Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Auslandsberichterstattung I

Transnationale Öffentlichkeit und Globalisierung

Prof. Dr. Kai Hafez hat am Deutschen Orient-Institut in den Jahren 1995 bis 2000 ein Forschungsprojekt zum Thema "Internationale und interkulturelle Darstellungsprozesse in Massenmedien: Das Nahost- und Islambild in der deutschen Presse" durchgeführt. Es wurde gefördert von der Volkswagen-Stiftung (1995-1998) und durch ein Habilitationsstipendium der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). In dem Projekt sind theoretische Grundlagen der Erforschung von Auslandsberichterstattung erarbeitet worden, die bislang nie als homogener Theorieentwurf formuliert worden waren. Das entstandene Theoriemodell konzipiert auf mehreren Ebenen (Mikro-, Meso- und Makrotheorie) Einflüsse von Journalisten, Medienorganisationen sowie Politik und Gesellschaft auf das Auslandsbild der Medien. Dabei wird im Kern die bisher häufig bestehende Bindung der Medien- an die Steoreotypentheorie oder andere Theoreme zur Erforschung von Textstrukturen gelöst und durch ein systemtheoretisch orientiertes Konzept der Entstehungs- und Wirkungspotentziale von Medieninhalten erweitert.

Publikationen

"Die politische Dimension der Auslandsberichterstattung"
Bd. 1: Theoretische Grundlagen.
Bd. 2: Das Nahost- und Islambild der deutschen überregionalen Presse.
NOMOS-Verlag, Baden-Baden, 2002

Rezensionen zum Buch "Die politische Dimension der Auslandsberichterstattung", 2 Bde., Baden-Baden, Nomos 2002

"Für die vorliegende Arbeit gilt, dass sie das Ergebnis einer schier unglaublichen Anstrengung markiert und in ihrem Bereich absoluten Weltstandard signalisiert."
Prof. Dr. Hans J. Kleinsteuber, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg

"Eine beeindruckende intellektuelle und wissenschaftliche Leistung. Viele der von Hafez gewonnenen Ergebnisse ... werden auch im politischen Raum bedacht und bewertet werden müssen."
Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orient-Instituts, Hamburg

"Erstmals liegt eine wissenschaftliche Untersuchung vor, die die Analyse inhaltlicher Strukturen massenmedialer Auslandsberichterstattung ... in einen systematischen Zusammenhang zu deren Entstehungsbedingungen zu setzen sucht."
Prof. Dr. Stefan Brüne, Gastprofessor Alfred-Grosser-Lehrstuhl, Institute d'études politiques, Paris

„Durch vergleichende Betrachtungen, die Rekonstruktion von Merkmalssyndromen, den Vergleich mit Befunden aus der Literatur und vor allem durch die Einordnung der Daten in den inhaltlichen Zusammenhang einer theoretischen Problemstellung läßt sich aus quantitativen Daten eine treffende Bestimmung journalistischer Leistungen gewinnen. Diese Aufgabe hat Kai Hafez mit Bravour gelöst, virtuos und kenntnisreich.“
Prof. Dr. Ralph Weiß, Universität Düsseldorf

„[Hafez] bietet eine Fülle interessanter Einzelergebnisse, vor allem aber eine überzeugende theoretische Fundierung seiner empirischen Daten.“
Prof. Dr. Martina Thiele, Universität Salzburg

„Ein herausragendes Merkmal der Untersuchung besteht darin, dass Theorie und Empirie immer verknüpft bleiben. (…) Bei der Entwicklung des theoretischen Rahmens werden – und dies ist eine weiter wichtige Leistung der Arbeit – auch Leerstellen von Theorie und Forschung aufgezeigt. (…) Es werden nicht nur die bislang gängigen theoretischen Ansätze kritisch analysiert, sondern es wird ein neuer, forschungsleitender Theorierahmen entwickelt. (…) Der Verfasser demonstriert sein logisch stringentes, ausgesprochen akribisches Vorgehen, das – auf einer enormen Belesenheit beruhend – doch immer auf das Wesentliche konzentriert bleibt. (…) Hafez entwickelt auch wissenschaftssoziologische Überlegungen von höchster Kompetenz. (…) Hafez demonstriert in seiner Studie geradezu beispielhaft, welche positiven Konsequenzen Interdisziplinarität der Forschung und Überwindung der Fachgrenzen mit sich bringen kann. (…) Man kann dieser Arbeit nicht gerecht werden, ohne sie – im wahrsten Sinne des Wortes – Zeile für Zeile studiert zu haben.
Prof. Dr. Michael Kunczik, Universität Mainz, in: Publizistik

“a groundbreaking and comprehensive analysis”
Prof. Dr. Jan Ceuppens (Universität Leuven) in: “Representations of Islam in the News” (2016)

 

 

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