Aktuelle Meldungen

Online Thementag "Voll(e) Macht. Kirchliche Synodalität im 21. Jahrhundert" am 22. Januar 2021

pinkes Bild, Text, volle Mache

u. a. mit
Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert, Berlin
Prof. Dr. Franz Xaver Bischof, München
Prof. Dr. Sabine Demel, Regensburg
Prof. Dr. Andreas Krebs, Bonn
Dominik Abel, Erfurt
Dominique-Marcel Kosack, Erfurt
und Christopher Tschorn, Erfurt

Weitere Informationen (u. a. Anmeldemodalitäten) finden Sie hier.

Vor 50 Jahren fand die Synode des Bistums Dresden-Meißen ihr Ende. Mit ihren Ideen, Debatten und Beschlüssen wurde sie nicht nur zum Impulsgeber der sich anschließenden Pastoralsynode der DDR, sondern steht auch für eine neue Verortung des Katholizismus in einer modernen Gesellschaft, die zugleich von Willkür und Atheismus geprägt war. Erregten die Beschlüsse der „Meißner Synode“ einerseits über die DDR -hinaus Aufsehen, weckten sie zugleich Widerstand und wurden in der Umsetzung spürbar ausgebremst. Ein Schicksal von Synoden in der katholischen Kirche? Der „Synodale Weg“ will das Gegenteil beweisen. Zugleich macht Papst Franziskus Mut, Synodalität für die katholische Kirche im 21. Jahrhundert neu zu denken.

Wenn das Bistum Dresden-Meißen im Jahr 2021 das 100. Jubiläum der Wiedererrichtung als Diözese feiert, lohnt sich der Blick auf bisherige Erfahrungen, um Synodalität weltweit und auch „auf mitteldeutsch“ (Joachim Wanke) neu zu buchstabieren. Der online-Thementag am 22. Januar 2021 lädt ein, sich darüber zu verständigen, wie künftig Synodalität kirchliche Entscheidungsprozesse gestalten kann, was wir von anderen Konfessionen lernen können, welches Kirchenbild dahinter steht und welche Möglichkeiten der aktuelle rechtliche Rahmen über nationale Grenzen hinweg bietet.

Die derzeitigen Prozesse zeigen: Um dem Empfinden und Verständnis der heutigen Menschen entgegen zu kommen, braucht es eine neue Balance von Macht und Vollmacht.

Pastoral, Theologie und Kirche in Zeiten der Pandemie. Ein europäischer Vergleich

zahlreiche Kerzen, leuchten

Die Corona-Pandemie treibt nicht nur Medizin und Wirtschaft, Bildung und Sozialwesen um, sondern ist auch ein Thema der Theologie. Das gilt ganz grundsätzlich: Eine solche Pandemie mit einem unermesslichen Leid und einer Vielzahl von Toten wirft zwangsläufig die Gottesfrage auf.

Dem kann sich die Theologie nicht entziehen, in der es zentral um die Frage nach Gott geht. Sie muss zugleich reflektieren, wie die Kirche(n) und ihre Einrichtungen in einer solchen Pandemie reagieren, im wahrsten Sinne des Wortes Seelsorge betreiben und dabei ihre Angebote und ihre Kommunikationsformen entsprechend modifizieren. Den damit verbundenen Transformationsprozessen wendet sich ein internationales Projekt zu, das die Professuren für Dogmatik (Prof. Dr. Julia Knop) und für Liturgiewissenschaft (Prof. Dr. Benedikt Kranemann) der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt in mehreren Workshops, beginnend am 11. Dezember 2020, digital durchführen: „Pastoral, Theologie und Kirche in Zeiten der Pandemie. Ein europäischer Vergleich.“ Einen Bericht finden Sie hier.Ein Interview über Ziele, leitende Fragestellungen uvm. finden Sie hier.

Eine zweite Runde wird im kommenden Jahr stattfinden. An Fragen mangelt es nicht, zumal verschiedene Ortskirchen in Europa im Blick und mit Diskurspartnern beteiligt sind: Wie reagiert die katholische Kirche in Europa auf die Pandemie? Wie sieht die Situation in einzelnen Ländern aus? Wie geht man in Pastoral, Liturgie, Theologie mit der Pandemie um? Wie reagieren die Kirchenleitungen? Welche landes- und kulturspezifischen Besonderheiten im Umgang mit der Pandemie lassen sich beobachten? Dafür haben die Wissenschaftlerin und der Wissenschaftler der Universität Erfurt Kolleginnen und Kollegen aus Belgien, Großbritannien, Kroatien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Slowenien und Tschechien eingeladen. Sie werden sich in Kurzvorträgen und Diskussionspanels äußern. Die Veranstalter hoffen auf ein möglichst differenziertes Bild, das kirchliche und kulturell-gesellschaftliche Besonderheiten widerspiegelt. Neben der Präsentation und Zusammenführung dieser verschiedenen europäischen Perspektiven und der Reflexion der entsprechenden Transformationsprozesse von Kirche und Gesellschaft sollen weitere Forschungsfelder erschlossen werden. Die Tagung soll in eine gemeinsame Publikation münden, die für das kommende Jahr vorbereitet wird.

Nähere Informationen / Kontakt:
Prof. Dr. Benedikt Kranemann
E-Mail: benedikt.kranemann@uni-erfurt.de

Prof. Dr. Julia Knop
E-Mail: julia.knop@uni-erfurt.de

Gastvorlesungen

Corona-Virus
Corona-Virus

Alle Gastvorlesungen in diesem Semester fallen leider aus oder finden digital statt. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an christopher.tschorn@uni-erfurt.de

Balthasar-Fischer-Preis 2020 für Dr. Samuel-Kim Schwope

Samuel-Kim Schwope

Das Deutsche Liturgische Institut in Trier (DLI) verleiht in diesem Jahr zum achten Mal den Balthasar-Fischer-Preis zur Förderung der liturgiewissenschaftlichen Forschung. Der Preis weiß sich dem Lebenswerk Prof. Dr. Balthasar Fischers (1912 – 2001) verpflichtet, des langjährigen Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier.  

Die Jury hatte für das Auswahlverfahren fünf wissenschaftliche Arbeiten zugelassen. Mitglieder der Jury waren: Prof. em. Dr. Albert Gerhards, Bonn; Prof. Dr. Jürgen Bärsch, Eichstätt; Prof. Dr. Stephan Winter, Tübingen; Dr. Marius Linnenborn, Leiter des DLI, Trier.  

Preisträger des Jahres 2020 ist Dr. Samuel-Kim Schwope, Dresden. 

Samuel-Kim Schwope erhält die Auszeichnung für seine Studie „Segne diese Menschen, die du zum Dienst in deine Kirche sendest …“. Liturgische Feiern zur (Aus-)Sendung und Beauftragung von Gemeinde- und Pastoralreferentinnen/-referenten. Die Dissertation wurde 2019 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt angenommen und erschien 2020 in einer leicht überarbeiteten Fassung im Echter Verlag unter dem Titel „Gesandt, nicht geweiht? Sendungs- und Beauftragungsfeiern von Gemeinde- und Pastoralreferentinnen/-referenten.“

Dr. Samuel-Kim Schwope, geb. 1988 in Dresden, hat in Erfurt und Freiburg i. Br. Katholische Theologie studiert. Während seines Promotionsstudiums von 2016 bis 2019 gehörte er dem Theologischen Forschungskolleg der Universität Erfurt an. Seit 2014 Seelsorger des Bistums Dresden-Meißen, ist er seit 2018 persönlicher Referent des Bischofs von Dresden-Meißen und Mitglied der Liturgiekommission der Diözese.

Der Balthasar-Fischer-Preis, der seit 2004 verliehen wird, ist mit 3.000 Euro dotiert.

Das Datum der Preisverleihung steht noch nicht fest.

Leitung

Leiter des Theologischen Forschungskollegs
(Universitärer Schwerpunkt Religion)
Mitarbeitergebäude 3 (Villa Martin) / Raum 9

Sekretariat

Verwaltungsmitarbeiterin
(Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien)
Max-Weber-Kolleg (Steinplatz 2) / Raum 715 (6. OG)