Universität Erfurt

Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

Neue Publikation:

Inwieweit sind katholische Schriftstellerinnen als Produkte und Produzentinnen »katholischer Weiblichkeit« zu betrachten? Lassen sich in ihren Schriften neben Adaptionen auch Diskrepanzen typischer Weiblichkeitszuschreibungen finden?

 

Antonia Leugers:

Literatur - Gender - Konfession
Katholische Schriftstellerinnen 2: Analysen und Ergebnisse

Regensburg, 2020 
288 Seiten, 16 Seiten Farbbildteil, 34,95 €, ISBN 978-3-7917-3151-3
erscheint im März 2020

Teil 2 des Forschungsprojektes »Literatur – Gender – Konfession« bietet einen Überblick zu ausgewählten katholischen deutschsprachigen Schriftstellerinnen von 1908 bis 1962. Gerade der Blick auf die individuellen Lebenswege der katholischen Literatinnen ändert die Sicht auf die Zeit bis zum Zweiten Vatikanum, da er die vereinfachende Vorstellung aufbricht, dass sich alle Katholikinnen Milieustandards unterworfen hätten. Denn auch im öffentlichen Raum nutzten sie eigenständig ihre Einflussmöglichkeiten durch die Gestaltung fiktiver weiblicher Figuren im erzählerischen Werk.
Ihre in katholischen Verlagen erschienenen Romane, Novellen und Erzählungen verbreiteten einerseits bekannte katholische Weiblichkeitszuschreibungen und modellierten sie vor dem Hintergrund ihrer Zeit. Andererseits spielten die in konfessionell ungebundenen Verlagshäusern publizierenden Autorinnen schon mit einer größeren Variation von Weiblichkeitsvorstellungen in ihren Werken.
Mit Hilfe der ›Gender‹-orientierten Erzähltextanalyse und des sozialwissenschaftlichen Intersektionalitätsansatzes werden diese historischen Wandlungsprozesse erstmals in Einzelanalysen herausgearbeitet und die Ergebnisse abschließend gewichtet. Behandelt werden u. a. Werke von Regina Ullmann, Mechtilde Lichnowsky, Annette Kolb und Gertrud Fussenegger.

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Neue Publikation:

Brodkorb, Clemens; Fiedler, Norbert (Hg.): 
Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen- und Ordensgeschichte 15 (2019).

Der 14. Band des Jahrbuches bietet eine breite Palette von Beiträgen, die Themen aus den verschiedensten Territorien der mitteldeutschen Kirchenprovinz behandeln.
 Weitere Informationen und Inhaltsverzeichnis

u.a. mit folgenden Beiträgen:

  • Josef Pilvousek: "Nun habt Mut! Bistum sind wir! Jetzt wird's gut!" 25 Jahre Bistum Magdeburg
  • Joachim Wanke: Die (Neu-)Gründung des Bistums Erfurt. Erinnerung und Ausblick
  • Andrea Wittkampf: "Wie außerdem bekannt ist, gehören verschiedene Jüdinnen der Schule an". Die Erfurter Ursulinenschule 1933 bis 1938 und Hanna Herzbergs Rückblick auf die Shoah. (Rezension von Martin Fischer) 
  • Martin Fischer: Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (= Chronik 2018/2019).

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Neue Publikation:

Jörg Seiler (Hg.):

Literatur - Gender - Konfession
Katholische Schriftstellerinnen 1: Forschungsperspektiven

Regensburg, 2018
214 Seiten, 29,95 €, ISBN 9783791730035

Im Zentrum des Bandes steht die Frage, inwieweit katholische Schriftstellerinnen als Produkte und Produzentinnen „katholischer Weiblichkeit“ zu betrachten sind. Ziel ist es, Katholikinnen als relevante Akteurinnen im gesellschaftlichen Raum sichtbar zu machen – auch jenseits kirchlicher Zuschreibungen. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit Diskrepanzen und/oder Adaptionen von Weiblichkeitszuschreibungen gefunden und beschrieben werden können. Der Band widmet sich neben einzelnen Autorinnen, wie z. B. Annette Kolb, Gertrud von le Fort, Ruth Schaumann, Ilse Aichinger, bislang wenig beachteten Forschungsfeldern, etwa katholischen Lyrikerinnen in Anthologien der Nachkulturkampfära, der Covergestaltung und musikalischen Adaptionen entsprechender Prosawerke. Programmatische Beiträge beschäftigen sich u. a. mit der Bedeutung der Genderperspektive für die Katholizismusforschung.

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