Universität Erfurt

Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

Auszeichnung für Bernhard Kronegger

Bernhard Kronegger
Foto: Salzburger Hochschulwochen

Salzburger Hochschulwochen: 2. Platz des "Publikumspreis" an Bernhard Kronegger

Der mit 500 Euro dotierte zweite Preis der Salzburger Hochschulwochen erging an den derzeit an der Universität Erfurt promovierenden Theologen und Orientalisten Bernhard Kronegger. Kronegger, 1989 in Klagenfurt geboren, zeigte in seinem Vortrag auf, wie insbesondere rechte Bewegungen wie die „Identitäre Bewegung“ gezielt sprachliche und interpretatorische Deutungshoheit über geschichtliche Ereignisse zu gewinnen versuchen, indem sie diese ideologisch aufladen und für ihre Zwecke instrumentalisieren. Kronegger zeigte dies am Beispiel der Schlacht von Poitiers zwischen Franken und Mauren im Jahr 732 auf - einem Ereignis, das immer wieder von Rechten vereinnahmt und zum Schicksalsereignis im Kampf gegen den Islam stilisiert werde. Einer historischen Detailanalyse halte dies indes nicht stand, so Kronegger - der zugleich für eine Geschichtswissenschaft plädierte, die sich der Vermeidung von Hass und Gewalt verschreibe. 

Kronegger studierte bis 2017 in Wien und Jerusalem Theologie, Geschichte und Orientalistik. Bis 2018 forschte er als Stipendiat des Österreichischen Historischen Instituts in Rom in den Vatikanischen Archiven zur Geschichte Palästinas im 20. Jahrhundert. Derzeit promoviert er am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Erfurt.

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Neue Publikation:

Sebastian Holzbrecher, Julia Knop, Benedikt Kranemann, Jörg Seiler (Hg.):

Revolte in der Kirche? Das Jahr 1968 und seine Folgen

Freiburg im Breisgau, 2018
352 Seiten, 35,00 €, ISBN 978-3-451-38065-5

Das Jahr 1968 markiert eine Zäsur. Vielfältige und höchst umstrittene gesellschaftliche Umwälzungen werden damit assoziiert. Was bedeuteten diese Veränderungen für Kirche und Theologie? Ereignete sich 1968 eine Revolte in der Kirche? Oder fand diese ohne die Kirche statt? Und wie wirkt »1968« ein halbes Jahrhundert später weiter? 

In rund 30 Essays eröffnen prominente kirchliche Zeitzeugen, Nachgeborene, Journalisten und europäische Beobachter ein umfassendes, facettenreiches Panorama auf dieses legendäre Jahr und seine Folgen. So entsteht ein Bild von 1968, das bei aller Vorläufigkeit der Dynamik den Aufbrüchen und Widersprüchen, nicht zuletzt dem Bleibenden dieser Zeit angemessen ist, ohne die Verlustseite zu beschönigen. Das Buch will eine Einladung sein, sich aus kirchlicher wie theologischer Sicht einem Jahr und letztlich einem Zeitraum zuzuwenden, der Kirchen- wie Theologiegeschichte zum Teil mittelbar, zum Teil unmittelbar beeinflusst hat. Der – im wahrsten Sinne des Wortes – Sammelband soll zur Diskussion einladen über einen Abschnitt der Zeitgeschichte, der in vielem für Kirche und Theologie heute immer noch eine Herausforderung ist.

Leseprobe

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Neue Publikation:

Brodkorb, Clemens; Fiedler, Norbert (Hg.): Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen- und Ordensgeschichte 13 (2017).

Der 13. Band des Jahrbuches bietet eine breite Palette von Beiträgen, die Themen aus den verschiedensten Territorien der mitteldeutschen Kirchenprovinz behandeln.
Weitere Infos (Inhaltsverzeichnis usw.) hier: http://www.jmkog.de/13_jahrgang_2017_jahrbuch_mitteldeutsche_kirchen_und_ordensgeschichte.html

u.a. mit folgenden Beiträgen:

  • Josef Pilvousek: Julius Pflug und seine Rolle im konfessionellen Findungsprozess
  • Andrea Wittkampf: Das Testament der Katharina Goswin und die Reform des Weißfrauenklosters in Erfurt
  • Nils Hoffmann: „Ein dauerhaftes Provisorium“. Zur jüngeren Entwicklung des liturgischen Raumes im Erfurter Dom
  • Clemens Brodkorb: In memoriam Joachim Kardinal Meisner
  • Martin Fischer: Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (= Chronik 2016/2017).

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