche Kompetenzen:

  • grundlegende Kenntnisse in Theorien und Methoden der modernen Sammlungsforschung aus wissens- und wissenschaftsgeschichtlicher sowie kulturwissenschaftlicher Perspektive,
  • vertiefte Kenntnisse von Sammlungen und ihrer kulturellen Kontexte am Beispiel der Erfurter und Gothaer Sammlungen sowie die Fähigkeit, diese Kenntnisse auf andere Sammlungskontexte zu übertragen,
  • die Beherrschung des methodischen Instrumentariums zur Analyse historischer und moderner Sammlungen und der in der Kulturwissenschaft üblichen Hilfsmittel, die Fähigkeit, sich anhand von Literatur zuverlässig über Forschungsfragen zu informieren und sich in selbstständiger kulturwissenschaftlicher Arbeit mit diesen auseinanderzusetzen,
  • die Fähigkeit, ein selbstständiges Urteilsvermögen gegenüber Sammlungen und Sammlungsstrategien zu entwickeln und aufgrund eigener vertiefter Kenntnisse und Kritikfähigkeit einen eigenen wissenschaftlichen Standpunkt zu vertreten,
  • die sachgemäße Anwendung von Kenntnissen und Fähigkeiten bei der Erschließung und Vermittlung von Sammlungen.

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