Universität Erfurt

Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

Tagung anlässlich 25 Jahre Bistum Erfurt

 

Das Evangelium auf Mitteldeutsch buchstabieren - 25 Jahre Bistum Erfurt

19. Oktober 2019 | Bildungsstätte St. Martin

Mit der deutschen Teilung waren die auf dem Gebiet der DDR gelegenen Diözesananteile der Bistümer Fulda und Würzburg von ihren Bistümern getrennt. Damit die Kirche im katholisch geprägten Eichsfeld, der Rhön sowie in den Gebieten der Diaspora unter den Bedingungen des atheistischen SED-Regimes überleben konnte, mussten eigenständige kirchliche Verwaltungs- und Seelsorgestrukturen geschaffen werden. Außerdem waren kluge pastorale Konzepte notwendig. Bischof Joachim Wanke forderte 1981 in einer pastoralen Standortbestimmung, das Evangelium auf mitteldeutsch zu buchstabieren. Mit der Deutschen Einheit war der Weg frei, aus der sich inzwischen verselbständigenden Ortskirche ein eigenes Bistum zu gründen. Entsprechend wurde am 8. Juli 1994 das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen zum Bistum Erfurt erhoben.
Die Tagung möchte Sie einladen, den kirchengeschichtlichen Spuren dieser Bistumsgründung zu folgen, mit verschiedenen Zeitzeugen und Akteuren ins Gespräch zu kommen sowie pastorale Perspektiven für das Bistum Erfurt kennenzulernen.

Veranstalter:
Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt
Katholisches Forum im Land Thüringen

Anmeldung bis 2. Oktober 2019:
Katholisches Forum im Land Thüringen
E-Mail: kath.forum@bistum-erfurt.de
Tel.: 0361/6572-370 

Programm

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Vortragsreihe: Erfurter Universitätsgeschichte(n)

Die Bibliotheca Amploniana als Quelle des Wissens und der Inspiration

jeweils dienstags um 19.00 Uhr

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Neue Publikation:

Jörg Seiler und Frank-Joachim Stewing:

Dem Willen der Stifter folgend
Mittelalterliche und neuzeitliche Urkunden im Bestand der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer Erfurt

Petersberg, 2018
128 Seiten, 19,95 €, ISBN 3731907666

Die 1947 gegründete Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer zu Erfurt besitzt als Teil ihres historisch gewachsenen Archivs 29 mittelalterliche und frühneuzeitliche Urkunden. Sie legen dem Willen der Stifter folgend Zeugnis ab von einer über Jahrhunderte ausgeübten Wirksamkeit Erfurter Stifter, Klöster und Kirchen für soziale und karitative Belange sowie für den Erhalt kirchlicher Bauten. Die im vorliegenden Band in Text und Bild vorgestellten, zwischen 1303 und 1799 ausgefertigten Urkunden haben nicht nur vielfältige Rechts- bzw. Sachverhalte zum Gegenstand, sondern geben auch einzigartige Einblicke in die Geschichte der Stadt Erfurt, der einst hier ansässigen geistlichen Institutionen und in das Wirtschaftsleben der umliegenden Ortschaften.

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Neue Publikation:

Brodkorb, Clemens; Fiedler, Norbert (Hg.): 
Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen- und Ordensgeschichte 14 (2018).

Der 14. Band des Jahrbuches bietet eine breite Palette von Beiträgen, die Themen aus den verschiedensten Territorien der mitteldeutschen Kirchenprovinz behandeln.
 Weitere Informationen und Inhaltsverzeichnis

u.a. mit folgenden Beiträgen:

  • Josef Pilvousek: 350 Jahre Ursulinen in Erfurt. Zur Geschichte des Ursulinenordens und seines Erfurter Konvents
  • Martin Fischer: Rezeptionsprozesse der Enzyklika „Humanae vitae“ in der DDR
  • Frank-Joachim Stewing: Mit denen Handel zu treiben durch die Hochschulstatuten verboten ist ... Das Schankrecht der Universität Erfurt im Spätmittelalter und der Handel mit Bier
  • Torsten W. Müller: Katholische Kirche im eichsfeldischen Sperrgebiet. Die innerdeutsche Grenze und ihre Folgen für Gemeinden und Seelsorge
  • Frank-Joachim Stewing: Zum Verzechen für Wein und Bier ... Ein Beitrag zum Bier im studentischen Alltag der Erfurter Hochschule im 15. Jahrhundert
  • Martin Fischer: Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (= Chronik 2017/2018).

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Neue Publikation:

Jörg Seiler (Hg.):

Literatur - Gender - Konfession
Katholische Schriftstellerinnen I: Forschungsperspektiven

Regensburg, 2018
214 Seiten, 29,95 €, ISBN 9783791730035

Im Zentrum des Bandes steht die Frage, inwieweit katholische Schriftstellerinnen als Produkte und Produzentinnen „katholischer Weiblichkeit“ zu betrachten sind. Ziel ist es, Katholikinnen als relevante Akteurinnen im gesellschaftlichen Raum sichtbar zu machen – auch jenseits kirchlicher Zuschreibungen. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit Diskrepanzen und/oder Adaptionen von Weiblichkeitszuschreibungen gefunden und beschrieben werden können. Der Band widmet sich neben einzelnen Autorinnen, wie z. B. Annette Kolb, Gertrud von le Fort, Ruth Schaumann, Ilse Aichinger, bislang wenig beachteten Forschungsfeldern, etwa katholischen Lyrikerinnen in Anthologien der Nachkulturkampfära, der Covergestaltung und musikalischen Adaptionen entsprechender Prosawerke. Programmatische Beiträge beschäftigen sich u. a. mit der Bedeutung der Genderperspektive für die Katholizismusforschung.

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