Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Archiv - SoSe 2012

O-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2012 (Grundlagenmodule)

V: Internationale und vergleichende Mediensystemforschung (Kai Hafez)

Die Vorlesung verbindet zwei Blickrichtungen der internationalen Medienforschung miteinander: den Vergleich nationaler Mediensysteme und die Analyse grenzüberschreitender Interaktionen zwischen Mediensystemen. Sie bietet eine Einführung in Grundfragen von Mediensystemen, ihre Akteure, ihren Aufbau und interne Dynamiken sowie in bestehende Vergleichsklassifikationen, internationale Rankings und methodische Probleme der Vergleichsforschung. Prozesse des Journalismus, der Medienethik und der Rolle der Medien bei der Entwicklung von Industrie- und Entwicklungsstaaten werden vertieft. Im zweiten Vorlesungsblock wird der Frage nachgegangen, inwieweit wir heute bereits von einer Transnationalisierung und Globalisierung sprechen können. Ist eine Auflösung nationaler Mediensysteme durch eine Zunahme und Verstetigung internationaler Kommunikationsprozesse im Gange? Oder reproduzieren sich die politischen, rechtlichen und ökonomischen Bedingungen partikularer Mediensysteme und -diskurse auch unter den Bedingungen moderner Medientechnologie? Partikulare und globale Entwicklungstendenzen verschiedener Medientypen (Massenmedien, Internet) und Mediengenres (Aus-landsberichterstattung, fiktionale Unterhaltung) werden aufgezeigt.

V: Einführung in die mediatisierte interpersonale Kommunikation (Joachim R. Höflich)

Im Rahmen der Vorlesung wird grundlegend in das Thema eingeführt. Beginnend mit den Grundlagen der interpersonalen Kommunikation wird die Frage gestellt, was es bedeutet, wenn die Menschen Medien verwenden, um miteinander in Kontakt zu treten. Hierzu werden elementare Modelle und Theorien vorgestellt. Daran anschließend werden einzelne Medien näher betrachtet – vom Brief bis zum Mobiltelefon. Dies schießt einen Blick auf die Beziehungen, die Menschen mit den Medien haben (einschließlich der Mensch-Roboter-Interaktion), ein. Schließlich werden die Folgen einer Medienverwendung an ausgewählten Beispielen analysiert.

S-6: Aktuelle Trends der politischen Online-Kommunikation (Markus Seifert)

Vom Podcast der Kanzlerin über das digitale Rathaus bis hin zu den Massen von Weblogs, mit denen interessierte Bürger wie auch Schmierfinken ihre politische Meinung äußern: Das Internet bietet zweifellos zahlreiche Möglichkeiten eines intensiven politischen Diskurses. Zu Nutzung und Wirkung solcher Medien-Angebote überdauern noch immer Hoffnungen wie auch Ängste, mit denen sich auch die politische Kommunikationsforschung beschäftigt. Das Seminar vermittelt in einem systematischen Überblick fundierte Kenntnisse über den Forschungsstand zur politischen Kommunikation – insbesondere über neue digitale Medien. Im ersten Teil werden gemeinsam grundlegende Begriffe und Konzepte zusammengetragen und deren Bedeutung für die Internet-Kommunikation geklärt: Was heißt es zu partizipieren? Was hat es mit Elektronischer Demokratie auf sich? Wer sind eigentlich die zentralen politischen Akteure? Welche konkreten Erwartungen wurden oder werden mit dem Internet verbunden? Im zweiten Teil werden dann die bestehenden Befunde der empirischen Forschung zusammengefasst und Daten kritisch interpretiert: Was wissen wir über den aktiven Bürger? Welche Veränderungen brachte das Internet bis dato mit sich? Im dritten Teil soll die teilweise kontrovers geführte Diskussion über die Veränderungen der Politik durch neue Medien im Seminar selbst erprobt werden: Dazu werden Debatten vorbereitet und durchgeführt, die auf den Thesen der Studierenden basieren. Im Vorfeld wird dazu in Kultur und Regeln der politischen Debatte eingeführt, unterstützt wird dies durch eine beispielhafte, kritische Analyse von aktuellen Debatten zum Thema aus Funk und Web.

S-6: Mediatisierte interpersonale Kommunikation im Social Web (Juliane Kirchner)

Das Seminar beschäftigt sich mit den soziologischen und kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen des Social Web und widmet sich dabei gezielt verschiedenen Anwendungen, die sowohl im privaten als auch im beruflichen Kommunikationsalltag zunehmend an Bedeutung gewonnen haben (u.a. Wikis, Blogs, Social Networks). Neben der Bestandsanalyse aktueller Angebote und deren Nutzung sollen außerdem der Aspekt der Privatsphäre, die rechtliche Seite des Social Web sowie die Relevanz der digitalen Medien im Alltag beleuchtet werden.

S-6: Mediatisierung öffentlicher Kommunikation (Klaus Kamps)

Mediatisierung oder auch Medialisierung sind zentrale Begriffe im Zusammenhang mit dem Wandel moderner Gesellschaften, ihrer Institutionen oder Organisationen in Hinblick auf die Dynamik und Innovation im Kommunikationssektor. Das „Phänomen“ umfasst viele kommunikationswissenschaftlich interessierende Aspekte, darunter auch – allgemein gesprochen – öffentliche Kommunikation. Das Seminar wird sich sowohl theoretisch als auch empirisch (über Fallstudien) der aktuellen Mediatisierungsdebatte widmen und dabei insbesondere auch die Problematik der empirischen Analyse von Mediatisierungsfolgen thematisieren. Insofern wird in den einzelnen Abschnitten des Seminars nicht nur thematisch vorgegangen, sondern immer auch der Bezug zur Problemorientierung der Kommunikationswissenschaft gesucht.

Nach oben

Q-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Sommersemester 2012 (Vertiefungsmodule)

Theorien sozialer Kommunikation (Christine Linke)

Das Seminar bietet eine Einführung in Theorien sozialer Kommunikation. Dabei werden folgende Aspekte ins Zentrum gestellt: a) interpersonale Kommunikation, b) Identitätskonstruktionsprozesse, c) Gruppenkommunikation, d) Kultur und Gesellschaft sowie e) Medien und Technologien. Basierend auf diesen grundlegenden Perspektiven werden im Seminar sowohl direkte, interpersonale Kommunikationsprozesse als auch gesellschaftliche Relationen und Strukturen ins Zentrum der kommunikationswissenschaftlichen Perspektive gestellt. Formen, Kennzeichen und Differenzierungen werden systematisch erarbeitet und anhand von Lektüre und konkreten Theorieansätzen diskutiert.

No Risk – No Fun? Forschungsperspektiven und Herausforderungen der Verkehrssicherheitskommunikation (Eva Baumman)

Da Fahranfängerinnen und Fahranfänger nach wie vor ein deutlich höheres Unfallrisiko aufweisen ältere Autofahrer/innen, gilt es, junge Leute frühzeitig mit Präventionskommunikation zum Thema Straßenverkehrssicherheit zu erreichen. Häufig zielen Kampagnen jedoch vor allem an den Hochrisikogruppen vorbei, da sie nicht hinreichend an den individuellen Hintergründen des Risikoverhaltens und den Alltagskontexten der Zielpersonen ausgerichtet sind. Neben verkehrspsychologischen Erklärungsansätzen für die Risikoneigung und das riskante Fahrverhalten bieten sich vor allem Lebensstilansätze für die Zielgruppensegmentierung an. Darüber hinaus ist es entscheidend, die Kommunikationsstile und Mediennutzungspräferenzen der verschiedenen Risikogruppen auf möglichst differenzierter Ebene zu berücksichtigen. Im Seminar werden die verschiedenen theoretischen Erklärungsansätze des Risikoverhaltens im Straßenverkehr herausgearbeitet, miteinander verbunden und anhand aktueller – vor allem internationaler – Forschungsliteratur nachvollzogen. Zudem werden Erkenntnisse und Erklärungsansätze zur Kampagnenwirkung in diesem Anwendungsfeld zusammengetragen. Auf dieser Grundlage sollen Handlungsempfehlungen für künftige Maßnahmen der Verkehrssicherheitskommunikation formuliert werden.

Wahlkampfkommunikation im Wandel (Klaus Kamps)

Das Seminar setzt sich vergleichend und in einer historischen Perspektive mit der Wahlkampfkommunikation in verschiedenen Demokratien auseinander. Das Spektrum der analysierten Fälle reicht dabei von den frühen US-amerikanischen Kampagnen über Wahlkampfkommunikation in Frankreich und den besonderen Entwicklungen im Nachkriegsdeutschland bis hin zum aktuellen Wahlkampf in den USA. Dabei wird in den einzelnen Seminarbeiträgen jeweils ein spezifischer Schwerpunkt festgelegt (z. B. Plakatkommunikation; Online-Kommunikation u. Ä.). Darüber hinaus werden in den Einzelstunden beispielhaft konkrete kommunikationswissenschaftliche Zugänge zum „Problem“ Wahlkampagnen vorgestellt und diskutiert.

Media Psychology and Influence - SPICE (Nicholas David Bowman)

Kurs im Rahmen des SPICE-Programms

Communication & Public Opinion - SPICE (Talia Stroud)

Kurs im Rahmen des SPICE-Programms

Medien und Einwanderung – die Medialisierung von Rassismus, Integration und Anerkennung (Kai Hafez)

Die moderne Mediengesellschaft ist eine Gesellschaft, in der Fremdenfeindlichkeit nach wie vor virulent ist. Zwar ist die Rolle der Medien bei der Entstehung und Verbreitung rassistischer Einstellungen umstritten, aber zahlreiche Studien zeigen, dass auch moderne Medien in der Lage sind, fremdenfeindliche Bilder zu transportieren und Rassismus zu rekonfigurieren. Das Seminar beschäftigt sich mit entsprechenden Diskursen der Massenmedien, und es untersucht dabei auch Sonderformen wie den ethnischen Humor. Neben den Inhalten werden auch die Organisationsstrukturen der Medien hinsichtlich der Frage der Repräsentation von Einwanderern in den Blick genommen. Das Seminar wendet sich auch der weiteren öffentlichen Meinung zu, es sucht nach theoretischen Zugängen zur Bildung fremdenfeindlicher Einstellungen und behandelt Studien zum aktuellen Fall der Islamophie in Europa und den USA. Da durch die neuen Medien Migranten heute in der Lage sind, „ihre Kultur mitzunehmen“ und neue „glokale“ Subkulturen zu bilden, die von Politikern oft als „Parallelgesellschaften“ kritisiert werden, wird neben der Mehrheit auch die Minderheit selbst betrachtet. Welches Mediennutzungsverhalten zeigen Einwanderer, welche Rolle spielt dabei neben dem Satellitenfernsehen das Internet, und wie können Staat und Politik auf diese Entwicklungen fremdsprachlicher Medienlandschaften in ihren Grenzen reagieren?

Mediale Unterhaltung in globaler Perspektive (Anne Grüne)

Das Seminar fragt nach einem Schlüsselbegriff der rezenten Mediengeschichte: Was ist Unterhaltung? Wie kann der alltagssprachliche Begriff wissenschaftlich definiert und operationalisiert werden? Wie können dabei scheinbare Synonyme wie „Amüsement“ oder „Popkultur“ helfen? Neben interdisziplinären Zugriffen, die Unterhaltung u.a. als psychologische, kulturgeschichtliche oder spieltheoretische Kategorie denken lassen, werden medien- und kommunikations¬wissenschaftliche Konzepte und Theorien sowie Ansätze aus dem Umfeld der Cultural Studies im Zentrum der theoretischen Auseinandersetzung stehen. Das Seminar zielt in einem zweiten Schritt darauf, „Unterhaltung“ in den Kontext international/transkulturell vergleichender Medien- und Kommunikationsforschung zu stellen und zu fragen, welche Rolle Unterhaltung für die Analyse international vernetzter Mediensysteme und verschränkter Medienkulturen spielt. Diskutiert werden beispielsweise Fragen nach der Dialektik von globalen Unterhaltungsangeboten und deren lokale Aneignung, nach der politischen Dimension von Unterhaltung im internationalen Vergleich, nach dem Potential von Unterhaltung für die innergesellschaftliche kulturelle Integration und nach der gesellschaftlichen Bedeutung und Prägekraft von Unterhaltung vor dem Hintergrund kultureller Globalisierungsprozesse.

Islamphobie und Lebenswelt - Die Ablehung des Islam als soziale Einstellung und Diskurs (Sabrina Schmidt)

Das Seminar widmet sich dem Phänomen der Islamophobie, das im deutschsprachigen Wissenschaftsdiskurs die grundlegende Ablehnung des Islam und seiner Glaubensanhänger bezeichnet. Ausgehend von rassismus- und diskurstheoretischen Ansätzen (etwa R. Miles, St. Hall, E. Balibar) einerseits und sozialpsychologischen Konzepten andererseits (Th. Adorno, H. Tajfels) gilt es zunächst, den Gegenstand in seinen gesellschaftlich-strukturellen sowie subjekt-bezogenen Dimensionen theoretisch zu fassen. Zentraler Bestandteil der Lektürearbeit ist das Lebenswelt-Konzept von J. Habermas. Mit dessen Hilfe können islamophobe Einstellungen im Kontext historisch gewachsener Diskurse (Stichwort: Orientalismus-Debatte) und systemischer Faktoren verortet werden. Insbesondere Integrationspolitik, negativ geprägte Medienberichterstattung sowie der mangelnde Kontakt zu und das fehlende Wissen über Muslime sollen hier als mögliche Ursachenvariablen diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund werden im Seminar nationale sowie international vergleichende Studien zu fremden-feindlichen Einstellungen verglichen und deren heuristisches Potenzial kritisch hinterfragt. Nicht zuletzt gilt es nach dem Einfluss massenmedialer Berichterstattung auf die Entstehung von Islamophobie und die Verantwortung der Medien im Hinblick auf ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben zu fragen.

Global Communications Teil II (Volker Stoltz)

Internationales Projekt GlobCom: Studenten vom 3. Semester an bilden zusammen mit PR-Studenten von 11 Universitäten in 11 Ländern und 5 Erdteilen internationale "virtuelle" Teams. Sie erhalten einen PR-Fall und erarbeiten zusammen im Team eine Lösung, die sie im PPT-Format präsentieren. Die Studenten lernen, international über Kulturen und Grenzen hinaus zusammenzuarbeiten und gemeinsam internationale PR-Probleme zu lösen. Ein gemeinsames Symposium im Juni 2012 schließt das Projekt ab. Das Projekt selbst läuft von Ende Januar 2012 bis Mitte Juni 2012. Das begleitende Seminar beginnt mit Beginn des Wintersemesters 2011/12. Voraussetzungen: Englisch, auch privater Internetzugang, mindestens drei Semester. Teilnahme nur nach Absprache mit dem Dozenten.

Betriebliches Kommunikationsmanagement II (Axel Breme)

Die Teilnahme an BKM II ist für alle Studierenden möglich, d.h. unabhängig davon, ob sie an BKM I teilgenommen haben oder nicht. Ziel des Seminars: Vermittlung grundlegender und systematischer Kenntnisse über interne und externe Kommunikation von Organisationen, die den Anspruch erfüllen müssen, direkt in die Praxis umsetzbar zu sein und gleichzeitig Raum geben für theoretisch/systematische Weiterentwicklungen. Fachlicher Zugang: Keine Beschränkung. Kommunikationswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung. Inhalte: Kommunikationskonzeptionen und -strategien werden im engen Bezug zur Praxis entwickelt und diskutiert.In diesem Zusammenhang auch die immer engere Verknüpfung von interner und externer betrieblicher Kommunikation. Kommunikationsziele und die Wege, sie zu erreichen, sind hier die Themen. Starke Marken lokal, national, global und ihr Management (Pflege)stehem im Mittelpunkt.Es wird zudem der Frage nachgegangen, inwieweit Mitarbeiter als Botschafter/Fans ihrer Marke einen nachhaltigen Einfluß auf die Markenentwicklung haben können.

Marken stark machen - Strategie des identitätsorientierten Markenmanagements (Ralf Junge)

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Aktivitäten im Rahmen des Aufbaus und der Führung von Marken - mit dem Ziel, das eigene Produkt bzw. Angebot von den Wettbewerbern deutlich zu differenzieren. Anhand von Praxisbeispielen und Fallstudien aus der Praxis werden die strategische Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung der Beziehung zwischen der Unternehmens- und Produktmarken zu Kunden, Mitarbeitern, Shareholdern und anderen Stakeholdern gezeigt.

Global and International Public Relations (Katerina Tsetsura)

Kurs im Rahmen des SPICE-Programms: Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Pressemitteilung. Sprache, Stil und Wahrnehmung einer relevanten Nachricht (Jana Hofmann)

Eine organisierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit fehlt heute in keinem privaten Unternehmen und keiner öffentlichen Einrichtung mehr. Für die Absolventen medien- und kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge eröffnet sich hier ein umfassendes Berufsfeld. Im Hinblick darauf dient die Lehrveranstaltung dazu, die Pressemitteilung in das Instrumentarium der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einzuordnen. Im Mittelpunkt stehen - neben organisatorischen Aspekten - die Grundzüge des Verfassens einer Pressemitteilung: Aufbau, Form und Layout sowie Sprache und Stil. Die Lehrveranstaltung ist praxisorientiert und wird auf 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkt. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Weitere Literatur und ein detaillierter Ablauf werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Special Interest oder Mainstream? Crossmediale Kampagnenplanung am Praxisbeispiel Bach-Festival Arnstadt (Christoph Gösel - Sebastian Pohl)

Die Mediatisierung des Alltags, verbunden mit der Vielfalt und Vielseitigkeit heutiger Kommunikationsmittel und -wege versetzt uns als Vermarkter grundsätzlich in die Lage, die jeweils definierte Zielgruppe passgenau und mit wenig Streuverlust zu erreichen. Die richtige Medienwahl, verbunden mit einer zielgruppenspezifischen Ansprache sind in diesem Zusammenhang nur zwei signifikante Indikatoren, die über den Erfolg oder das Scheitern einer Kampagne entscheiden. Der erste Abschnitt des Seminars thematisiert daher die Fragestellung: „Wie werden crossmediale Kampagnen geplant und erfolgreich umgesetzt?“ In diesem Kontext wird gleichsam auf die grundsätzlichen Elemente sowie die Instrumente crossmedialer Kampagnenplanung eingegangen. Im zweiten Abschnitt werden die erworbenen theoretischen Erkenntnisse in kleinen Projektgruppen praktisch umgesetzt. Aufgabe jeder Projektgruppe ist die Entwicklung eines innovativen Vermarktungskonzeptes für ein renommiertes Thüringer Musikfestival. Als Praxisbeispiel dient das Bach-Festival-Arnstadt, welches als Nachfolgeveranstaltung der traditionsreichen „Arnstädter Bachtage“ seit nunmehr sieben Jahren stets einen hohen Anspruch an sich, seine Vermarktung, seine Künstler sowie seine geschichtsträchtigen Veranstaltungsorte stellt. Das Festival kombiniert dabei unter dem Motto: „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ internationale barocke Hochkultur mit regionalen Künstlern und verzeichnet in seiner noch jungen Geschichte eine stetig wachsendes nationales Renommee.

International Public Relations Teil II (Volker Stoltz)

Die Veranstaltung ist sehr praktisch angelegt. Anhand von Fallbeispielen werden die Begriffe und Formen moderner internationaler Public Relations Arbeit erklärt. Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentieren Gäste - PR Chefs von Agenturen und Unternehmen - Probleme aus ihrer Arbeit. Die Studierenden erkennen PR Probleme und erarbeiten erste Lösungsansätze.

Einführung in die Datenanalyse mit SPSS (Janine Buchholz)

In diesem Seminar werden die Grundlagen der quantitativen Datenanalyse erarbeitet. Vorbereitend werden wir uns am Anfang der korrekten Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen widmen und Begriffe wie Design, Messung und Variablen klären. Danach besprechen wir Datenerfassung, -vorbereitung, und -auswertung. An einem Beispieldatensatz werden Prozeduren des Datenmanagements (Labels, Recodierung) und der Datenaufbereitung geübt. Verfahren der deskriptiven Datenanalyse wie Häufigkeitsverteilungen, zentrale Tendenzen und Streuungsmaße werden besprochen und geübt, ebenso wie eine aussagekräftige Darstellung in Tabellen und Grafiken. Einfache inferenzstatistische Verfahren für Mittelwertsvergleiche und Zusammenhangsmaße werden ebenfalls behandelt.

Einführung in die Datenanalyse mit SPSS (Markus Seifert)

In diesem Grundlagenkurs wird der effektive und sichere Umgang mit Querschnittsdatensätzen in SPSS erlernt. Nachdem im ersten Teil die Grundlagen der Messtheorie wiederholt werden, beschäftigen sich die Studierenden mit der Vorbereitung und Modifikationen von Datensätzen sowie deren Protokollierung und weiterhin ersten deskriptiven Auswertungen. Im Hauptteil werden dann die Verfahren zur Prüfung operationaler Hypothesen erlernt. Zum Üben verwenden die Studierenden einen umfangreichen ALLBUS-Datensatz (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften), in dem aktuelle Daten zu Einstellungen, Verhaltensweisen und der Sozialstruktur der Bundesbevölkerung enthalten sind.

Vom "Leben mit Medien" zum "Leben in Medien"? Mediennutzung im öffentlichen Raum (Julia Roll)

Medien als Teil des öffentlichen Raums sind heute ein zentraler Bestandteil des Alltags. Das Seminar behandelt ausführlich geeignete qualitative Methoden zur Erforschung der öffentlichen Mediennutzung und beschäftigt sich mit ausgewählten Studien. Im Rahmen einer eigenen gemeinsam konzipierten und durchgeführten Studie werden die erarbeiteten Inhalte praktisch umgesetzt und anschließend kritisch diskutiert.

(Computergestützte) Auswertung qualitativer Daten (Eva Baumann)

Durch ihre größere Offenheit gegenüber dem Untersuchungsgegenstand und eine höhere Flexibilität ermöglichen teil- oder unstandardisierte Verfahren einen im Vergleich zu quantitativen Methoden tieferen Zugang zur den subjektiven und kontextbezogenen Sinnstrukturen der Interviewpartner oder Medientexte. Eine besondere Herausforderung qualitativer Verfahren besteht darin, das oft umfangreiche und auf den ersten Blick nur schwer vergleichbare Material im Anschluss an die Datenerhebung systematisch aufzubereiten und auszuwerten. Das Seminar widmet sich daher der Methodologie und Forschungspraxis der qualitativen Inhaltsanalyse. Zur Strukturierung und Organisation der Textdaten im Codierprozess und in der Interpretation, zur Visualisierung der Ergebnisse und auch als Schnittstelle zur Weiterverarbeitung der Daten bietet sich spezielle Software an. An Beispielmaterial werden die Möglichkeiten computergestützter qualitativer Datenanalyse aufgezeigt und in forschungspraktischen Übungen mithilfe von Atlas.ti umgesetzt. Dabei werden auch Anlässe und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich qualitative und quantitative Verfahren im Forschungsprozess sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Nach oben

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl