Universität Erfurt

Mittelalterliche Geschichte

Julia Seeberger, M.A.

  • Seit März 2019: wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt
  • 03/2019: Promotion am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt. Titel der Dissertation: „Olfaktorik und Entgrenzung – die Visionen der Wienerin Agnes Blannbekin (+1315)“ Betreuung durch Prof. Dr. Markus Vinzent (King’s College London/MWK Erfurt)
  • 10/2015-09/018: Doktorandin und Kollegiatin am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, gefördert durch ein Christoph-Martin-Wieland-Stipendium der Universität Erfurt
  • 10/2012-03/2015: M. A. Studium der Geschichtswissenschaften (Hauptfach) und Kulturanthropologie (Nebenfach) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Georg-August-Universität Göttingen
  • 10/2008-03/2012: B. A. Studium der Geschichtswissenschaften (Hauptfach) und Pädagogik und Politikwissenschaften (Nebenfächer) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Katholischen Universität Eichstätt

Forschungsschwerpunkte

  • Frauen- und Geschlechtergeschichte
  • Körper- und Frömmigkeitsgeschichte
  • Geschichte der Bettelorden
  • Sinnes- und Geruchsgeschichte
  • Ernährungsgeschichte

Forschungsprojekt

Zwischen Hunger und Völlerei: Ernährungstrends im Europa des Mittelalters:

Das Forschungsprojekt will Ernährungstrends des Mittelalters sichtbar machen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Hunger und Völlerei zwei dominante Pole mittelalterlicher Ernährung sind. Die Verbindung und Zwischenstufen dieser beiden Extreme werden jedoch in den Ernährungstrends sichtbar, die eine bewusste Beschäftigung mit Essen aufzeigen. Oftmals entstanden Ernährungstrends aus der Not des Hungers heraus oder aus der Sorge Maßlosigkeit zu begrenzen, sie erlauben somit vielfältige Einblicke in die Sozialstruktur und Mentalität eines mittelalterlichen Gemeinwesens. Das Forschungsvorhaben will sich den Ernährungstrend des europäischen Mittelalters aus drei unterschiedlichen Perspektiven widmen: aus medizin- und philosophiegeschichtlicher, aus religions- und körpergeschichtlicher sowie aus wirtschafts- und globalhistorischer Perspektive. Dabei können die einzelnen Subdisziplinen zwar als Schlagworte getrennt werden, verdichten sich aber in der Analyse von Ernährungstrends im Mittelalter. Letztlich kann nur das Zusammenspiel der Perspektiven ein erklärendes Bild über die Ernährungstrends des Mittelalters erzeugen.

Mitgliedschaften

  • Geschichte für Alle e. V., Institut für Regionalgeschichte (seit 2009)
  • Meister-Eckhart-Gesellschaft (seit Sommer 2018)
  • Rowena-Morse-Mentoring-Programm des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung (seit September 2018)

Veröffentlichungen

(2017) Rezension zu: Ortúzar Escudero, Maria José: Die Sinne in den Schriften Hildegards von Bingen (=Monographien zur Geschichte des Mittelalters) Stuttgart 2016. Erschienen auf dem Blog des Max-Weber-Kollegs, online abrufbar unter: http://maxweberkolleg.blogsport.de/2017/03/ortuzar-escudero-maria-jose-die-sinne.html.

(2014) Zusammen mit Benjamin Bauer: Repräsentationsfrömmigkeit und imitatio christi. Christlicher Ausdruck des Körpergedächtnisses bei Kafkas In der Strafkolonie und Döblins Die Tänzerin und ihr Leib. In: Andrea Bartl und Nils Ebert: Der andere Blick der Literatur. Perspektiven auf die literarische Wahrnehmung der Wirklichkeit. Würzburg: Königshausen und Neumann, S. 141-158.

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