Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Archiv - SoSe 2011

O-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2011 (Grundlagenmodule)

V: Einführung in die mediatisierte interpersonale Kommunikation (Joachim R. Höflich)

Im Rahmen der Vorlesung wird grundlegend in das Thema eingeführt. Beginnend mit den Grundlagen der interpersonalen Kommunikation wird die Frage gestellt, was es bedeutet, wenn die Menschen Medien verwenden, um miteinander in Kontakt zu treten. Hierzu werden elementare Theorien vorgestellt. Daran anschießend werden einzelne Medien näher betrachtet – vom Brief bis zum Mobiltelefon. Schließlich werden die Folgen einer Medienverwendung an ausgewählten Beispielen analysiert.
Diese Lehrverstaltung findet wöchentlich an zwei Terminen statt und endet deshalb bereits am 21.05.2011.

V: Kommunikationspolitik in der globalen Gesellschaft (Klaus Kamps)

Vor dem Hintergrund einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit kommunikationspolitischen Fragestellungen der globalen Gesellschaft will diese Vorlesung in grundsätzliche kommunikationswissenschaftliche Zugäng zur Beobachtung und (Selbst-)Beschreibung der modernen Gesellschaft und ihrer Funktionssysteme (z. B. Wirtschaft, Politik)einführen. Vornehmlich wird dabei auf Fallbeispiele und -analysen eingegangen, so dass versucht wird sowohl die "theoretische Seite" als auch empirische Forschung im jeweiligen Bereich abzubilden.
Diese Lehrverstaltung findet wöchentlich an zwei Terminen statt und beginnt am 24.05.2011.

S-6: Mediatisierte interpersonale Kommunikation im Social Web (Juliane Kirchner)

Das Seminar beschäftigt sich mit den soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen des Social Web und widmet sich dabei gezielt verschiedenen Anwendungen, die im privaten Kommunikationsalltag zunehmend an Bedeutung gewonnen haben (u.a. Wikis, Blogs, Social Networks).

S-6: Aktuelle Trends der politischen Online-Kommunikation (Markus Seifert)

Das Seminar vermittelt in einem systematischen Überblick fundierte Kenntnisse über den Forschungsstand der politischen Online-Kommunikation und zeigt Trends und Perspektiven. Im ersten Teil werden grundlegende Begriffe und Konzepte der politischen Kommunikationsforschung zusammengetragen und deren Bedeutung für die Internet-Kommunikation geklärt: Was heißt es, zu partizipieren? Was hat es mit Elektronischer Demokratie auf sich? Welche politischen Hoffnungen und Befürchtungen werden mit dem Internet verbunden? Wer sind eigentlich die zentralen politischen Online-Akteure? Der zweite Teil hat die grundlegenden Forschungsmethoden zum Gegenstand: Wie können mit den in der Sozialwissenschaft vorliegenden Instrumenten die neuen Entwicklungen im "Mitmachnetz" erfasst werden? Welche Datenquellen stehen uns zur Verfügung? Im dritten Teil werden dann die bestehenden Befunde der empirischen Forschung zusammengetragen: Was wissen wir über die Strategien von Parteien, Bürgerinitiativen, Staat und aktiven Bürgern?
Diese Lehrveranstaltung beginnt erst in der 15. KW.

S-6: Internationale politische Kommunikation (Kai Hafez)

Internationale Beziehungen zwischen Staaten und Zivilgesellschaften werden geprägt von Kommunikationsprozessen verschiedenster Art. Regierungen pflegen untereinander bi- und multilaterale Beziehungen, die auf den verschiedenen Ebenen des Regierungshandelns und der Diplomatie vom direkten Austausch zwischen Ministerien, Botschaftern oder Sonderbevollmächtigten vollzogen werden und kommunikative Strategien beinhalten. Im Rahmen des Seminars soll untersucht werden, inwieweit individuelle Perzeptionen politische Entscheidungsvorgänge beeinflussen und politische Akteure und Diplomaten durch ihre Verhandlungsstrategien zwischenstaatliche Streitfragen und Konflikte bewältigen. Ein zweiter Bereich wird wegen seiner wachsenden Bedeutung die „öffentliche Diplomatie“ sein, worunter man die Wechselwirkung von Medien und Öffentlichkeit auf der einen Seite und internationaler Politik auf der anderen Seite versteht. Wie treiben Staaten Werbung für sich und welche (Des-)Informationsstrategien verfolgen sie – nicht zuletzt in Kriegs- und Krisenzeiten? Welche Rolle spielen staatliche Presse- und Informationsämter (unter anderem das Bundespresseamt) in unterschiedlichen politischen Systemen, und wie ist ihr Wirken von „Propaganda“ abzugrenzen? Im Bereich der öffentlichen Diplomatie ist auch zu Fragen, inwieweit seit dem 20. Jahrhundert ein Prozess der Mediatisierung, Demokratisierung und des zunehmenden Einflusses der Zivilgesellschaft (NGOs etc.) auf die Außenpolitik und die transnationale Politik zu verzeichnen ist, die in früheren Zeiten eine Domäne der Geheimdiplomatie war. Welche Rolle spielen nicht zuletzt die Medien für die nationale Außenpolitik?

S-6: Grundlagen sozialer Kommunikation (Christine Linke)

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen sozialer Kommunikation. Dabei werden folgende Aspekte ins Zentrum gestellt: a) interpersonale Kommunikation, b) Identitätskonstruktionsprozesse, c) Gruppenkommunikation, d) Kultur und Gesellschaft sowie e) Medien und Technologien. Basierend auf diesen grundlegenden Perspektiven wird im Seminar die interpersonale Kommunikation ins Zentrum der kommunikationswissenschaftlichen Perspektive gestellt. Formen, Kennzeichen und Differenzierungen werden systematisch erarbeitet und anhand von Lektüre und praktischen Beispielen diskutiert. Die Teilnehmer fertigen Kommunikationstagebücher an, die gemeinsam im Seminar ausgewertet werden. Somit wird auch eine empirische Annäherung an den Gegenstand möglich.

Q-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2011 (Vertiefungsmodule)

Kriegs- und Krisenberichterstattung – Perspektiven auf Journalisten und Rezipienten (Stephanie Geise)

In der Veranstaltungen werden die theoretischen Grundlagen zum Forschungsprojekt "Kriegs- und Krisenberichterstattung – Perspektiven auf Journalisten und Rezipienten" gelegt. Ziel ist die Planung und Durchführung einer eigenständigen empirischen Studie im Forschungsfeld. Das Seminar kann nur in Kombination mit dem Methodenseminar (Früh, Mi, 10-12) besucht werden.

(Über-)Leben in einer komplexen Welt - Aufmerksamkeit aus soziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive (Julia Roll)

Im Zuge einer immer komplexeren Umwelt und einer heute fast unüberschaubaren Anzahl an Medien und -angeboten gewinnen Aufmerksamkeit und Selektion von Informationen zunehmend an Bedeutung.
Doch was ist überhaupt Aufmerksamkeit? Und welche Rolle spielen die Medien dabei? Anhand ausgewählter Autoren werden spezifische Perspektiven und Definitionen des Begriffs Aufmerksamkeit beleuchtet. Ziel des Seminars ist es,eine eigene Arbeitsdefinition herauszuarbeiten.

Nonverbal Communication in Human Interaction (Mark L. Knapp)

Many of the meanings we derive from social interaction emanate from sources other than the words exchanged. This course examines the origins, nature, and effects of these “non-word” or “nonverbal” signals. The course will explore the interrelationships of these signals with verbal behavior and how they function with verbal behavior to accomplish common goals like exchanging turns in conversation and communicating identity, status, dominance, intimacy, and deception. The results of research from the past 50 years on the use of space and territory, physical appearance, facial and vocal behavior, touching, gestures, and eye behavior will be discussed prior to an examination of these behaviors in various contexts. Contexts include politics, advertising, technology, education, and cross-cultural. The course will also review of what research tells us about nonverbal skills and skill development.

Öffentlichkeit und Öffentliche Meinung: Theorien und ihre Genese und gesellschaftliche Reflexion (Klaus Kamps)

"Öffentlichkeit" und "öffentliche Meinung" dürfen sicher als zwei schillernde Begrifflichkeiten der Sozialwissenschaften und auch der Kommunikationswissenschaft verstanden werden. Hinter diesen scheinbar "klaren" Begriffen verbergen sich allerdings recht unterschiedliche Vorstellungen, Theorien und Modelle. Das Seminar arbeitet diese Vielfalt auf und ordnet sie auch in einem (wissenschafts-)historischen Rahmen ein.

"Hier spricht London, hier spricht Berlin“. Rundfunk, Vergemeinschaftung und transnationale Empfangsverhältnisse (Heiner Stahl)

Rundfunkgeschichte als globalisierendes Phänomen zu verstehen, bedeutet immer auch transnationale Empfangsverhältnisse mitzudenken. Dieses Seminar wird an Fallbeispielen die Organisation von Rundfunk in verschiedenen nationalen und internationalen Kontexten bearbeiten. Nationalstaatlicher Hörfunk, Auslandsrundfunk sowie Institutionen- und Kulturtransfer werden genauso angesprochen wie das Spannungsverhältnis zwischen Erziehung und Unterhaltung der Hörerzielgruppen.

Zensurspiele reloaded. Literarische Produktion, Verlagswesen und Verbotspraxen (Heiner Stahl)

Zensur ist ein Verfahren des Verbietens, des Nicht-Zulassens und des Bestrafens. Zensur ist aber auch eine Form des Kommunizierens über Kunst und ihre jeweiligen Medien. Ausgehend von einer literaturgeschichtliche Perspektive knüpft diese Veranstaltung gerade an kommunikations- und medienwissenschaftliche Betrachtungsweisen an. Wie sich die Mechanismen der Zensur, wie sich ihre Institutionen und Behörden wandelten, war immer auch eine nachholende Reaktion auf Medienwandel und sich ändernde Verhaltensweisen der Medienrezeption.

Wirkungen alltäglicher Musikrezeption: Cry, Cry, Cry (Markus Seifert)

Musik begleitet uns im Alltag, wir nehmen Sie mehr oder weniger bewusst wahr. Welche Wirkungen auf unser Alltags(er)leben und unser Handeln Musik in verschiedenen Lebenskontexten hat, wird das Seminar klären.Nachdem zunächst zusammengefasst wird, inwieweit sich Kommunikationswissenschaft mit den Effekten der Musikrezeption beschäftigt, werden die zentralen Begriffe aus der Psychologie und Medienwissenschaft dekonstruiert. Im Anschluss werden werden theoretische Modelle und entsprechende empirische Studien der Musikrezeption beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst ein zentrales Motiv für das Musikhören: die Stimmungsregulierung. Nach abgeschlossener Systematisierung möglicher Einflussfaktoren auf das Musikhören sowie der Wirkungsdimensionen sollen Forschungsexposés erarbeitet werden, die konkrete Skizzen für kommende empirische Forschungsprojekte darstellen sollen.

Die Rolle von Medien und Kommunikation in den islamisch-westlichen Beziehungen (Kai Hafez)

Die Ereignisse des 11. Septembers haben mehr als alles andere deutlich gemacht, dass neben Terrorismusbekämpfung und politischen Reformen neue Dialoginitiativen im Bereich der westlichislamischen Beziehungen erforderlich sind, um eine Zuspitzung von Gewaltszenarien zu verhindern. Wie weit sind aber die kommunikativen Voraussetzungen für solche Dialoge in Politik, Gesellschaft und Medien gegeben? Im Rahmen des Seminars wird das Nahost- und Islambild westlicher Medien untersucht, insbesondere auf Basis einer mittlerweile vorliegenden quantitativen und qualitativen Langzeitstudie der deutschen Presse. Dabei wird die Themen-, Akteurs-, Länder- und Quellenkomposition zu beurteilen sein. Zudem werden tiefergreifende kulturelle Fragen aufgegriffen wie: Welche sozio-psychologischen Muster und Stereotype sind in den Medien erkennbar? Wie verläuft die Darstellung von Gewaltkonflikten mit westlicher Beteiligung (z.B. 9/11, Irakkrieg)? Welche Kulturkonzepte und Formen der interkulturellen Kommunikation werden in den Medien verwendet (z.B. Karikaturenstreit). Der deutsche Buchmarkt wird kritisch auf seine Mechanismen der Popularisierung und seine Beziehung zu den Massenmedien hin betrachtet (z.B. Sarazzin). Welche Kommunikationsbereitschaft besteht überhaupt bei der „breiten Bevölkerung“ (Beispiel: Bildungstourismus)? Das Seminar stellt neben einer ausgiebigen Medienkritik auch die Frage nach dem Stand dialogischer Polit-Strategien, wie sie etwa der deutsche Staat (Bundespräsidenten, Innenminister) oder auch der Vatikan seit Jahrzehnten verfolgen. Um die Dimensionen der kommunikativen Aspekte abzurunden, werden Stereotype auch auf der binnen-orientalischen Ebene zwischen Israelis und Arabern untersucht sowie interpersonale Aspekte von Verhandlungsprozessen (z. B. der klassischen Pendeldiplomatie Henry Kissingers oder der Reise Sadats nach Jerusalem) behandelt.

Mediatisierung von Gesellschaft und Politik (Klaus Kamps)

"Mediatisierung" ist ein zentraler Begriff in den Kommunikationswissenschaften, der - grob gesprochen - den Wandel gesellschaftlicher Funktionssysteme aufgrund einer (faktischen oder so wahrgenommenen) zunehmenden Bedeutung der (Massen-)Medien beschreibt.Das Seminar geht in einer Aufarbeitung von Feinanalysen im Kern der Frage nach, inwiefern sich eine solche Entwicklung in der Politik und etwa auch der Wirtschaft aufzeigen lässt und was das für die "Arbeitsprogramme" dieser Systeme bedeutet.

Millionäre und Models, Superstars und Soaps – Formatierte Fernsehunterhaltung in transkultureller Perspektive (Anne Grüne)

Seit den 1990ern ist der Im- und Export von lizenzierten Fernsehformaten im fiktionalen wie nonfiktionalen Bereich eine immer beliebtere Maßnahme der Produktbeschaffung bei Programmplanern weltweit geworden. Ursprünglich nationale Fernsehphänomene wie WHO WANTS TO BE A MILLIONAIRE, BRITAIN’S GOT TALENT, POP IDOL, AMERICA’S NEXT TOPMODEL, SCHLAG DEN RAAB oder UGLY BETTY zirkulieren in diversen Adaptionen in bis zu über einhundert Fernsehkanälen, oft sogar zur gleichen Zeit. Sie können somit als Beispiel par excellence für transkulturelle Massenkommunikationsprozesse im Zeitalter der genannten Globalisierung dienen. Das Seminar will die Prozesse und Strukturen des internationalen Formathandels umfassend in den Blick nehmen: Von der theoretischen Annäherung, die Globalisierungs-, und Hybridisierungstheorien in den Vordergrund rückt, über einzelne komparativ vergleichende Fallstudien, die spezifische Erscheinungsformen kulturell variierender Adaptionen besprechen, bis hin zu medienökonomischen und medienrechtlichen Mustern des Formathandels. Den Schwerpunkt bildet dabei eine Perspektive, welche auf die feinjustierte kulturelle Einordnung und Bedeutung der transkulturellen Formate zielt und gleichsam Konnektivität und Anschlussfähigkeit verschiedener Fernsehkulturen diskutiert. Neben der Auseinandersetzung mit Theorieangeboten und empirischen Fallstudien ist es Ziel des Seminars, dass alle Seminarteilnehmer am Ende eine eigene kulturvergleichende Fallstudie eines international zirkulierenden Formats andenken und in Ausschnitten methodisch umsetzen.

Global Communications Projekt Teil II (Volker Stoltz)

Internationales Projekt GlobCom: Studenten vom 3. Semester an bilden zusammen mit PR Studenten von 11 Universitäten in 11 Ländern und 5 Erdteilen internationale "virtuelle" Teams. Sie erhalten einen PR Fall und erarbeiten zusammen im Team eine Lösung, die sie im ppt Format präsentieren. Die Studenten lernen, international über Kulturen und Grenzen hinaus zusammenzuarbeiten und gemeinsam internationale PR Probleme zu lösen.

Global and International Public Relations (Katerina Tsetsura)

This course is designed to introduce students to global perspectives on public relations theory and practice. A primary goal of the course is to familiarize students with the rapid development of the public relations field in multiple regions of the world and demonstrate the opportunities the field offers to future professionals in the areas of corporate communication, international relations, government, transnational businesses, nongovernmental organizations, and global public relations firms. Guest speakers will participate in class throughout the course. This seminar is designed to equip students with specific knowledge and skills for a successful start as an international public relations practitioner. In addition to learning about current issues and opportunities for public relations practices worldwide, students will examine how political, socio-economic, cultural, and historical particularities, together with a modern pop culture, influence modern public relations practice, and what role globalization plays in shaping strategic communication messages on international markets. This is a great elective for those who plan to work for large or mid-size communication agencies, corporations, non-profit organizations, government, or military. Course Objectives 1. To explore various political, socioeconomic, cultural, environmental, and contextual variables which determine specific public relations practices in different regions or nations. 2. To understand how public relations has developed and is practiced in other countries; 3. To become aware of the different types of private and public organizations (including national and transnational, for-profit and non-profit) that use public relations strategies in a global marketplace and global public arena. 4. To introduce and analyze the phenomenon of media transparency and its application for the public relations profession and practice in a global world. 5. To analyze and discuss actual case studies and/or campaigns. 6. To examine how multiculturalism and diversity impact global public relations theory and practice.

Betriebliches Kommunikationsmanagement II (Axel Breme)

Ziel ist die Vermittlung grundlegender und systematischer Kenntnisse über interne und externe Kommunikation von Organisationen, die den Anspruch erfüllen müssen, direkt in die Praxis umsetzbar zu sein und gleichzeitig Raum zu geben für theoretisch/systematische Weiterentwicklungen.

Medienrecht und Medienpolitik (Joachim Dölken)

Die Veranstaltung ist als zweiteiliges Blockseminar an jeweils zwei Tagen ausgelegt. Im ersten Block wird ein Überblick über das deutsche, europäische und internatoniale Medienrecht gegegeben. Ausgehend von den verfassungsrechtlichen Grundlagen erfolgt eine systematische Grundeinführung in das Medienrecht anhand medialer Gattungs- und Erscheinungsformen (Presse, Rundfunk, Film, Internet). Wichtige ergänzende Rechtsgebiete wie das Allgemeine Persönlichkeitsrecht und das Urheberrecht werden vorgestellt. Spezifische weitere Aspekte des öffentlich-rechtlichen Medienrechts (z. B. Jugendschutz) werden behandelt. Beleuchtet werden auch die Grundzüge der Medienpolitik in Deutschland in Theorie und Praxis anhand der rechtlichen Rahmenbedingungen und der maßgeblichen politischen Akteuere. Im zweiten Block soll in Referaten der Teilnehmer durch exemplarisch ausgewählte juristischen Fällen bzw. Fallstudien ein Transfer in die Praxis geleistet und in anschließender Gruzppendiskussionen vertieft und erweitert werden.

Die Pressemitteilung. Sprache, Stil und Wahrnehmung einer relevanten Nachricht (Jana Hofmann)

Eine organisierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit fehlt heute in keinem privaten Unternehmen und keiner öffentlichen Einrichtung mehr. Für die Absolventen medien- und kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge eröffnet sich hier ein umfassendes Berufsfeld. Im Hinblick darauf dient die Lehrveranstaltung dazu, die Pressemitteilung in das Instrumen¬tarium der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einzuordnen. Im Mittelpunkt stehen - neben organisatorischen Aspekten - die Grundzüge des Verfassens einer Pressemitteilung: Aufbau, Form und Layout sowie Sprache und Stil. Die Lehrveranstaltung ist praxisorientiert und wird auf 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkt. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Weitere Literatur und ein detaillierter Ablauf werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Radio machen mit MESCALITO (Carsten Rose)

Radio F.R.E.I., das nichtkommerzielle Stadtradio für Erfurt, hat seit Frühjahr 2003 das wöchentliche Radiomagazin: MESCALITO im Programm, das von und für Studierende gemacht wird. MESCALITO ist ein Audio-Forum für studentisches Leben, das Feste, Reformen, Demos und alles was Studierende bewegt, aufrollt und abspielt. Jeden Sonntag bevor die Woche beginnt, erfahren Erfurts Studierende worüber geredet wird und wurde. Die hoch motivierte Redaktion expandiert kontinuierlich in sämtliche Campussphären. MESCALITO wird jetzt auch als Lehrveranstaltung angeboten, in deren Rahmen Workshops (Blockveranstaltungen) zum Thema Moderation/Interviewführung, zu journalistischen Grundlagen sowie zur Medienpolitik stattfinden. Die erlangten Kenntnisse und Fähigkeiten werden gleichzeitig praktisch umgesetzt, in dem das wöchentliche Studierendenmagazin produziert wird. Für Studierende besteht damit die Möglichkeit, journalistisch tätig zu sein und interessante Themen aus ihrem Umfeld aufzugreifen, öffentlich zu machen und eigene Sendeprodukte zu erstellen. Dabei erlangen sie journalistische und technische Kompetenzen, die für eine berufliche Tätigkeit im Medienbereich von großem Nutzen sind.

International Public Relations II (Volker Stoltz)

Die Veranstaltung ist sehr praktisch angelegt. Anhand von Fallbeispielen werden die Begriffe und Formen moderner internationaler Public Relations Arbeit erklärt.Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentieren Gäste - PR Chefs von Agenturen und Unternehmen - Probleme aus ihrer Arbeit. Die Studierenden erkennen PR Probleme und erarbeiten erste Lösungsansätze.

Special Interest oder Mainstream? Crossmediale Kampagnenplanung am Praxisbeispiel Bach-Festival-Arnstadt (Sebastian Pohl - Christoph Gösel)

Die Mediatisierung des Alltags, verbunden mit der Vielfalt und Vielseitigkeit heutiger Kommunikationsmittel und -wege versetzt uns als Vermarkter grundsätzlich in die Lage, die jeweils definierte Zielgruppe passgenau und mit wenig Streuverlust zu erreichen. Die richtige Medienwahl, verbunden mit einer zielgruppenspezifischen Ansprache sind in diesem Zusam-menhang nur zwei signifikante Indikatoren, die über den Erfolg oder das Scheitern einer Kampagne entscheiden.

Online ist in, Print ist out: Hat die Zeitung überhaupt noch Zukunft? (Thilo Knott)

Gibt es die „New York Times“ in fünf Jahren überhaupt noch? Wie bitte? Doch, doch, das ist eine ernsthafte Frage nach der Zukunft der altehrwürdigen Zeitung, die Arthur Sulzberger, der Eigentümer, Präsident und Herausgeber der „Times“, so beantwortet hat: „Ich weiß es wirklich nicht. Und wissen Sie was? Es kümmert mich auch nicht. Das Internet ist ein wunderbarer Ort, und wir sind dort führend.“ So sieht’s also aus mit der Zeitung der Zukunft: Lesen Sie die Zeitung der Zukunft künftig nur noch unter: www.nytimes.com, bitte! Danke! Das ist die allgegenwärtige Diagnose: Zeitungen sind bedroht, antiquiert und nicht mehr rentabel. Das gute, alte Holzmedium hat gegen die Schnelligkeit des Internets, gegen die Aktualität der Nachrichtenportale keine Chance mehr. Und überhaupt ist der gedruckte Qualitätsjournalismus einfach nicht mehr zu finanzieren und unrentabel. Stimmt das? Warum behaupten in Umfragen über 80 Prozent der Befragten, sie können auf Printmedien nicht verzichten? Das Seminar zur Zukunft zur Zeitung soll klären: Was ist die Qualität von Zeitungen? Sind sie wirklich zu ersetzen? Worin besteht die Herausforderung für zukunftsfähige Zeitungen? Sind Zeitungen und Internet überhaupt Konkurrenten?

Kriegs- und Krisenberichterstattung (Hannah Früh)

Methodisches Begleitseminar (empirische quantitative Methoden) zum Seminar Krigs- und Krisenberichterstattung. Aufbauend auf diesem Seminar werden empirische Projekte geplant und durchgeführt.

Quantitative Methoden der Kommunikationswissenschaft: politik macht digital (Markus Seifert)

Verändern digitale Medien wie das Internet den politischen Diskurs? Wie werden Ereignisse oder Skandale zu Themen, mit denen wir uns täglich intensiv beschäftigen? Ausgehend von aktuellen Debatten der Rolle des Digitalen für das Politische werden die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen, eigene Fragestellungen zu entwickeln und theoriegeleitet entsprechende Hypothesen zu formulieren. Danach soll eine empirische Studie konzipiert werden, wobei das Seminar eine vertiefende Beschäftigung mit der Methode der quantitativen Befragung bietet. Im praktischen Teil liegt der Schwerpunkt folglich auf der Erstellung eines Fragebogens. Ziel soll es am Ende sein, die Erkenntnisse aus einem ersten Pretest in eine Revision des Instruments einfließen zu lassen und diese Optimierungen sodann begründet zu präsentieren.

Computergestützte quantitative Datenauswertung I (Julia Niemann)

In diesem Seminar werden wir die Grundlagen der quantitativen Datenanalyse erlernen. Vorbereitend geht es um die Formulierung überprüfbarer Forschungsfragen und Hypothesen. Im Hauptteil des Seminars befassen wir uns mit Datenerfassung, -vorbereitung, und -auswertung. Wir werden also das nötige Handwerkszeug betrachten, das zur Beantwortung kommunikationswissenschaftlicher Fragen mit Hilfe von statistischer Datenanalyse notwendig ist. Das Seminar ist von einem hohen Praxisanteil geprägt, alle erlernten Verfahren werden sofort mit der Analyse-Software SPSS anhand verschiedener Beispiele eingesetzt. Verfahren der deskriptiven Datenanalyse sowie einfache inferenzstatistische Verfahren für Mittelwertsvergleiche und Zusammenhangsmaße werden ebenfalls behandelt.

Computergestützte quantitative Datenauswertung I (Janine Buchholz)

In diesem Seminar werden die Grundlagen der quantitativen Datenanalyse erarbeitet. Vorbereitend werden wir uns am Anfang der korrekten Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen widmen und Begriffe wie Design, Messung und Variablen klären. Danach besprechen wir Datenerfassung, -vorbereitung, und -auswertung. An einem Beispieldatensatz werden Prozeduren des Datenmanagements (Labels, Recodierung) und der Datenaufbereitung geübt. Verfahren der deskriptiven Datenanalyse wie Häufigkeitsverteilungen, zentrale Tendenzen und Streuungsmaße werden besprochen und geübt, ebenso wie eine aussagekräftige Darstellung in Tabellen und Grafiken. Einfache inferenzstatistische Verfahren für Mittelwertsvergleiche und Zusammenhangsmaße werden ebenfalls behandelt.

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