Universität Erfurt

Mittelalterliche Geschichte

Anne Weinbrecht, M.A.

• Oktober 2012 - September 2015: Stipendiatin der Universität Erfurt

• seit April 2012: Promotionsstudentin an der Universität Erfurt

• Wintersemester 2011/2012/2013: Tutorin für Erstsemester Geschichtswissenschaften

• Oktober 2010 - Dezember 2011: studentische, ab 2011 wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Universität Erfurt

• 2009-2011: Magister-Studium der Geschichtswissenschaft an der Universität Erfurt – Titel der Magisterarbeit: „Lutherische Polemik im Kontext der Unionsdebatte in den 20er Jahren des 18.  Jahrhunderts“

• 2006-2009: Baccalaureus-Studium der Geschichtswissenschaft und Religionswissenschaft an der Universität Erfurt

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Forschungsschwerpunkte

• Entwicklung der Religionen in Europa im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

• religiöse Kontroversen und polemische Auseinandersetzung zwischen Gelehrten

• Fremd- und Eigenwahrnehmung religiöser Gruppen, Historisierung von Religionen

• Räumlichkeit, Kommunikation und Öffentlichkeit im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

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Forschungsprojekt

„Durch Worte kämpfen. Konfessionelle Polemik monotheistischer Religionen (14.-18. Jahrhundert)“ (Arbeitstitel)

Schriftliche Auseinandersetzungen zwischen Gelehrten seit der Reformation waren oftmals durch hitzige Wortgefechte gekennzeichnet. Thema waren die Andersgläubigen, Personen oder Gruppen, die nicht nach den gängigen Regeln der jeweiligen Religionsgemeinschaft lebten. Ketzer, Häretiker und Ungläubige waren Bezeichnungen, die in Polemiken nicht nur für Juden und Muslime galten, sondern auch für die katholische Kirche, die Lutheraner oder die Reformierten. Mit der Reformation verschob sich der Wortgebrauch. Die Auseinandersetzungen zwischen den Gelehrten wurden härter und personifizierter.
Ziel des Dissertationsprojektes ist es, anhand von polemischen (Druck-)Schriften und Predigten christlicher Gelehrter zu untersuchen, inwieweit sie durch sprachliche Benennung andere religiöse Gruppen charakterisierten und stigmatisierten. Auf Grundlage von Judith Butlers Theorie der „Hate speech“, welche besagt, dass Sprache durch eine eigene Handlungsmacht verletzen kann, wird untersucht, inwieweit die Benennungen und Stigmata verletzende Wirkung hatten. Dies soll anhand der Rezeptionsgeschichte der verwendeten Begrifflichkeiten näher erforscht werden. Hierbei spielt vor allem auch die Eigenwahrnehmung von Öffentlichkeit der jeweiligen Autoren hinsichtlich ihrer Schriften eine wichtige Rolle.
Um nachzuvollziehen, ob es Veränderungen in der Begriffsverwendung und –Wahrnehmung gab, ist es wichtig, die Untersuchung bereits vor der Reformation anzusetzen, weshalb das Projekt schriftlichen Kontroversen in der Zeit vom 14. bis zum 18. Jahrhundert untersucht.

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Veröffentlichungen

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