Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Archiv - SoSe 2010

O-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2010 (Grundlagenmodule)

V: Medien und Gesellschaft (Friedrich Krotz)

Die Formen des Zusammenlebens der Menschen sind immer schon an das menschliche Vermögen gebunden, differenziert kommunizieren zu können – face-to-face in gemeinsamen Situationen oder per Medien. Deshalb hat die Kommunikations- und Medienwissenschaft immer wichtige ihrer Theorien aus der Soziologie übernommen und weiterentwickelt, und umgekehrt hat sich ein Teil der Soziologie als Medien- und Kommunikationssoziologie mit der Frage nach Kommunikation und Medien und ihrer Bedeutung für Kultur und Gesellschaft beschäftigt. Die Vorlesung bietet Kommunikationswissenschaftlern eine Einführung in Fragen, die sich mit der Rolle und Bedeutung der Medien in der Gesellschaft stellen an.. Im ersten Abschnitt werden soziologische Ansätze und Theorien behandelt, die für die Kommunikationswissenschaft relevant sind. Im zweiten Abschnitt geht es dann um verschiedene Forschungsfelder, mit denen sich die Kommunikations- und Mediensoziologie beschäftigt.

V: Einführung in die mediatisierte interpersonale Kommunikation (Joachim R. Höflich)

Im Rahmen der Vorlesung wird grundlegend in das Thema eingeführt. Beginnend mit den Grundlagen der interpersonalen Kommunikation wird die Frage gestellt, was es bedeutet, wenn die Menschen Medien verwenden, um miteinander in Kontakt zu treten. Hierzu werden elementare Theorien vorgestellt. Daran anschließend werden einzelne Medien näher betrachtet – vom Brief bis zum Mobiltelefon. Schließlich werden die Folgen einer Medienverwendung an ausgewählten Beispielen analysiert.

S-6: Medien und Vergemeinschaftung in der heutigen Gesellschaft (Janina Maric)

Im Mittelpunkt des Seminars stehen folgende Fragen:
- Welche Rolle spielt Medienkommunikation für verschiedene Formen der Vergemeinschaftung?
- In welcher Beziehung stehen Gemeinschaft und Gesellschaft, Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung?
- Wie können wir Vergemeinschaftung um und in Medien erforschen?

Es soll eine kritische Auseinandersetzung stattfinden:
- mit den Konzepten: Gemeinschaft, Gesellschaft, Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung
- mit den Prozessen des sozialen Wandels (Individualisierung, Mediatisierung, Ökonomisierung)
- mit verschiedenen Formen der Vergemeinschaftung anhand von aktueller empirischer Forschung

S-6: Mediatisierte interpersonale Kommunikation im Social Web (Juliane Kirchner)

Das Seminar beschäftigt sich mit den soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen des Social Web und widmet sich dabei gezielt verschiedenen Anwendungen, die im privaten Kommunikationsalltag zunehmend an Bedeutung gewonnen haben (u.a. Wikis, Blogs, Social Networks).

S-6: Gesellschaft, Politik und Medien (Klaus Kamps)

Medien und Massenmedien spielen zweifelsohne eine bedeutende Rolle im Alltag der Menschen; sie sind konstitutiv für die Gesellschaft und haben erheblichen Einfluss auf den demokratischen Prozess. Die Lehrveranstaltung analysiert in diesem Kontext in der Breite die Rolle der Medien in der modernen und für die moderne Gesellschaft. Ein Fokus wird dabei auf politische Kommunikationsprozesse gelegt. Im Vordergrund aber steht die theoretische Verortung der Beziehung "Medien und Gesellschaft" und die kritische Analyse empirischer Arbeiten.

S-6 Die ins Haus gelieferte Welt – Günther Anders und die audiovisuellen Medien (Heiner Stahl)

Die Überlegungen von Günther Anders zum Verhältnis von Konsumenten und audiovisuellen Massenmedien bieten den Studierenden einen Seiteneinstieg in die Kritische Theorie der Frankfurter Schule. Es geht mithin darum zu erkunden, welche „Wirklichkeiten― Bilder und Radiosendungen enthalten, welche „Welt― eigentlich durch die Apparate ins „Haus geliefert―, das heißt übertragen wird. Für Anders stellen letztlich erst die Zuschauer und Zuhörer das Massenpublikum her, in dem sie sich die Erzeugnisse der Medienindustrie aneignen. Sie verändern dadurch aber auch die Produkte, die an sie ausgesendet und versendet werden. Dieses Seminar ist als Lektürekurs angelegt. Die Studierenden eignen sich medien- und kulturtheoretische Konzepte an, die in den 1920 Jahren entwickelt wurden und die medienwissenschaftliche Forschung bis in die Gegenwart maßgeblich prägen.

Q-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2010 (Vertiefungsmodule)

Visuelle Kultur (Friedrich Krotz)

Visuelle Kommunikation in all ihren Formen wird immer wichtiger. Gleichzeitig stagniert die kommunikationswissenschaftliche theoretische Auseinandersetzung damit. Wie lassen sich Bilder beschreiben, analysieren und interpretieren, wie lässt sich Bildverstehen als aktive Handlung des Nutzers theoretisch fassen, und welche Bedeutung hat die zunehmende Relevanz von Bildern für Wissen und Lernen, für die Formen des Zusammenlebens der Menschen? Damit will sich das Seminar vor allem durch die Lektüre von Grundlagentexten beschäftigen.

Hast du gehört? Konstituenten der alltäglichen Rezeption von Musik (Markus Seifert)

Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden zunächst theoretische Modelle der Musikrezeption durchleuchtet. Im diesem Zusammenhang wird ein zentrales Motiv für das Musikhören thematisiert: die Stimmungsregulierung. Nach abgeschlossener Systematisierung möglicher Einflussfaktoren auf das Musik-Erleben sollen Forschungsexposés erarbeitet werden, die konkrete Projektskizzen für kommende empirische Tests darstellen sollen.

Nonverbal Communication in Human Interaction (Mark L. Knapp)

Many of the meanings we derive from social interaction emanate from sources other than the words exchanged. This course examines the origins, nature, and effects of these ―non-word ―nonverbal signals. The course will explore the interrelationships of these signals with verbal behavior and how they function with verbal behavior to accomplish common goals like exchanging turns in conversation and communicating identity, status, dominance, intimacy, and deception. The results of research from the past 50 years on the use of space and territory, physical appearance, facial and vocal behavior, touching, gestures, and eye behavior will be discussed prior to an examination of these behaviors in various contexts. Contexts include politics, advertising, technology, education, and cross-cultural. The course will also review of what research tells us about nonverbal skills and skill development.

Krach schlagen! - Über die Ästhetik des Lärms (Heiner Stahl)

Lärm, der an Flughäfen und Autobahnen, an Baustellen und in Fabriken entsteht, ist die hässliche Seite der mobilen Arbeitsgesellschaft. Das Surren von Computern, Druckern, Klimaanlagen oder das Klingeln von Mobiltelefonen ist die störende akustische Dimension von moderner Büroarbeit in der vernetzten Dienstleistungsgesellschaft. Das Seminar wird sich durchaus disziplinübergreifend (Literatur, Musik, Physik, Akustik, Umweltwissenschaften etc.) mit dem Verhältnis von Individuen gegenüber Sound und Lärm beschäftigen und dabei das Konzept der Klanglandschaft von Murray Schafer als Modell nehmen. Durch kritische Anfügungen an dessen Vorstellungen erarbeiten sich die Studierenden individuelle Zugänge, um die Ästhetik von Lärm zu durchmessen.

Medienkonvergenz und Medienrepertoires Heranwachsender (Maren Würfel)

Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Medienkonvergenz in seiner technischen, inhaltlichen und ökonomischen Dimension beschäftigt sich das Seminar mit der Bedeutung von Medienkonvergenz als Teilprozess von Mediatisierung für die Sozialisation Heranwachsender. Im Mittelpunkt stehen damit nicht Einzelmedien und der Umgang Heranwachsender mit einzelnen Medienphänomenen sondern ihre medienübergreifenden Aneignungsweisen und individuellen Medienrepertoires - mit besonderer Berücksichtigung der digitalen Medien. Die Erarbeitung des Themas erfolgt über die Auseinandersetzung mit theoretischen Aspekten sowie über die Analyse vorliegender empirischer Arbeiten.

Kommunikation im Alltag - theoretische Zugänge und spezifische Phänomene der Gegenwart (Peter Gentzel)

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen unterschiedliche Konzepte zur Kommunikation im Alltag. Dies meint medial vermittelte öffentliche wie auch interpersonale Kommunikation. In einem ersten Schritt werden wir uns paradigmatischen Kommunikationsbegriffen der Kommunikationswissenschaft widmen und anschließend unterschiedliche theoretische Ansätze diskutieren (Mediatisierung; Cultural Studies). Auf dieser Grundlage aufbauend werden schließlich basale Handlungstheorien näher betrachtet und kommunikations-soziologische Studien zu Phänomenen der Gegenwart erörtert. Diese beziehen sich bspw. auf Veränderungen der Kommunikation in Liebesbeziehungen (vom Liebesbrief zur SMS) oder digitales Identitätsmanagement im WWW.

Medien, Strategien und Wirkungen Politischer Kommunikation (Stephanie Geise)

Dass Politik vermittelt werden muss, ist keine Erkenntnis des Medienzeitalters. Doch zeigt sich im Medienzeitalter ein Wandel in der Art der Vermittlung von politischer Information: Medien, Strategien und Wirkungen Politischer Kommunikation verändern sich ebenso wie die Methoden ihrer wissenschaftlichen Analyse. Im Seminar wollen wir uns diesem Spannungsfeld aus einer interdisziplinären Perspektive widmen. Ziel ist es, den Prozess Politischer Kommunikation in drei Dimensionen (Medien, Strategien, Wirkungen) analytisch zu erfassen und reflektiert zu betrachten. Dazu gibt es zunächst zu jeder Dimension eine Einführungsveranstaltung; anschließend wollen wir uns dem Gegenstandsbereich in fallstudienartigen Referaten nähern.

Mediennutzung im Alltag (Juliane Kirchner)

Das Seminar beschäftigt sich mit der zunehmenden Mediatisierung des Alltags und der damit verbundenen Frage, welche Bedeutung den einzelnen Medien im Tagesablauf zugeschrieben wird. Dem soll sich zunächst mittels aktueller Zahlen aus der Mediennutzungsforschung angenähert werden; in einem zweiten Schritt ist es Aufgabe der Studenten ein persönliches Medientagebuch anzufertigen, was im Anschluss gemeinsam ausgewertet wird.

Politische Kommunikationsforschung im Kontext der EU (Klaus Kamps)

In der politischen Kommunikationsforschung finden sich seit einigen Jahren vermehrt Arbeiten mit Bezug auf die Europäischen Union. Dabei sind gleichwohl noch Forschungsdefizite zu konstatieren. Das Seminar wendet sich den theoretischen wie empirischen Zugängen dieser Arbeiten zu, analysiert sie ausführlich und methodenkritisch und formuliert Kriterien, Möglichkeiten und Grenzen von Anschlussforschung. Damit soll den Studierenden sowohl ein Einblick in ein spezifischen Forschungsfeld gegeben werden als auch ihr Blick hinsichtlich der Relevanz und Ausführung konkreter Forschungsarbeiten geschärft werden.

Medien, Strategien und Wirkungen Politischer Kommunikation (Stephanie Geise)

Dass Politik vermittelt werden muss, ist keine Erkenntnis des Medienzeitalters. Doch zeigt sich im Medienzeitalter ein Wandel in der Art der Vermittlung von politischer Information: Medien, Strategien und Wirkungen Politischer Kommunikation verändern sich ebenso wie die Methoden ihrer wissenschaftlichen Analyse. Im Seminar wollen wir uns diesem Spannungsfeld aus einer interdisziplinären Perspektive widmen. Ziel ist es, den Prozess Politischer Kommunikation in drei Dimensionen (Medien, Strategien, Wirkungen) analytisch zu erfassen und reflektiert zu betrachten. Dazu gibt es zunächst zu jeder Dimension eine Einführungsveranstaltung; anschließend wollen wir uns dem Gegenstandsbereich in fallstudienartigen Referaten nähern.

Global and International Public Relations (Katerina Tsetsura)

This course is designed to introduce students to global perspectives on public relations theory and practice. A primary goal of the course is to familiarize students with the rapid development of the public relations field in multiple regions of the world and demonstrate the opportunities the field offers to future professionals in the areas of corporate communication, international relations, government, transnational businesses, non-governmental organizations, and global public relations firms. Guest speakers will participate in class throughout the course. This seminar is designed to equip students with specific knowledge and skills for a successful start as an international public relations practitioner. In addition to learning about current issues and opportunities for public relations practices worldwide, students will examine how political, socioeconomic, cultural, and historical particularities, together with a modern pop culture, influence modern public relations practice, and what role globalization plays in shaping strategic communication messages on international markets. This is a great elective for those who plan to work for large or mid-size communication agencies, corporations, non-profit organizations, government, or military. Course Objectives:

1. To explore various political, socio-economic, cultural, environmental, and contextual variables which determine specific public relations practices in different regions or nations.

2. To understand how public relations has developed and is practiced in other countries;

3. To become aware of the different types of private and public organizations (including national and transnational, for-profit and non-profit) that use public relations strategies in a global marketplace and global public arena.

4. To introduce and analyze the phenomenon of media transparency and its application for the public relations profession and practice in a global world.

5. To analyze and discuss actual case studies and/or campaigns.

6. To examine how multiculturalism and diversity impact global public relations theory and practice.

Journalismus und journalistische Ethik im interkulturellen Vergleich (Kai Hafez)

Die Diskussion über Medienethik erlebt derzeit im internationalen Rahmen einen ungeahnten Aufschwung. Aufsehen erregende Fälle des Vordringens der Medien in die Privatsphäre von Personen mit öffentlicher Funktion wie die Affären Lady Di, Clinton oder jüngst Prinzessin Caroline von Monaco werden im Seminar in Bezug auf Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Privatheitsnormen im anglo-amerikanischen Bereich und andernorts erörtert. Neben der Inszenierung des Privaten in der Politik werden u.a. Normen der Meinungsfreiheit sowie Fragen des Rassismus/Multikulturalismus anhand von Ethikodizes und durch Medieninhaltsanalysen verglichen. In der Veranstaltung werden zudem Systeme journalistischer Selbstregulierung in verschiedenen Ländern untersucht und theoretische Konzepte zivilgesellschaftlicher Medienbeobachtung erörtert.

Transnationale Fernsehkulturen (Anne Grüne)

Das Seminar untersucht Phänomene der kulturübergreifenden Verbreitung televisueller Fernsehunterhaltung und hat zum Ziel, Formen und Auswirkungen von Regionalisierungs- und Transnationalisierungstendenzen der massenmedialen Entertainment-Industrie zu diskutieren. Neben der Begutachtung mediengeschichtlicher und medienökonomischer Faktoren, welche die internationalen Konnektivitäten auf dem Fernsehmarkt begünstigen, wendet sich das Seminar den globalen und regionalen Akteuren der Unterhaltungsindustrie zu: Darunter Staaten(-gemeinschaften) als Regulatoren (trans-)nationaler Mediensysteme, (trans-)national agierende Medienkonzerne, welche die Produktion und Verbreitung von Inhalten, also den Handel mit kreativen Ideen, beeinflussen sowie ein aktives Publikum, das zielgruppenspezifisch und zunehmend crossmedial konsumiert. Anhand ausgewählter Fallstudien werden konkrete Beispiele der Adaption und Inidigenisierung von Sendern und Fernsehinhalten behandelt, die zwischen verschiedenen geolinguistischen Regionen zirkulieren. Schließlich soll medientheoretische Literatur, die die Frage nach der Rolle der Medien in der (kulturellen) Globalisierung berührt, helfen, die beobachteten Entwicklungen auf dem internationalen Fernsehmarkt einzuordnen und zu fragen, inwieweit die Verbreitung von Unterhaltung Fernsehkulturen ändert. Neben der Erarbeitung von theoretischer und empirischer Literatur sollen die Seminarteilnehmer eine selbstgewählte Fallanalyse erstellen.

Journalismus und journalistische Ethik im interkulturellen Vergleich (Kai Hafez)

Die Diskussion über Medienethik erlebt derzeit im internationalen Rahmen einen ungeahnten Aufschwung. Aufsehen erregende Fälle des Vordringens der Medien in die Privatsphäre von Personen mit öffentlicher Funktion wie die Affären Lady Di, Clinton oder jüngst Prinzessin Caroline von Monaco werden im Seminar in Bezug auf Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Privatheitsnormen im anglo-amerikanischen Bereich und andernorts erörtert. Neben der Inszenierung des Privaten in der Politik werden u.a. Normen der Meinungsfreiheit sowie Fragen des Rassismus/Multikulturalismus anhand von Ethikodizes und durch Medieninhaltsanalysen verglichen. In der Veranstaltung werden zudem Systeme journalistischer Selbstregulierung in verschiedenen Ländern untersucht und theoretische Konzepte zivilgesellschaftlicher Medienbeobachtung erörtert.

Global Communications Projekt Teil II (Volker Stoltz)

Internationales Projekt GlobCom: Studenten vom 3. Semester an bilden zusammen mit PR Studenten von 11 Universitäten in 11 Ländern und 5 Erdteilen internationale "virtuelle" Teams. Sie erhalten einen PR Fall und erarbeiten zusammen im Team eine Lösung, die sie im ppt-Format präsentieren. Die Studenten lernen, international über Kulturen und Grenzen hinaus zusammenzuarbeiten und gemeinsam internationale PR Probleme zu lösen. Ein gemeinsames Symposium voraussichtlich in Großbritannien im Juni 2010 schließt das Projekt ab.

Betriebliches Kommunikationsmanagement II (Klaus Müller-Neuhof)

Ziel: Vermittlung grundlegender und systematischer Kenntnisse über die interne und externe Kommunikation des Betriebes, die den Anspruch erfüllen müssen, direkt in die Praxis umsetzbar zu sein und gleichzeitig Raum zu geben für theoretische /systematische Weiterentwicklungen. Fachlicher Zugang: Betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Vorteil, nicht jedoch Voraussetzung. Inhalte: Die Darstellung des Betriebes als soziales Gebilde und seine kommunikativen Funktionen dienen als Basis. Nach den allgemeinen Begriffserläuterungen "Information" und "Kommunikation" werden diese in der Betriebswirtschaft positioniert. Insbesondere werden die Begriffe der Individual- und Massenkommunikation in ihrer Bedeutung für den Betrieb sowie die kommerziellen Kommunikationsformen behandelt. Die Kommunikationslage (Feststellung, Analyse und Ansätze zur Veränderung) bildet schließlich den dritten Block dieser Veranstaltung, die mittels Beiträgen/Beispiele durch Referenten aus der Praxis ergänzt wird.

PR und Onlinekommunikation (Anja Hesse-Grunert -  Ralf Junge)

Das Seminar vermittelt anhand konkreter Praxisbeispiele und -übungen grundlegendes Wissen für das Berufsfeld PR. Behandelt werden die wichtigsten Instrumente und Maßnahmen. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studenten ab dem 4. Fachsemester, die bereits Praxiserfahrungen im Bereich Journalismus, Werbung/Marketing oder in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit haben und sich für das Berufsfeld PR interessieren. Es wird die Bereitschaft zur Übernahme von Impulsreferaten und vorbereitendes Selbststudium anhand einer Literaturliste vorausgesetzt. Als Abschlussarbeit erstellen die Studenten in Arbeitsgruppen ein Kurzkonzept zu einem aktuellen Praxisthema der Presse- und Medienarbeit, das im letzten Block präsentiert wird.

International Public Relations II (Volker Stoltz)

Die Veranstaltung ist sehr praktisch angelegt. Anhand von Fallbeispielen werden die Begriffe und Formen moderner internationaler Public Relations Arbeit erklärt. Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentieren Gäste - PR Chefs von Agenturen und Unternehmen - Probleme aus ihrer Arbeit. Die Studierenden erkennen PR Probleme und erarbeiten erste Lösungsansätze.

MESCALITO - Radio für Studierende (Kerstin Hönemann - Carsten Rose)

Radio F.R.E.I., das nichtkommerzielle Stadtradio für Erfurt, hat seit Frühjahr 2003 das wöchentliche Radiomagazin: MESCALITO im Programm, das von und für Studierende gemacht wird. MESCALITO ist ein Audio-Forum für studentisches Leben, das Feste, Reformen, Demos und alles was Studierende bewegt, aufrollt und abspielt. Jeden Sonntag bevor die Woche beginnt, erfahren Erfurts Studierende worüber geredet wird und wurde. Die hoch motivierte Redaktion expandiert kontinuierlich in sämtliche Campussphären. MESCALITO wird jetzt auch als Lehrveranstaltung angeboten, in deren Rahmen Workshops (Blockveranstaltungen) zum Thema Moderation/ Interviewführung, zu journalistischen Grundlagen sowie zur Medienpolitik stattfinden. Die erlangten Kenntnisse und Fähigkeiten werden gleichzeitig praktisch umgesetzt, in dem das wöchentliche Studierendenmagazin produziert wird. Für Studierende besteht damit die Möglichkeit, journalistisch tätig zu sein und interessante Themen aus ihrem Umfeld aufzugreifen, öffentlich zu machen und eigene Sendeprodukte zu erstellen. Dabei erlangen sie journalistische und technische Kompetenzen, die für eine berufliche Tätigkeit im Medienbereich von großem Nutzen sind.

Online ist in, Print ist out: Hat die Zeitung überhaupt noch Zukunft? (Thilo Knott)

Gibt es die „New York Times― in fünf Jahren überhaupt noch? Wie bitte? Doch, doch, das ist eine ernsthafte Frage nach der Zukunft der altehrwürdigen Zeitung, die Arthur Sulzberger, der Eigentümer, Präsident und Herausgeber der „Times―, so beantwortet hat: „Ich weiß es wirklich nicht. Und wissen Sie was? Es kümmert mich auch nicht. Das Internet ist ein wunderbarer Ort, und wir sind dort führend.― So sieht’s also aus mit der Zeitung der Zukunft: Lesen Sie die Zeitung der Zukunft künftig nur noch unter: www.nytimes.com, bitte! Danke! Das ist die allgegenwärtige Diagnose: Zeitungen sind bedroht, antiquiert und nicht mehr rentabel. Das gute, alte Holzmedium hat gegen die Schnelligkeit des Internets, gegen die Aktualität der Nachrichtenportale keine Chance mehr. Und überhaupt ist der gedruckte Qualitätsjournalismus einfach nicht mehr zu finanzieren und unrentabel. Stimmt das? Warum behaupten in Umfragen über 80 Prozent der Befragten, sie können auf Printmedien nicht verzichten? Das Seminar zur Zukunft zur Zeitung soll klären: Was ist die Qualität von Zeitungen? Sind sie wirklich zu ersetzen? Worin besteht die Herausforderung für zukunftsfähige Zeitungen? Sind Zeitungen und Internet überhaupt Konkurrenten? Das Seminar ist dabei sehr praxisnah: Es wird nicht nur über Medien geredet, es wird auch Zeitung gemacht. PS: Die „New York Times― musste ihre Ausgabe nach der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten mehrmals nachdrucken. Sie war schon am Morgen danach ausverkauft – und schlicht nicht mehr zu bekommen.

Zwischen Offenheit und Standardisierung: Befragungsstudien in der Kommunikationswissenschaft (Markus Seifert)

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Möglichkeiten sozialwissenschaftlicher Interviews auszuloten. Welche Befragungsmodi sind zu unterscheiden? Welche Art von Befragung ist für welche kommunikationswissenschaftliche Fragestellung geeignet? Einen besonderen Schwerpunkt des Seminars bilden die Möglichkeiten und Herausforderungen von Telefoninterviews.

SPSS transparent: Auswertungsstrategien und geheime Tricks in der Datenwelt (Markus Seifert)

Die Lehrveranstaltung widmet sich dem effektiven und sicheren Umgang mit Quer- und Längsschnittdatensätzen. Besonderes Augenmerk wird auf die Protokollierung von Datenmodifikationen gelegt sowie auf den gezielten Einsatz der wichtigsten Auswertungsprozeduren. Thematischer Schwerpunkt wird die politische Kommunikation der Bundesbürger sein; dafür wird ein umfangreicher, bevölkerungsrepräsentativer Datensatz zur Verfügung gestellt werden.

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