Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Auslandsrundfunk im "Dialog der Kulturen"

Die Gestaltung der DW-Programme in der islamischen Welt.

Auftraggeber: Deutsche Welle (DW)

Leitung: Prof. Dr. Kai Hafez

Mitarbeiter: PD Dr. Shir Rawan, Mohammed Ibahrine (MA) und Özlem Topcu.


Ziel des Projekts ist die Reflexion über die Arbeit der DW-Hörfunkprogramme in Arabisch, Urdu, Pschtu, Dari, Farsi und Türkisch. Dabei soll einer Reihe lang- und kurzfristiger Entwicklungen und Trends Rechnung getragen werden.

Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten geführte Debatte über eine mögliches "Ende des Auslandsrundfunks" in Zeiten des globalen Satellitenrundfunks verkehrt sich zusehends in ihr Gegenteil. Nutzungsanalysen zeigen, dass insbesondere wegen sprachlicher Hürden der Akzeptanz nationaler Fernsehprogramme in anderen Ländern enge Grenzen gesetzt sind. Spezifische fremdsprachliche Angebote wie die der DW werden gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung mehr denn je gebraucht. Erforderlich ist hierbei allerdings eine Reflexion über die inhaltliche Ausrichtung der Programme unter dem Stichwort der Dialogisierung des Auslandsrundfunks. Das Ziel muss es sein, Auslandsrundfunk zur Drehscheibe für regionale und globale Fragen werden zu lassen; nationale Nabelschau ist nicht gefragt.

Besonderer Dialogbedarf besteht im Bereich der westlich-islamischen Beziehungen, da hier eine Reihe brisanter politischer, kultureller und religiöser Fragen bestehen, die einer möglichst neutralen und engagierten Kommunikationsplattform bedürfen. Die Ereignisse des 11. September haben eine Reihe westlicher Auslandsrundfunksender zu einer Ausweitung ihrer Programme in Nah- und Mittelost bewogen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bedarf die Arbeit der DW einer strategischen Standortbestimmung.

Bei der Evaluierung werden u.a. folgende Fragen behandelt:

  • Rolle des Auslandsrundfunks im Dialog der Kulturen
  • Programmstruktur und -inhalte der DW-Hörfunkprogrammen in Arabisch, Dari, Paschtu, Farsi, Urdu, Türkisch
  • investigative Programme
  • journalistisches Krisenmanagement
  • technische Reichweiten der DW-Programme
  • Sendezeiten und Reichweitenstabilität
  • Personalrekrutierung
  • Redaktionsleitung
  • externe Studios und Büros
  • Informationsfluss (Quellen)


Die Anlage der Untersuchung ist explorativ. Exemplarische Propgrammevaluationen, anhand realer oder künstlicher Wochensamples, werden in Konsultationsgesprächen mit den Bereichsleitern und Redakteuren der betroffenen Redekationen erörtert. Die Ergebnisse werden in einen systematischen Gesamtbericht integriert.

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl