Universität Erfurt

20 Jahre Kommunikationswissenschaft in Erfurt

Archiv - WS 2011/12

O-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Wintersemester 2011/2012 (Grundlagenmodule)

V: Einführung in die Kommunikationswissenschaft (Markus Seifert)

Ziel dieser Einführungsveranstaltung, die in einer Kombination aus Vorlesung und Seminar stattfindet, ist es, einen umfassenden Überblick über das Fach Kommunikationswissenschaft zu vermitteln und anhand von vielen Praxisbeispielen zu zeigen, mit welchen gesellschaftlichen Problemstellungen sich die Kommunikationswissenschaft beschäftigt und mit welchen Modellen und Theorien sie zur Lösung der Probleme beiträgt. In der Vorlesung werden deshalb zunächst Grundbegriffe und Fachentwicklung der Kommunikationswissenschaft dargestellt. Sodann werden zentrale Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft präsentiert: Kommunikations- und Mediengeschichte, Kommunikationspolitik, Medienstruktur, Medienproduktion, Mediennutzungs- und Wirkungsforschung. Ferner werden sowohl Medientheorien als auch Medieninhalte ausführlich behandelt.

V Propädeutikum: Einführung in die empirischen Methoden der Kommunikationsforschung (Klaus Kamps - Sven Jöckel)

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die wichtigsten Methoden und Verfahren der empirischen Kommunikationsforschung. Behandelt werden die verschiedenen Formen von Befragung, Beobachtung und Inhaltsanalyse sowie Erhebungstechniken wie Querschnitt-, Längsschnitt- und Experimentaldesigns. Darüber hinaus werden grundsätzliche Fragen der Stichprobenziehung, Feldplanung und Auswertung von empirischen Daten angesprochen.

S-3 Propädeutikum: Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten (Markus Seifert - Michaela Stumberger)

Das Seminar dient dem Erwerb grundlegender wissenschaftlicher Arbeitstechniken, die an konkreten kommunikationswissenschaftlichen Aufgabenstellungen und Beispielen erprobt und eingeübt werden sollen. Eines der zentralen Lernziele ist es, am Ende des Seminars eigenständig eine wissenschaftliche Hausarbeit anfertigen und ein Kurzreferat halten zu können. An Fallbeispielen und konkreten Arbeitsaufgaben werden grundlegende wissenschaftliche Arbeitstechniken eingeübt, die für das erfolgreiche Studium unentbehrlich sind: wissenschaftliches Fragen, Online-, Archiv- und Bibliotheksrecherche, Lesen deutsch- und englischsprachiger wissenschaftlicher Texte, Exzerpieren, Formulieren und Visualisieren, Belegen und Bibliografieren. Ausgehend von wissenschaftstheoretischen Vorüberlegungen werden am Beispiel der Entwicklung des Fachs Kommunikationswissenschaft geistes- und sozialwissenschaftliche Denk- und Forschungsmethoden einführend vorgestellt.

 

Q-Phase: Übersicht der Lehrveranstaltungen BA Kommunikationswissenschaft im Wintersemester 2011/2012 (Vertiefungsmodule)

Konstruktivismus reloaded – Medienrealität(en) online (Katja Mehlis)

Vertreter des Konstruktivismus behaupten, dass die Wirklichkeit von uns nicht gefunden, sondern erfunden wird. Tatsächlich hat die kommunikationswissenschaftliche Forschung mit der Vorstellung, die Medien seinen bloße „Spiegel der Wirklichkeit“, längst aufgeräumt. Unser Wissen von der Welt haben wir fast ausschließlich aus den Massenmedien, die als „Weltbildapparate“ ihre eigene Realität kreieren. Das Internet ist kein Massenmedium im klassischen Sinne, doch das prinzipielle Problem der Realitätsdarstellung und Kommunikation von 'Wahrheit' bleibt auch im WWW bestehen. Die Welt bleibt konstruiert, rückt aber mit den Partizipations- und Artikulationsmöglichkeiten der Nutzer deutlich stärker in den Nahbereich. Im ersten Teil des Seminars soll der Konstruktivismus als Sammelbegriff für eine Vielzahl verschiedener Denkrichtungen vorgestellt werden, bevor der Fokus auf konstruktivistische Ansätze innerhalb der Kommunikationswissenschaft gelegt wird. Deren Begriffe, Annahmen und Determinanten werden anschließend zusammengetragen, in Beziehung zum Internet gesetzt und anhand aktueller Entwicklungen beispielhaft diskutiert. Im zweiten Teil des Seminars ist die Planung und Durchführung einer eigenständigen Studie angedacht.

Aufmerksamkeit und Kommunikation - Theorien, Konzepte und Zusammenhänge (Julia Roll)

Aufmerksamkeit ist ein zentraler Faktor in der Kommunikation. Mit ihrer Hilfe können Handlungen aufeinander ausgerichtet werden, was wiederum die Grundlage einer erfolgreichen Verständigung bildet. Denn erst durch ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit auf den Gegenüber ist überhaupt eine bewusste Informationsaufnahme und -verarbeitung möglich. Doch was bedeutet Aufmerksamkeit in Bezug auf Medien in einer mediatisierten Welt? Anhand ausgewählter Autoren werden spezifische Perspektiven und Definitionen des Begriffs Aufmerksamkeit beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, eine eigene Arbeitsdefinition herauszuarbeiten

Zuhörer und Zuschauer. Die soziale Konstruktion von Publika (Heiner Stahl)

Die Lehrveranstaltung bietet Studierenden einen Einstieg in ein breiteres Verständnis des Begriffes Publikum. Es geht dabei um die Begrifflichkeiten und Herangehensweisen wie "Leser", "Zuhörer" und "Zuschauer" eingefasst und beschrieben werden. Das berührt ebenso unterschiedliche Verständnisse von Mediennutzung- und aneignung. Zuschreibungen und Rahmungen sind dabei kommunikative und diskursive Werkzeuge, um solche Übergänge und Schnittpunkte zu markieren. Ziel der Veranstaltung ist es, Studierenden unterschiedliche Perspektiven zu vermitteln, welche methodischen Konsequenzen die verschiedenen sozialen Konstruktionen von Leserschaft, Hörerschaft und Seherschaft nach sich ziehen

Media Effects – Fallstudien zu Mediennutzung & Medienwirkung (Stephanie Geise)

Seit jeher beschäftigt sich die Kommunikationswissenschaft mit den Wirkungen, die Massenmedien bei ihrem Publikum auslösen können. Dabei hat sie eine Vielzahl theoretischer und empirischer Erkenntnisse hervorgebracht – die, ausgehend von den jeweiligen „Klassikern“ der Medienwirkungsforschung, bis heute zahlreiche Differenzierungen erfahren haben. Ziel der Veranstaltung ist es daher, grundlegende Ansätze aus der Medienwirkungsforschung zu analysieren, ihre neuesten Erkenntnisse kennenzulernen und schließlich auf ihre Implikationen für die (empirische) Analyse kommunikationswissenschaftlicher Fragestellungen hin zu überprüfen. Dazu wird in den Seminarsitzungen jeweils einer der zentralen Ansätze diskutiert und auf konkrete Fallbeispiele angewandt.

Die Kraft politischer Youtube Videos - Nutzung, Funktion und Wirkung von User-Generated-Online Videos (Marie Legrand)

Ausgangspunkt des Seminars bildet die Betrachtung des Phänomens von User-generated-Online-Video (UGOV) auf Videoplattformen im Internet. Der Fokus richtet sich dabei auf audiovisuelle Inhalte mit genuin politischen Bezügen. Ziel des Seminars ist es UGOV als Phänomen politischer Kommunikation anhand des Mediennutzungsverhaltens und theoretischer Konzepte zu den Formen und Funktionen von Online-Videos zu modellieren. Im Zweiten Teil soll eine Integration der theoretischen Erkenntnisse in des heuristische Rahmenmodell des dynamisch-transaktionalen Ansatzes geleistet werden um zu einer prozessualen Beschreibung des Phänomens zu gelangen. Zu den leitenden Fragestellungen des Seminars zählen unter anderem: Wie werden politische UGOV genutzt? Welche Auswirkungen werden für die politische Handlungsbereitschaft von Bürgern und für die Kommunikationsmöglichkeiten der politischer Akteure anhand von UGOV sichtbar? Wie kann der dynamisch-transaktionale Ansatz für das Phänomen als Wirkungsmodell herangezogen werden?

Facebook Dir Deine Meinung?! – Informationsfilter im Internet (Martina Mahnke)

Wir „skypen“, wir „twittern“, wir „facebooken“. Wir knüpfen online Kontakte und arbeiten kollaborativ über das Internet zusammen. Unsere täglichen Informationen beziehen wir aus Wikipedia und Google. Durch das Internet ist es möglich geworden, auf scheinbar unendlich viele Informationen zugreifen zu können. Doch das führt zu dem vielzitierten Problem des Informationsüberflusses. Um diesen handhaben zu können, nutzen immer mehr Internet-User verscheidene Aggregationstools, u.a. auch Facebook’s Like Button, um aktuelle Meldungen von bestimmten Webseiten zu erhalten. Doch auch in Facebook können nicht alle Meldungen gleichzeitig angezeigt werden. Wer wählt also aus, welche Informationen an welcher Stelle angezeigt werden? Innerhalb des Seminars sollen diese Auswahlmechanismen und -filter näher beleuchtet werden. Was steckt dahinter? Zum Klären dieser Fragen werden u.a. auch Parallelen zur Offline-Welt und zu Theorien des Journalismus  und der KMW gezogen. Von den Studierenden wird aktive Gruppen- und Recherchearbeit sowie das Lesen englischer Literatur erwartet.

Blöde Mütze!, Abgerockt! Und Pinocchio: Kinderfilme in Europa – von der Entstehung bis zum Rezipienten (Franziska Spitzner)

Das Seminar gibt einleitend einen Einblick in die aktuelle Situation des Kinderfilms in Europa. Darauf aufbauend setzen sich Studenten zum einen mit der Nutzung von Kinderfilmen in ausgewählten europäischen Ländern auseinander. Zum anderen werden grundlegende Ansätze und Studien sowie kulturspezifische Annahmen zur Rezeption und Wirkung von Kinderfilmen unter Einbezug von länderspezifischen Jugendschutzbestimmungen und Altersfreigaben bzw. -empfehlungen besprochen. Ziel ist es eine differenzierte Sichtweise auf den Kinderfilm in verschiedenen Ländern Europas zu erlangen.

Journalismus im Wandel: Ein internationaler Vergleich (Kai Hafez)

In der Veranstaltung werden nach einer Einführung in Grundlagen der vergleichenden Forschung Mediensysteme dieser Welt gegenübergestellt. Bei Westeuropa und den USA werden unterschiedliche institutionelle Absicherungen der Autonomie der Medien im Vordergrund stehen. Vergleichende Medientypologien (Hallin/Mancini) für Europa/USA werden debattiert. Mit Blick auf Osteuropa und ausgewählte Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas wird die Rolle von Medien in Demokratisierungsprozessen erörtert, wobei neben staatlicher Medienpolitik und Informationskontrolle auch das Verhältnis von „großen“ und „kleinen“ Medien bei der Herausbildung neuer Öffentlichkeiten untersucht wird. Zudem beschäftigt sich das Seminar mit der Frage, ob sich im Nahen Osten und in der islamischen Welt mittlerweile ein Trend zur Übernahme westlicher Medienkultur erkennen lässt (Stichwort: Al-Jazeera). Da Medienräume sich heute zunehmend über nationale Grenzen hinaus verschränken, werden Probleme des internationalen Nachrichtenflusses und der Globalisierung bei der Entwicklung nationaler und regionaler Medienlandschaften untersucht.

"Sarazins Zahlen" - Statistisches Framing in der politischen Debatte (Klaus Kamps)

Im Sommer und Herbst 2010 debattierte die Bundesrepublik vergleichsweise ex-tensiv und ausführlich über Thilo Sarrazins Bestseller „Deutschland schafft sich ab“. Hintergrund waren Äußerungen des Autos im Buch wie auch in begleitenden Interviews, die als fremdenfeindlich und insbesondere für ein Mitglied des Vor-standes der Bundesbank unangebracht galten. In dieser breiten Debatte, quer durch alle Medienformate und –genres, fanden sich – wie im Buch selbst – immer wieder Verweise auf Studien, Erhebungen u. Ä., die die jeweilige Position stützen oder die opponierende diskreditieren sollte. Das Seminar nimmt diese Diskussion zum Anlass, in verschiedenen Erhebungen die Frage des statistischen Framings in der politischen Debatte detailliert zu analysieren. Mit anderen Worten: Aufgabe wird es sein, eigene kleinere Erhebungen durchzuführen und entsprechende Er-gebnisse vorzustellen.

Pop Islam und Cyber Muslims – Mediale Formen muslimischer Selbstrepräsentation in multiethnischen Öffentlichkeiten (Sabrina Schmidt)

Das Seminar widmet sich verschiedenen Formen mediatisierter muslimischer Alltags- und Popkultur, in denen individuelle Interpretationen von Religiosität sowie kultureller und nationaler Zugehörigkeit sichtbar werden. Unter Zuhilfenahme theoretischer Ansätze der Cultural Studies sollen zunächst Konzepte wie „Identität“, „cultural/religious citizenship“ und „Diaspora“ erschlossen werden. Im Anschluss gilt es, empirische Erscheinungsformen muslimischer Kulturproduktion (Film, Literatur, Comedy, Musik), insbesondere Social Media-Formate wie Weblogs, Videoplattformen und Facebook, einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Ziel des Seminars ist es herauszuarbeiten, auf welche Weise Muslime ihre Identität(en) medial verhandeln und welche Bedeutung dies für ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe hat.

Kultur und Kulturvergleich in der (internationalen) Kommunikationswissenschaft (Anne Grüne)

Das Seminar stellt einen der Schlüsselbegriffe der Sozial- und Geisteswissenschaften ins Zentrum der Diskussion: „Kultur“. Dabei gilt es, den Kulturbegriff zunächst multiperspektivisch zu betrachten und das disziplinübergreifende Interesse an „Kultur“ zu thematisieren. Ausschnitthaft werden klassische Arbeiten aus den Bereichen der Kultursoziologie und Kultur­geschichte einen Einstieg in das Thema ermöglichen. Den Schwerpunkt des Seminars bildet die Analyse des Zusammenhangs von Kultur und Kommunikation – und damit die Frage nach der Not­wendigkeit und Nutzbarmachung des Kulturbegriffs für die kommunikationswissenschaftliche Forschung. Insbesondere werden hier Ansätze von Vertretern der Cultural Studies (S. Hall) und denen aus dem Bereich der interkulturellen Kommunikation (G. Maletzke, W. Gudykunst) diskutiert, als auch ausgewählte Arbeiten, welche Mediensysteme und -phä­no­­mene vor dem Hintergrund der Globalisierung komparativ untersuchen. Grundlage des Seminars ist die Lektüre einschlägiger Literatur, an die Fragen des Ent­stehungskontextes, der disziplinären Einordnung sowie der methodischen, theoretischen und epistemologischen Perspektive gerichtet werden. Ziel ist, das die Seminarteilnehmer kultur­theoretische Arbeiten kennenlernen, sich kritisch mit dem Kulturbegriff auseinandersetzen und den komplexen Zu­sammenhang von Kultur und Kommunikation diskutieren.

Global Communications Teil I (Volker Stoltz)

Internationales Projekt GlobCom: Studenten vom 3. Semester an bilden zusammen mit PR Studenten von 10 Universitäten in 10 Ländern und 5 Erdteilen internationale "virtuelle" Teams. Sie erhalten einen PR Fall und erarbeiten zusammen im Team eine Lösung, die sie im ppt Format präsentieren. Die Studenten lernen, international über Kulturen und Grenzen hinaus zusammenzuarbeiten und gemeinsam internationale PR Probleme zu lösen. Ein gemeinsames Symposium im Mai oder Juni schließt das Projekt ab.

Radio 2011 - Produktion, Marketing und Vermarktung am Beispiel von LandesWelle Thüringen (Bastian Bender - Thomas Klingelschmitt)

Mit welchen Methoden reagieren Sender auf Marktveränderungen, Digitalisierung, fluktuierende Hörerzahlen? Basisworkshop & selbstständige Projektarbeit. Die ersten beiden Termine finden im Funkhaus statt.

Betriebliches Kommunikationsmanagement I (Axel Breme)

Ziel: Vermittlung grundlegender und systematischer Kenntnisse über die interne und externe Kommunikation des Betriebes, die den Aspruch erfüllen, in der Praxis umsetzbar zu sein und gleichzeitig Raum gibt für theoretische/systematische Weiterentwicklungen. Fachlicher Zugang: Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung. Inhalte: Die Darstellung des Betriebes als soziales Gebilde und seine kommunikativen Funktionen bilden die fachliche Grundlage. Nach allgemeinen Begriffserläuterungen wie z.B. "Information" und "Kommunikation" werden diese in der Betriebswirtschaft fest verortet. Insbesondere werden Begriffe der Individual- und Massenkommunikation in ihrer Bedeutung für den Betrieb sowie kommerzielle Kommununikationsformen behandelt. Die Kommunikationslage (Feststellung, Analyse und Ansätze zur Veränderung) bildet schließlich den dritten Vermittlungsblock dieser Veranstaltung.

Die Pressemitteilung. Sprache, Stil und Wahrnehmung einer relevanten Nachricht (Jana Hofmann)

Eine organisierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit fehlt heute in keinem privaten Un-ternehmen und keiner öffentlichen Einrichtung mehr. Für die Absolventen medien- und kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge eröffnet sich hier ein umfassendes Berufsfeld. Im Hinblick darauf dient die Lehrveranstaltung dazu, die Pressemitteilung in das Instrumen¬tarium der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einzuordnen. Im Mittelpunkt stehen - neben organisatorischen Aspekten - die Grundzüge des Verfassens einer Pressemitteilung: Aufbau, Form und Layout sowie Sprache und Stil.

Zur formalen Gestaltung audiovisueller Medien: "Videoclip-Ästhetik" und "Medien-hektik" auf dem Prüfstand (Rebecca Simon)

Anfänglich waren audiovisuelle Medien sehr reizarm gestaltet. Film und Fernsehen glich einer Theatervorstellung aus einer konstanten Perspektive, mit gleichbleiben-dem Abstand zum Geschehen (Totale), ohne Kamerabewegungen und ohne we-sentliche Schnitte. Bis heute hat sich ein kontinuierlicher Wandel in der Medienäs-thetik hin zu immer reizvolleren Angeboten vollzogen. Diese formale Gestaltung wird meist nur am Rande von inhaltlichen Untersuchungen erhoben und dann mit Begriffen wie „Videoclip-Ästhetik“ (Gröbel 1994: 69), „MTV-Look“ (Haedecke 1996: 207), „Infotainment-Ästhetik“ (Schumacher 1994: 478) oder „Medienhektik“ (Sturm 1989: 71) plakatiert. In dieser Lehrveranstaltung widmen wir uns diesem Phänomen explizit. Von der gemeinsamen Erarbeitung einer Literatur-Liste über die Durchführung einer formalen Inhaltsanalyse bis zum schriftlichen Dokumentieren der Ergebnisse wird der gesamte Prozess quantitativer Forschung am praktischen Beispiel durchlaufen.

International Public Relations Teil I (Volker Stoltz)

Die Veranstaltung ist sehr praktisch angelegt. Anhand von Fallbeispielen werden die Begriffe und Formen moderner internationaler Public Relations Arbeit erklärt.Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentieren Gäste - PR Chefs von Agenturen und Unternehmen - Probleme aus ihrer Arbeit. Die Studierenden erkennen PR Probleme und erarbeiten erste Lösungsansätze.

Methoden der Medienwirkungsforschung (Hannah Früh)

Das Seminar liefert eine praktische Vertiefung zur Vorlesung Methoden. Dabei steht die praktische Anwendung unterschiedlicher quantitativer Methoden der Datenerhebung und Untersuchungsanlage im Fokus. Anhand eines ausgewählten Themenbereichs werden Forschungsfragen und -designs entwickelt und in Arbeitsgruppen mit Hilfe verschiedener Methoden exemplarisch geübt. Darauf aufbauend wird in kleinen Gruppen jeweils ein individuelles kleines Forschungsprojekt geplant und durchgeführt. Die Teilnehmer sollen dabei die Fähigkeit entwickeln, quantitative Verfahren eigenständig für die Forschung einzusetzen.

Quantitative Methoden der Kommunikationswissenschaft: Inhaltsanalyse, Befragung und Beobachtung (Jana Hofmann)

Wir alle lesen täglich Texte, beobachten Geschehnisse und unterhalten uns mit anderen Menschen, um etwas über Motive, Einstellungen und Handlungsweisen zu erfahren. Die wissenschaftliche Praxis schließt an diese lebensweltliche Praxis an und professionalisiert, diszipliniert sie. Ausgehend von der Überzeugung, dass wissenschaftliches Handeln „soziales Problemlösungshandeln“ ist, wendet sich dieses Seminar den drei grundlegenden Verfahren quantitativer Kommunikationswissenschaft zu: Inhaltsanalyse, Befragung und Beobachtung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen diese speziellen Regelsysteme im Forschungsprozess kennen und anwenden.

Kommunikationsforschung (Juliane Kirchner - Hannah Früh)

Das Seminar liefert eine praktische Vertiefung zur Vorlesung Methoden. Dabei steht die praktische Anwendung unterschiedlicher quantitativer Methoden der Datenerhebung und Untersuchungsanlage im Fokus. Anhand eines ausgewählten Themenbereichs werden Forschungsfragen und -designs entwickelt und in Arbeitsgruppen mit Hilfe verschiedener Methoden exemplarisch geübt. Darauf aufbauend wird in kleinen Gruppen jeweils ein individuelles kleines Forschungsprojekt geplant und durchgeführt. Die Teilnehmer sollen dabei die Fähigkeit entwickeln, quantitative Verfahren eigenständig für die Forschung einzusetzen.

Computergestützte Quantitative Datenauswertung I (Janine Buchholz)

In diesem Seminar werden die Grundlagen der quantitativen Datenanalyse erarbeitet. Vorbereitend werden wir uns am Anfang der korrekten Formulierung von Forschungsfragen und Hypothesen widmen und Begriffe wie Design, Messung und Variablen klären. Danach besprechen wir Datenerfassung, -vorbereitung, und -auswertung. An einem Beispieldatensatz werden Prozeduren des Datenmanagements (Labels, Recodierung) und der Datenaufbereitung geübt. Verfahren der deskriptiven Datenanalyse wie Häufigkeitsverteilungen, zentrale Tendenzen und Streuungsmaße werden besprochen und geübt, ebenso wie eine aussagekräftige Darstellung in Tabellen und Grafiken. Einfache inferenzstatistische Verfahren für Mittelwertsvergleiche und Zusammenhangsmaße werden ebenfalls behandelt.

Datenanalyse II (Hannah Früh)

Dieser Kurs soll interessierten Studenten die Möglichkeit bieten, ihren Kenntnisstand auf dem Feld der Datenanalyse zu überprüfen, zu erweitern und zu vertiefen. In praktischen Übungen geht es darum, wie man Operationalisierungen beschreibt, Daten transformiert sowie univariate und multivariate Verfahren der Datenanalyse anwendet und interpretiert. Ergebnis sollen "publikationsreife" Tabellen und Abbildungen sein, wie sie in empirischen Seminar- sowie in Abschlussarbeiten gefordert werden.

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